Region: Kiel

Erhalt statt Abriss, für soziale Gerechtigkeit und Ressourcenschonung, Lornsenstraße in Kiel

Petition is addressed to:
Die Stadt Kiel
Submitted Official statements by Members of Parliament

2,752 Signatures

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  1. Launched July 2025
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Petition addressed to: Die Stadt Kiel

A shortened English version can be found below.

Die Wohnblöcke in der Lornsenstraße 52–60 in Kiel stehen vor dem Abriss, obwohl sie in hervorragendem baulichem Zustand sind. Kein Schimmel. Kein Asbest. Keine strukturellen Mängel. Alle Wohnungen sind vollständig vermietet und Teil einer gewachsenen Hausgemeinschaft, in der viele Menschen seit Jahrzehnten leben. Die geplanten Maßnahmen gefährden bezahlbaren Wohnraum, gewachsene Nachbarschaften und sie setzen ein klimapolitisch verheerendes Signal. Die Mieten des geplanten Neubaus sind für die jetzigen Mieter und sehr viele andere Wohnungssuchende nicht bezahlbar, das steht fest!
Wir fordern die Stadt Kiel, die verantwortliche Genossenschaft und die politischen Entscheidungsträger auf,

  • den geplanten Abriss der Lornsenstraße 52–60 unverzüglich zu stoppen
  • und dem gesellschaftlichen Auftrag von Genossenschaftswohnen endlich wieder gerecht zu werden.

Reason


Bezahlbarer Wohnraum in bestem Zustand und dennoch vom Abriss bedroht!
Es handelt sich hier nicht um marode Gebäude mit Gesundheitsrisiken.

Es gibt keinen Schimmel, keine Schadstoffe, keine Bausubstanzprobleme.
Die Häuser sind bewohnt, gepflegt und funktional, innen wie außen.
Ein Abriss in diesem Fall ist weder notwendig noch verantwortbar.
Ein Experte vor Ort hat kürzlich auf Nachfrage eines Mieters bestätigt, dass das Haus in einem einwandfreien Zustand ist, die Ringanker der 5 Häuser funktionieren einwandfrei und dass das Haus wahrscheinlich auch noch die nächsten 100 Jahre hier stehen könnte.

Abriss ist manchmal nötig, aber nur, wenn es keine andere Wahl gibt
Natürlich müssen Häuser weichen, wenn sie unbewohnbar, einsturzgefährdet, gesundheitsschädlich sind.
Nichts davon trifft hier zu. Hier geht es nicht um Notwendigkeit, sondern um Investitionslogik. Das darf aber bei Genossenschaftswohnungen nicht das Maß der Dinge sein.

Wer hier raus muss, findet nichts Vergleichbares mehr!
Viele der aktuellen Mieter leben hier seit 40, 50 oder mehr Jahren. Für Seniorinnen und Senioren bedeutet ein Umzug häufig den Verlust sozialer Sicherheit und im schlimmsten Fall der Schritt in die Pflegeeinrichtung.
Andere Mieter mit Migrationsgeschichte hätten kaum Chancen auf dem freien Wohnungsmarkt und sind auf diese stabile Wohnsituation dringend angewiesen.
Die geplanten Neubauten sind deutlich teurer und damit für die Meisten nicht mehr bezahlbar.

Bezahlbarer Wohnraum ist rar, es ist Wahnsinn, ihn abzureißen
In Zeiten explodierender Mieten und wachsender Wohnungsnot noch funktionierende, bezahlbare Wohnungen zu zerstören, ist nicht nur irrational, es ist unverantwortlich.
Die soziale Durchmischung im Quartier wird damit systematisch zerstört, zulasten derer, die ohnehin am wenigsten Schutz haben.

Auch die Politik darf nicht länger schweigen!
Hier geht es nicht nur um ein paar Häuser, sondern um ein Modell, das Schule machen könnte. Wenn selbst funktionierende Genossenschaftswohnungen der Abrissbirne geopfert werden, ist niemand mehr sicher vor Verdrängung.
Die Stadt Kiel und ihre Gremien müssen sich klar positionieren:
Für soziale Verantwortung, für Mieterrechte, für den Erhalt von Wohnraum.

Ein ökologisches Desaster mit Ansage!
Der geplante Abriss bedeutet eine massive Freisetzung von CO₂, unnötigen Ressourcenverbrauch, Bauabfälle und das alles nur, um Neubauten zu errichten, die ökologisch nie aufholen werden, was hier zerstört wird.
Hinzu kommt: Die grüne Innenhoffläche mit ihren alten Bäumen ist Lebensraum für zahlreiche geschützte Arten, darunter auch der Zaunkönig.
Ein Eingriff dieser Art wäre nicht nur sozial, sondern auch ökologisch eine Katastrophe.

