Region: Hildesheim
Traffic & transportation

Fahrradschutzstreifen in der Dammstraße muss bleiben

Petition is directed to
Stadt Hildesheim
801 657 in Hildesheim
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  1. Launched February 2022
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Entlang der Hildesheimer Dammstraße verläuft ein Fahrradschutzstreifen. Die Dammstraße ist für den Pkw- und Radverkehr die zentrale Verbindung zwischen Moritzberg und Bockfeld Richtung Innenstadt. Über diese Verbindung werden auch viele Schulen erreicht. In der Dammstraße gibt es aus diesen Gründen ein erhöhtes Aufkommen von Radfahrenden aller Altersgruppen.

Die Regelgeschwindigkeit für den Pkw-Verkehr liegt auf der Dammstraße bei Tempo 50. Wer mit dem Fahrrad fährt, muss ab dem 10. Lebensjahr auf der Straße fahren, denn der Gehweg ist Fußgänger:innen vorbehalten.

Der Arzt Andreas Klein kämpft dafür, dass der Fahrradschutzstreifen vor seiner Praxis entfernt wird, damit Patient:innen in Pkw dort halten können.

Der ADFC Hildesheim e.V. setzt sich für den Erhalt des Fahrradschutzstreifens auf der Dammstraße in seiner jetzigen Form ein. Um die Sicherheit der Radfahrenden zu gewährleisten, ist mindestens ein Fahrradschutzstreifen unerlässlich.

Reason

Aufgrund der StVO-Änderung gilt seit November 2021 auf Fahrradschutzstreifen ein generelles Halteverbot. Auch die Patient:innen des Arztes Andreas Klein in der Dammstraße dürfen nun nicht mehr auf dem Fahrradschutzstreifen vor der Arztpraxis halten. Damit die Patient:innen des Arztes – zu denen auch gehbehinderte Personen gehören – trotzdem möglichst dicht heranfahren können, hat die Stadt 50 Meter von der Praxis entfernt mehrere Kurzzeitparkplätze auf dem Bürgersteig eingerichtet. Trotz dieses Entgegenkommens kämpft Herr Klein weiter dafür, dass der Fahrradschutzstreifen vor seiner Praxis entfernt wird, damit dort in Zukunft wieder Autos halten können.

Der ADFC Hildesheim e.V. setzt sich für den Erhalt des Fahrradschutzstreifens auf der Dammstraße in seiner jetzigen Form ein. Um die Sicherheit der Radfahrenden zu gewährleisten, ist mindestens ein Fahrradschutzstreifen unerlässlich.

Herr Klein schlägt vor, dass ein Überholverbot für Radfahrende eingerichtet werden kann, wenn der Fahrradschutzstreifen entfernt wird.

Der ADFC Hildesheim e.V. ist der Meinung, dass an dieser Stelle ein Überholverbot keine Lösung ist. Der Schutzstreifen in seiner jetzigen Länge bietet Sicherheit.

Halten Autos vor der Praxis, müssen Radfahrende das Fahrzeug mit 1 Meter Sicherheitsabstand umfahren, um sich vor plötzlich öffnenden Türen zu schützen. Damit geraten die Radfahrenden in die Fahrbahnmitte und dadurch in die Nähe des Gegenverkehrs.

Bei einem Überholverbot von Radfahrenden, "drängeln" wartende Fahrzeuge hinter den Radfahrenden und verbreiten Unsicherheit. Außerdem stoßen Überholverbote bei Pkw-Fahrer:innen auf wenig Akzeptanz. Radfahrende werden oft ohne ausreichenden Sicherheitsabstand überholt oder geschnitten. Die Folge sind gefährliche Verkehrssituationen. Sie werden dazu führen, das Radfahrende vermehrt unbefugt auf den Gehweg ausweichen, um sich dort sicherer zu fühlen. Dies muss vermieden werden, damit Patient:innen nicht vor Praxis von Herrn Klein gefährdet werden.

Thank you for your support, ADFC Hildesheim e.V. from Hildesheim
Question to the initiator

News

Ich verstehe das Beharren des Arztes nicht. keine 30 oder 40m weiter sind extra Kurzzeitparkplätze als Entgegenkommen eingerichtet worden. Davor gab es gar keine Möglichkeit vor der Praxis oder in der Nähe (ohne die Straße zu überqueren) zu parken. Halten ja, aber nicht parken. Hinzu kommt, dass es nur wenige Praxen gibt, an die man näher mit dem Auto kommt. Medicinum, neues Ärztehaus Bahnhofsallee und auch die Niedergelassenen in den Wohngebieten: Fehlanzeige.

Es muss allen Beteiligten an dieser Stelle darum gehen, eine Lösung zu schaffen, die mobilitätseingeschränkten Menschen den Zugang zu Arztpraxen ermöglicht UND uns Radfahrende schützt. Es gäbe wirksame Maßnahmenpakete lokal oder übergreifend. Trotz des "sicheren" Schutzstreifen besteht bei Radfahrenden in der Dammstraße ein Gefährdungsgefühl. Daher weichen sie öfters auf den Bürgersteig aus. Es bedarf also sowieso über den Schutzstreifen hinausgehenden Schutzbedarf der Radfahrenden. Es sind wenige Mobilitätseingeschränkte, aber als besonders vulnerable Gruppe, benötigen sie unseren Schutz.

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