Region: Germany

Finanzielle Unterstützung für FreiberuflerInnen in der Corona-Krise

Petition is directed to
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
17 Supporters 17 in Germany
Collection finished
  1. Launched 27/03/2020
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Dies ist eine Online-Petition des Deutschen Bundestags.

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Corona: Unbürokratische Hilfe für FreiberuflerInnen! Statt der neuen Regelung, bei der Solo-Selbstständige um Hilfe betteln müssen und später auf Heller und Pfennig untersucht wird, ob Anspruch darauf bestand und was zurückgefordert wird, sollte ganz unbürokratisch, ohne Antrag und mit weit weniger Aufwand an alle Solo-Selbständigen ein sofortiger Zuschuss von +- 2.000 Euro gezahlt werden - ohne Prüfung und Pfennigfuchserei. Zuschüsse auf Antrag darüber hinaus können später geprüft werden.

Reason

Während mittlere und gerade große Unternehmen mit ihren großen Lobbys im Bundestag auch ohne Corona mit Zuschüssen und Subventionen geradezu überschüttet werden und ArbeitnehmerInnen dank starker Gewerkschaften auch ohne Corona sowohl staatliche Hilfe erhalten als auch Zahlungen ihres Arbeitgebers, der die Hälfte des Krankenkassenbeitrags, Lohnfortzahlungen im Urlaub und vieles mehr übernimmt, haben wir 1-Frau-Unternehmen oder 1-Mann-Unternehmen keine Lobby. Auch ohne Corona haben wir es schwer genug, müssen hohe Krankenkassenprämien und noch höhere Steuern zahlen, bekommen keinen Urlaub bezahlt und können es uns oft gar nicht leisten, selbst bei schwerer Krankheit die Arbeit ruhen zu lassen. Ihre "Hilfsmaßnahmen für Solo-Selbstständige" sind meines Erachtens ein Schlag ins Gesicht dieser Menschen und eine wirkliche Unverschämtheit. Wir sollen jetzt zunächst per Antrag um Hilfe betteln und später soll auf Heller und Pfennig überprüft werden, ob tatsächlich ein Anspruch bestand, und eventuell "zu viel gezahlte Beträge" zurückgefordert werden? Wie in aller Welt sollen wir das auf den Cent genau belegen? Ich kann für den Kreis der Solo-Selbstständigen allgemein, jedoch für uns freiberufliche Übersetzerinnen und Übersetzer im Speziellen sprechen. Viele von uns bekommen Aufträge von Übersetzungsbüros, die wiederum Aufträge von vielen verschiedenen Endkunden erhalten. Wie sollen wir, wenn der Prüfer unsere privaten Daten im Computer untersucht, belegen, dass uns ein Büro weniger Aufträge sendet, weil einer der Endkunden wegen Corona bankrott gegangen ist? Wie sollen wir einem Prüfer erklären, dass wir, wenn wir uns während der Corona-Krise ein paar Tage ins Bett gelegt und erholt, und keine Aufträge angenommen haben, weil es uns schlecht ging, wir uns krank gefühlt haben, eventuell auch unter Vorerkrankungen litten? Viele von uns arbeiten ohnehin meist an Wochenenden und durch viele Nächte und haben kaum eine Chance, einmal durchzuatmen. Die Gesundheit oder gar die Freizeit hat niemals Vorrang und die meisten von uns leben, um zu arbeiten, statt umgekehrt. Daher sind wir in dieser Zeit besonders gefährdet. Diese Prüfung ist menschenunwürdig und existenzbedrohend, daher wäre ein Antrag auf einen solchen "Zuschuss", der ja vielmehr ein Kredit ist, für uns viel zu gefährlich und könnte uns im Nachhinein in den Bankrott treiben. Viele von uns merken jetzt schon die Auswirkungen der aktuellen Situation, aber fragen lieber trotz der knappen Zeit beim Bauern nach, ob noch Spargelpflücker gebraucht werden. Oder wir bieten unseren Kunden an, für die Hälfte des Honorars zu arbeiten, wenn sie uns dafür früher bezahlen, damit wir am Ende des Monats nicht aus finanziellen Gründen fasten müssen. Die Pfandhäuser sind ja leider geschlossen. Ihre "Hilfe" ist keine Hilfe, sondern ein Schlag ins Gesicht aller Solo-Selbstständigen. Deutschland macht uns Freiberuflern das Leben unnötig schwer und wir fallen durchs Netz. Wir wären in den USA im Moment besser aufgehoben.

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