Unser Anliegen macht längst nicht mehr nur in Kiel die Runde. Sogar bis in die Schweiz hat sich das Vorhaben herumgesprochen.
Die Organisation HouseEurope!, eine eingetragene, gemeinnützige Initiative, setzt sich europaweit für einen grundlegenden Wertewandel im Bausektor ein, sozial, ökologisch und ökonomisch. Auch sie weiß inzwischen von der Situation in der Lornsenstraße.
Wir sind ab sofort vernetzt und wir unterstützen uns gegenseitig.
Schaut euch die Arbeit von HouseEurope! an und stärkt auch ihren Einsatz für den Erhalt statt Abriss.
Das ist erst der Anfang.
Hier gehts zu HouseEurope!

*********************************************************************************************************Kommt am 7. September von 10 bis 17 Uhr in die Lornsenstraße 52–60! Freut euch auf ein buntes Programm vom Kulturverein Kiel e. V., unseren fröhlichen Nachbarschaftsflohmarkt und viele gute Gespräche. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen! Wir zählen auf euch!

Infos findest Ihr hier: https://erlebnisreicher.de/strassenfest/

Note: This is a shortened English version with key facts only. Due to space constraints, this version has been reduced.

Stop the Demolition of Lornsenstraße 52–60 in Kiel
The residential blocks at Lornsenstraße 52–60 are in excellent condition — no mold, no asbestos, no structural issues — and are fully occupied by a long-standing community. Demolition would jeopardize affordable homes, while the planned new buildings would come with significantly higher rents that many current tenants cannot afford.
We call on the City of Kiel, the housing cooperative, and political decision-makers to immediately halt the demolition, protect affordable housing, and uphold the social mission of cooperative housing. Demolition would also cause unnecessary CO₂ emissions and resource waste and remove green courtyard habitats that support protected species.

Thank you so much for your support, Bündnis für bezahlbaren Wohnraum , Kiel
Ask the initiator

Petition details

Petition started: 07/30/2025
Collection ends: 07/28/2026
Region: Kiel
Topic: Habitation

News

  • Am 25. August 2026 hat die WOGE den verbliebenen 13 langjährigen Mietparteien der Lornsenstraße 52 bis 60 gekündigt.

    Sie sollen ihre Wohnungen zum 31. Mai 2027 geräumt und besenrein übergeben. Unter den Betroffenen sind Menschen zwischen 80 und 90 Jahren, einige leben seit mehr als 60 Jahren dort.
    Die Bewohner wussten vom geplanten Abriss. Doch eine Kündigung tatsächlich in den Händen zu halten, ist etwas anderes. Am 25. August wurde aus der Angst Realität.

    Menschen lagen sich weinend in den Armen.

    Wo soll ein 90-jähriger Mensch heute noch hin?

    Auch die 27 weiteren Mietparteien sind betroffen. Ihre befristeten Verträge laufen bis 31. Dezember 2027. Auch sie müssen neuen Wohnraum suchen. Das ist auf dem angespannten Kieler Wohnungsmarkt schwer.

    Die WOGE wirbt mit „bezahlbarem Wohnen mit lebenslangem Wohnrecht“.
    Was bedeutet dieses Versprechen für Menschen, die seit 50 oder 60 Jahren Mitglied sind und mit 80 oder 90 Jahren eine Kündigung erhalten?

    Das eigene Gutachten der WOGE wirft neue Fragen auf:

    Das Gutachten stellt keine augenscheinliche akute Gefährdung fest. Die tragende Bausubstanz befindet sich laut Gutachten noch innerhalb der zu erwartenden Nutzungsdauer. Es beschreibt eine Sanierung des Bestands und bewertet diese als technisch und wirtschaftlich durchführbar.
    Zusätzlich liegen uns Gutachten und fachliche Einschätzungen von Statikern und Architekten vor, die bestätigen, dass die Gebäude sehr wohl saniert und weiter genutzt werden können.
    Wenn die Häuser sanierbar sind, warum müssen Menschen nach sechs Jahrzehnten ihre Wohnungen verlassen?

    Der Neubau wird wirtschaftlich besser bewertet, auch weil deutlich mehr Wohnfläche und zusätzliche Wohnungen entstehen. Deshalb muss unabhängig geprüft werden: Ist der Abriss wirklich notwendig oder wird der Neubau vor allem deshalb wirtschaftlich interessant, weil auf dem Grundstück wesentlich mehr gebaut werden kann?

