Liebe Europäerinnen und Europäer, liebe Christinnen und Christen, liebe Ordensfrauen und Ordensmänner,

Weltweit waren 2017 rund 68,5 Millionen Menschen wegen Krieg, Gewalt und Verfolgung auf der Flucht. Der Zugang zum Recht auf Asyl in Europa wird zunehmend versperrt, immer weniger Menschen finden in Europa Schutz. Rettungsboote werden nicht mehr in Häfen angenommen, deren Beschlagnahmung diskutiert, in Ungarn ein Gesetz verabschiedet, das die Hilfe für Flüchtlinge unter Strafe stellt, große Lager, deren Unmenschlichkeit sich u.a. in Lesbos zeigt, als Lösung favorisiert. In unserem eigenen Land wird der Rechtsruck immer deutlicher, und Populisten bestimmen das politische Geschehen.

In diesen Tagen treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU zu ihrem Gipfel.

Mit diesem Appell wollen wir unsere Stimme erheben und eine humanitäre Politik einfordern, die die geflüchteten Menschen und ihre Not sieht, die unsere europäischen Ressourcen und Möglichkeiten in den Blick nimmt und sie in den Dienst an den Menschen stellt.

Wir fordern einen humanitären Umgang mit den Geflüchteten und wenden uns gegen eine Politik der Abschottung und Internierung in Lagern an den Rändern Europas oder in den Herkunftsländern.

Gleichzeitig bitten wir Sie, sich mit uns in einer Gebetskette zu verbinden. Im gemeinsamen Gebet der Pfingstsequenz bitten wir um eine humanitäre Flüchtlingspolitik.

Komm herab, o Heil‘ger Geist, der die finstre Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt.

Wärme du, was kalt und hart, löse, was in sich erstarrt, lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.

Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit.

In Verbundenheit, Ihre Steyler Missionsschwestern/Dreifaltigkeitsprovinz

Petition für einen humanitären Umgang mit den Geflüchteten

Sehr geehrter Herr Jean-Claude Juncker, sehr geehrte Staats- und Regierungschefs, mit großer Besorgnis nehmen wir das politische Geschehen der letzten Wochen und vor allem die zunehmende Verhärtung in der Asylpolitik wahr. Als Menschen, denen es nicht egal ist, in welchem Europa sie leben, wenden wir uns mit dieser Petition eindringlich an die EU-Kommission und fordern einen humanitären Umgang mit allen Geflüchteten. Wir unterstützen das Bemühen einer europäischen Lösung und stellen uns gegen jede Form einer Abschottungspolitik und Internierung von Menschen in Lagern innerhalb und außerhalb Europas.

Begründung

Die Nachrichten der letzten Wochen und die politischen Ereignisse der letzten Tage rufen uns auf, aus unserem christlichen Selbstverständnis heraus und aus Humanität für ein Europa, das sich seiner weltweiten Verantwortung bewusst ist, unsere Stimme zu erheben.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Steyler Missionsschwestern aus Mönchengladbach
Frage an den Initiator

Diese Petition wurde bereits in folgende Sprachen übersetzt

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Pro

Halten wir die drei Forderungen der Petition fest: - humanitärer Umgang mit allen Geflüchteten - europäische Lösung - keine Abschottungspolitik und keine Internierung von Menschen in Lagern. Ich unterstütze alle drei Forderungen ergänze zwei: Alle "Akteure" an allen "Stellen" der Welt sind dazu aufgefordert, sich auch den Fluchtursachen ernsthaft - und nicht nur mit Worten - entgegen zu stellen und das Recht auf Leben und lebenswerter Lebensbedingungen (Erfüllung der Existenzbedürfnisse, Achtung persönlicher Freiheitsrechte) aller zu wahren, kurz: Leben und leben lassen!

Contra

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten! Ungarn möchte natürlich nicht die Hilfe für Flüchtlinge bestrafen. Sie werden ein Gesetz gegen Schlepperorganisation (NGO) erlassen. Also bitte bei der Wahrheit bleiben, liebe Schwestern...

Warum Menschen unterscheiben

  • vor 3 Std.

    Die Gesinnung der meisten Politiker den Flüchlingen gegenüber ist menschenverachtend. Es ist mir wichtig, zunzeigen, dass es auch eine andere, solidarische Haltung gibt!

  • vor 7 Std.

    Ich bin zutiefst betroffen über die rasche negative Veränderung der öffentlichen Meinung zum Thema Migration und vor allen zu den Menschen, die Europa als sicheren Ort erkennen möchten. Seit vielem Jahren arbeite ich mit Flüchtlingen und kenne ihre Ängste und Not. Ich schäme mich für Europa, das weltweit immer noch als "christlicher Kontinent" gilt.

  • vor 9 Std.

    Ich bin vor ungefähr 20 Jahren aus meiner Heimat Afghanistan nach Österreich geflüchtet.

  • vor 9 Std.

    Die Liebe muss sich organisieren, denn der Hass organisiert sich schon.

  • vor 1 Tag

    Weil wir eine gute Lösung für das Flüchtlingsproblem in Europa finden müssen.

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