Für eine speicherbasierte Energiewende - keine fossile Gaskraftwerkoffensive auf Vorrat

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

263 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet Mai 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Petition an die Bundesregierung, das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie den Deutschen Bundestag

Die Bundesregierung plant unter Leitung von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche den Neubau zahlreicher Gaskraftwerke mit einer Gesamtkapazität von rund 20 Gigawatt. Diese sollen künftig zur Absicherung der Stromversorgung beitragen.

Ob diese Kraftwerke wasserstofftauglich (H₂-ready) ausgelegt werden sollen, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Unter Robert Habeck gab es verbindliche Vorgaben zur Umrüstbarkeit – solche Verpflichtungen sind unter Ministerin Reiche bisher nicht öffentlich benannt worden.

Wir fordern ein Moratorium für diese Planungen – bis eine unabhängige Bedarfsanalyse unter Einbezug von realen Ausbauzahlen erneuerbarer Energien und Speichertechnologien vorliegt.

Begründung:

1. Überdimensionierte Kapazitätsplanung
Die angenommene Versorgungslücke basiert auf konservativen Annahmen. Aktuelle Entwicklungen zeigen ein exponentielles Wachstum bei Wind- und Solarstrom sowie beim Ausbau von Stromspeichern, Demand Side Management und Netzintelligenz. Studien des Fraunhofer ISE und des Öko-Instituts belegen, dass ein wesentlich geringerer Backup-Bedarf besteht – insbesondere bei ambitionierter Nutzung von Flexibilitätsoptionen.

2. Kostenintensive Fehlsteuerung
Gaskraftwerke mit oder ohne H₂-Tauglichkeit sind teure Investitionen. Sie würden über Jahre mit fossilem Erdgas betrieben – bei gleichzeitig absehbarem Speicherwachstum. Das birgt nicht nur klimapolitische Risiken, sondern auch strukturelle Fehlanreize.

3. Verdrängung nachhaltiger Alternativen
Investitionen in fossile Kraftwerksstrukturen binden finanzielle und politische Ressourcen, die für Speicher, Sektorkopplung, Digitalisierung und Netzausbau dringend gebraucht werden. Es besteht die Gefahr, dass die Transformation verlangsamt und Pfadabhängigkeiten zementiert werden.

4. Zeitzwang und politische Vorfestlegung
Es ist zu befürchten, dass bereits im Jahr 2025 erste Verträge für neue Gaskraftwerke abgeschlossen werden. Ministerin Reiche hat mehrfach auf schnelle Umsetzung und Investitionssicherheit gedrängt. Das birgt die Gefahr von Vorfestlegungen mit jahrzehntelanger Wirkung – ohne ausreichende parlamentarische und gesellschaftliche Kontrolle.

5. Politischer Kurswechsel gegenüber Habeck-Strategie
Unter Bundesminister Robert Habeck wurden flexible Reservekapazitäten auf ein notwendiges Maß begrenzt und mit klarer Priorität auf Speichertechnologien verknüpft. Die neue Linie unter Ministerin Reiche kehrt diesen Ansatz um: fossile Infrastruktur wird als Brücke verankert, ohne ausreichenden Blick auf Speicherdynamik und Effizienzsteigerung.

Unsere Forderungen:
   •   Sofortiger Planungs- und Vergabestopp für Gaskraftwerke ohne nachgewiesenen Bedarf
   •   Unabhängige Überprüfung durch das Fraunhofer ISE oder Öko-Institut, unter Berücksichtigung von Speicher- und EE-Ausbau
   •   Vorrang für nicht-fossile Reserveoptionen wie Speicher, Demand Side Response und dezentrale Erzeugung
   •   Untersuchung möglicher Interessenkonflikte im Zusammenhang mit der Rolle von Ministerin Reiche (ehemals DVGW, Hydrogen Europe)

Begründung

Während Speicher und Erneuerbare rasant zulegen, will die Regierung Gaskraftwerke auf Verdacht bauen – ohne klare Bedarfsprüfung.

Das ist teuer, klimapolitisch riskant und blockiert den Fortschritt.

Wir fordern: Erst den Bedarf prüfen – dann entscheiden. Für eine Energiezukunft mit Verantwortung, nicht mit fossilem Rückschritt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jan-Henrik Gehrlein, Bleckede
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 24.05.2025
Sammlung endet: 23.11.2025
Region: Deutschland
Kategorie: Energie

Es kann nicht sein, dass im Zeitalter der Energiewende, die Wirtschaftsministerin nur an die Lobbyisten denkt, an ihr Geld und die Steuergelder werden dafür noch benutzt. Das kann man deswegen nicht unterstützen, wir benötigen zwingend die Energiewende.

ein Geschäftsmodell, das auf dauerhafter staatlicher Subvention basiert, hat langfristig keine Überlebenschance. Die EPA der USA stellen die Klimawissenschaft wieder vom Kopf auf die Füße. Die CO2-Emissionen werden nicht mehr als klimaschädliche Luftverschmutzung verteufelt, sondern das CO2-Spurengas in der Atmosphäre wird wieder als notwendige Komponente für alles Leben auf der Erde beschrieben. Deshalb weg mit dieser Petition, weg mit dem EEG, weg mit der Energiewende.

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