Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

Wohnraum ist existenziell für jeden Menschen. Eine Wohnung gewährleistet Sicherheit und Freiheit. Sie bietet Privatsphäre, Raum zum Denken. Sie ist der Grundbaustein eines würdevollen Lebens.

Nicht umsonst ist die Unverletzlichkeit der Wohnung in Artikel 13, Absatz 1 des Grundgesetztes verankert, denn ohne diese, kann Artikel 1, Absatz 1 des Grundgesetzes, welcher besagt, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, nicht mehr gewährleistet werden.

Auf dem Norderstedter Wohnungsmarkt präsentiert sich ein Marktversagen: Die Anzahl der Bauunternehmerinnen beschränkt sich auf einige wenige, welche als Bauherreninnen von unrentablem Wohnungsbau nicht begeistert sind. Dadurch gibt es kaum mehr bezahlbaren Wohnraum trotz viel unsanierten Leerstands, sodass die Mieten stetig steigen. In einem Zeitraum von fünf Jahren wird ein Minus an 4500 bezahlbaren Wohnungen prognostiziert. Das zeigt, dass der Schlüssel des 30 prozentigen Anteils von bezahlbaren Wohnungen nicht aufgeht, weshalb wir, um der Entwicklung entgegen zu wirken, eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft brauchen.

Die überteuerten Immobilien schaden auch der Infrastruktur, da viele niedrig dotierte Berufe dringend benötigt werden, die entsprechenden Personen aber wegen Geldmangels in preisgünstigere Gegenden ziehen. Ein bedeutender Teil der Flächen befindet sich in städtischer Hand und mit der Lage Norderstedts im Hamburger Speckgürtel und konstanten Wachstumszahlen sollten bei der Nachfrage keine Bedenken bestehen, wenn die Stadt beginnt, sich am Wohnungsbau zu beteiligen. Kommunen sind dazu angehalten, bei einem wirtschaftlichen Marktversagen einzugreifen!

Darum fordere ich eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft für einen Umgang mit den Bauunternehmer*innen auf Augenhöhe! Norderstedt darf sich als zukunftsorientierte Stadt nicht länger in Abhängigkeit begeben, sondern soll sich gemeinsam als Kommune für alle, die aus unserer Stadt verdrängt werden, stark machen!

Begründung

Die Unverletzlichkeit der Wohnung ist ein Grundrecht. Sie sichert die Würde des Menschen und bietet Freiheiten, wie Privatsphäre und Raum zum Denken.

Auf dem Norderstedter Wohnungsmarkt steigen die Mieten in für viele unbezahlbare Höhen. Es werden jährlich ungefähr 900 Wohnungen mehr fehlen. Damit zeichnet sich ein Marktversagen ab. Da Kommunen dazu angehalten sind, bei einem Marktversagen einzugreifen, muss eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft ins Leben gerufen werden. Diese ermöglicht einen Umgang mit den Bauherren*innen auf Augenhöhe. Mit dieser können wir für die Zukunft rüsten. Denn teures Wohnen ist auch für die Infrastruktur schädlich. Viele Menschen mit Berufen in denen man wenig verdient werden in Norderstedt dringend gebraucht, können sich hier aber einfach keine Wohnung leisten.

Norderstedt kann mit einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Gewinn machen, auch wenn die Mieten in einem angemessenen Rahmen gehalten werden. Das würde die Bürger unserer Stadt zusätzlich entlasten. Bezahlbar ist das ganze so oder so, da Norderstedt über viel Geld verfügt, womit mögliche, wenn auch sehr unwahrscheinliche, Rückschläge gut verkraftbar wären.

Die Maßnahme die zurzeit angewandt wird, ist der 30-prozentige Anteil an bezahlbaren Wohnungen. Dies reicht uns aber nicht, weil der Schlüssel nicht aufgeht, da er sich nur auf Geschossbau bezieht.

Die Ideen Wohnungen einfach billiger zu bauen oder zu subventionieren halten wir für unnütz, da dies Bauunternehmer nicht von dem Interesse, Geld zu verdienen, abbringt, was zur Folge hat, dass die Mieten dadurch nicht signifikant sinken.

Wir sehen in einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft die Möglichkeit, die Notlage vieler Bürger Norderstedts zu beseitigen.

Mit freundlichen Grüßen, die Linksjugend Solid Norderstedt

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Linksjugend Solid Norderstedt aus Norderstedt
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