    Und was ist mit dem Gutachten, das es früher angeblich gab?

    Nach Aussagen von Bewohnern berief sich die WOGE über Jahre auf ein Gutachten, das eine Sanierung aufgrund der baulichen Gegebenheiten und der Bodenverhältnisse als nicht möglich dargestellt habe. Trotz mehrfacher Nachfrage wurde dieses Gutachten den Mitgliedern nie vorgelegt.
    Beim Besuch des damaligen Oberbürgermeisterkandidaten Gerrit Derkowski wurde erklärt, ein solches Gutachten existiere gar nicht.

    Später soll die WOGE gegenüber den Kieler Nachrichten erklärt haben, sie habe nie behauptet, dass es ein Gutachten gegeben habe.
    Was stimmt nun?

    Gab es dieses frühere Gutachten oder nicht? Warum wurde es nie vorgelegt?

    KIEL UND DIE VERSCHWENDUNG VON RESSOURCEN
    In den bestehenden Gebäuden steckt enorme graue Energie. Ein Abriss vernichtet diese Ressourcen.
    Warum abreißen, was noch genutzt und saniert werden kann?
    Die Lornsenstraße verfügt über gewachsene Grünstrukturen und Bäume. Geklärt werden muss, was bleibt und was versiegelt wird.

    Klimaschutz bedeutet nicht nur, Neues zu schaffen. Klimaschutz bedeutet auch, Vorhandenes zu erhalten.

    HERR OBERBÜRGERMEISTER DR. SAMET YILMAZ: JETZT MÜSSEN IHREN WORTEN TATEN FOLGEN!

    Sie haben erklärt: „Klimaschutz und bezahlbares Wohnen gehören für mich zusammen.“ Am 5. August sagten Sie: „Jeder entsiegelte Quadratmeter, jede neue Grünfläche und jeder klimaangepasste Park machen Kiel lebenswerter.“

    Dann handeln Sie jetzt!

    Wir erwarten, dass Sie sich für den Erhalt der Lornsenstraße einsetzen und eine unabhängige Prüfung der Sanierung unterstützen.
    Es ist enttäuschend, dass Sie trotz Kenntnis der Situation bisher nicht ansprechbar sind.

    Herr Yilmaz, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, Verantwortung zu übernehmen.

    AUCH AN DIE WOGE

    Wir fordern, die Kündigungen zurückzunehmen und die Sanierung ernsthaft und unabhängig prüfen zu lassen, nicht nur durch ein für die WOGE tätiges Architekturbüro.

    Die betroffenen Mietparteien werden anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen und den Rechtsweg ausschöpfen, notfalls bis zur letzten Instanz.

    Wie wird ein Gericht die Situation eines 90-jährigen Menschen bewerten, der nach sechs Jahrzehnten in einer Genossenschaft seine Wohnung verlieren soll?

    JETZT IST DIE ÖFFENTLICHKEIT GEFRAGT!
    Wenn ihr bezahlbaren Wohnraum, ältere Menschen und Klimaschutz unterstützen wollt, macht mit.

    Schreibt an: abriss.verhindern@gmail.com

    Teilt das Thema überall. Weitere Aktionen sind geplant.

    Halb Kiel müsste jetzt auf die Straße gehen.

    Für bezahlbaren Wohnraum, alte Menschen, sanierungsfähige Häuser und Klimaschutz.

    ERHALTEN STATT ABREISSEN.

    KLIMASCHUTZ STATT VERSCHWENDUNG GRAUER ENERGIE.

    Sonst bist Du vielleicht der Nächste, der seine Wohnung verliert!

    Es ist enttäuschend, dass nicht einmal die Hälfte der angeschriebenen Politikerinnen und Politiker auf unsere Petition geantwortet hat. Kein Wunder, wenn sich Menschen von der Politik abwenden.

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Ratsversammlung geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.
    Bisher haben 5 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.
    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/erhalt-statt-abriss-fuer-soziale-gerechtigkeit-und-ressourcenschonung-lornsenstrasse-in-kiel
  • openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Ratsversammlung eine persönliche Stellungnahme angefordert.
    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/erhalt-statt-abriss-fuer-soziale-gerechtigkeit-und-ressourcenschonung-lornsenstrasse-in-kiel

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.
    Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.

    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.
    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.
    Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich überwiegend aus Kleinspenden unserer Nutzer.

Es gibt kein sinnvolles und nachvollziehbares Agument, intakten Wohnraum abzureißen und den Menschen ihr Zuhause zu nehmen. Die Verantwortlichen handeln intransparent....

No CONTRA argument yet.

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