Neuigkeiten
-
Die Petition wurde eingereicht
am 28.08.2026Am 25. August 2026 hat die WOGE den verbliebenen 13 langjährigen Mietparteien der Lornsenstraße 52 bis 60 gekündigt.
Sie sollen ihre Wohnungen zum 31. Mai 2027 geräumt und besenrein übergeben. Unter den Betroffenen sind Menschen zwischen 80 und 90 Jahren, einige leben seit mehr als 60 Jahren dort.
Die Bewohner wussten vom geplanten Abriss. Doch eine Kündigung tatsächlich in den Händen zu halten, ist etwas anderes. Am 25. August wurde aus der Angst Realität.Menschen lagen sich weinend in den Armen.
Wo soll ein 90-jähriger Mensch heute noch hin?
Auch die 27 weiteren Mietparteien sind betroffen. Ihre befristeten Verträge laufen bis 31. Dezember 2027. Auch sie müssen neuen Wohnraum suchen. Das ist auf dem angespannten Kieler Wohnungsmarkt schwer.
Die WOGE wirbt mit „bezahlbarem Wohnen mit lebenslangem Wohnrecht“.
Was bedeutet dieses Versprechen für Menschen, die seit 50 oder 60 Jahren Mitglied sind und mit 80 oder 90 Jahren eine Kündigung erhalten?Das eigene Gutachten der WOGE wirft neue Fragen auf:
Das Gutachten stellt keine augenscheinliche akute Gefährdung fest. Die tragende Bausubstanz befindet sich laut Gutachten noch innerhalb der zu erwartenden Nutzungsdauer. Es beschreibt eine Sanierung des Bestands und bewertet diese als technisch und wirtschaftlich durchführbar.
Zusätzlich liegen uns Gutachten und fachliche Einschätzungen von Statikern und Architekten vor, die bestätigen, dass die Gebäude sehr wohl saniert und weiter genutzt werden können.
Wenn die Häuser sanierbar sind, warum müssen Menschen nach sechs Jahrzehnten ihre Wohnungen verlassen?Der Neubau wird wirtschaftlich besser bewertet, auch weil deutlich mehr Wohnfläche und zusätzliche Wohnungen entstehen. Deshalb muss unabhängig geprüft werden: Ist der Abriss wirklich notwendig oder wird der Neubau vor allem deshalb wirtschaftlich interessant, weil auf dem Grundstück wesentlich mehr gebaut werden kann?
Und was ist mit dem Gutachten, das es früher angeblich gab?
Nach Aussagen von Bewohnern berief sich die WOGE über Jahre auf ein Gutachten, das eine Sanierung aufgrund der baulichen Gegebenheiten und der Bodenverhältnisse als nicht möglich dargestellt habe. Trotz mehrfacher Nachfrage wurde dieses Gutachten den Mitgliedern nie vorgelegt.
Beim Besuch des damaligen Oberbürgermeisterkandidaten Gerrit Derkowski wurde erklärt, ein solches Gutachten existiere gar nicht.Später soll die WOGE gegenüber den Kieler Nachrichten erklärt haben, sie habe nie behauptet, dass es ein Gutachten gegeben habe.
Was stimmt nun?Gab es dieses frühere Gutachten oder nicht? Warum wurde es nie vorgelegt?
KIEL UND DIE VERSCHWENDUNG VON RESSOURCEN
In den bestehenden Gebäuden steckt enorme graue Energie. Ein Abriss vernichtet diese Ressourcen.
Warum abreißen, was noch genutzt und saniert werden kann?
Die Lornsenstraße verfügt über gewachsene Grünstrukturen und Bäume. Geklärt werden muss, was bleibt und was versiegelt wird.Klimaschutz bedeutet nicht nur, Neues zu schaffen. Klimaschutz bedeutet auch, Vorhandenes zu erhalten.
HERR OBERBÜRGERMEISTER DR. SAMET YILMAZ: JETZT MÜSSEN IHREN WORTEN TATEN FOLGEN!
Sie haben erklärt: „Klimaschutz und bezahlbares Wohnen gehören für mich zusammen.“ Am 5. August sagten Sie: „Jeder entsiegelte Quadratmeter, jede neue Grünfläche und jeder klimaangepasste Park machen Kiel lebenswerter.“
Dann handeln Sie jetzt!
Wir erwarten, dass Sie sich für den Erhalt der Lornsenstraße einsetzen und eine unabhängige Prüfung der Sanierung unterstützen.
Es ist enttäuschend, dass Sie trotz Kenntnis der Situation bisher nicht ansprechbar sind.Herr Yilmaz, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, Verantwortung zu übernehmen.
AUCH AN DIE WOGE
Wir fordern, die Kündigungen zurückzunehmen und die Sanierung ernsthaft und unabhängig prüfen zu lassen, nicht nur durch ein für die WOGE tätiges Architekturbüro.
Die betroffenen Mietparteien werden anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen und den Rechtsweg ausschöpfen, notfalls bis zur letzten Instanz.
Wie wird ein Gericht die Situation eines 90-jährigen Menschen bewerten, der nach sechs Jahrzehnten in einer Genossenschaft seine Wohnung verlieren soll?
JETZT IST DIE ÖFFENTLICHKEIT GEFRAGT!
Wenn ihr bezahlbaren Wohnraum, ältere Menschen und Klimaschutz unterstützen wollt, macht mit.Schreibt an: abriss.verhindern@gmail.com
Teilt das Thema überall. Weitere Aktionen sind geplant.
Halb Kiel müsste jetzt auf die Straße gehen.
Für bezahlbaren Wohnraum, alte Menschen, sanierungsfähige Häuser und Klimaschutz.
ERHALTEN STATT ABREISSEN.
KLIMASCHUTZ STATT VERSCHWENDUNG GRAUER ENERGIE.
Sonst bist Du vielleicht der Nächste, der seine Wohnung verliert!
Es ist enttäuschend, dass nicht einmal die Hälfte der angeschriebenen Politikerinnen und Politiker auf unsere Petition geantwortet hat. Kein Wunder, wenn sich Menschen von der Politik abwenden. -
Vier Wochen mehr für die Antworten vom Parlament
am 14.07.2026openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Ratsversammlung geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.
Bisher haben 5 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.
Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
www.openpetition.de/petition/stellungnahme/erhalt-statt-abriss-fuer-soziale-gerechtigkeit-und-ressourcenschonung-lornsenstrasse-in-kiel
-
Jetzt ist das Parlament gefragt
am 17.06.2026openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Ratsversammlung eine persönliche Stellungnahme angefordert.
Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
www.openpetition.de/petition/stellungnahme/erhalt-statt-abriss-fuer-soziale-gerechtigkeit-und-ressourcenschonung-lornsenstrasse-in-kiel
Warum fragen wir das Parlament?
Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.
Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.
Was können Sie tun?
Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.
Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.
Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich überwiegend aus Kleinspenden unserer Nutzer.