Gegenentwurf zum energiepolitischen Schnellschuss der Bundesregierung

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

1 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

1 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

  1. Gestartet 2023
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Diese Petition ist ein Gegenentwurf zum Schnellschuss der Bundesregierung bei der Heizungserneuerungsthematik. Wir fordern eine wesentlich effizientere und gleichzeitig für alle wesentlich preiswertere Lösung durch kommunale Großwärmepumpenanlagen, gekoppelt mit weiteren regenerativen Energieträgern (siehe Sektorkopplung weiter unten). Ich schätze hier eine Beispielanlage mit 67,2 Megawatt ab, erstellt aus 56 verteilten Pumpenkaskaden Anlagen mit je 1200 Kilowatt.
Siehe auch: Anlage in Österreich mit 110 Megawatt
https://www.wienenergie.at/ueber-uns/meilensteine/2022-spatenstich-fur-grosswarmepumpe-bei-klaranlage-in-simmering/

Begründung

Am Beispiel einer Kleinstadt mit 50.000 Haushalten wird erläutert, warum diese Petition Sinn macht:
Die Aufwände von 50.000 Privathaushalten für die Heizungserneuerung durch vergleichsweise ineffiziente Kleinwärmepumpen (Luft-Luft oder Luft-Wasser) liegen bei ca. 50.000*20.000 Euro, also 1 Milliarde Euro. Die Lebensdauer solcher Kleinwärmepumpen liegt bei 15 bis 20 Jahren, wonach die Entsorgung erneut Kosten und riesige Aufwände verursacht. Das Entweichen klimaschädlicher oder giftiger Kältemittel ist dabei ein ernst zu nehmendes Problem. Zuzüglich entstehen für die Privathaushalte während der Lebensdauer Kosten für Wartung und Reparaturen und es entstehen in diesem Beispiel bereits zehntausende neuer Lärmquellen, die in Summe störender sind, als jeder Windpark.
Der Gegenentwurf:
Das Erdreich ist bekanntlich ein riesiger Energiespeicher. Mithilfe von Sole-Wasser-Wärmepumpen lässt sich diese Energie in Heizwärme oder für die Warmwasserbereitung umwandeln.
Das Leistungsspektrum von heutigen Standard-Großwärmepumpen reicht von 27 bis 240 Kilowatt Nenn-Wärmeleistung. Die Nenn-Wärmeleistung lässt sich dank Kaskadenfunktion auf bis zu 1.200 Kilowatt erhöhen, also auf 28.800 kWh pro Tag oder 10.512.000 kWh pro Jahr pro Anlage.

Dies genügt grob überschlagen zur Abdeckung des Wärmebedarfs von 900 durchschnittlichen Haushalten in den Wintermonaten (Heizung und Warmwasser 6000kWh) und 1.800 durchschnittlichen Haushalten in den Sommermonaten (Warmwasser 3000kWh) im Spitzenlastbetrieb (alle heizen/wärmen gleichzeitig).
Geht man von einer statistischen Normalverteilung der Wärmeanforderung aus, so liegt die Anzahl der versorgbaren Haushalte deutlich höher.
Eine umweltfreundliche und klimaneutrale, kommunale Wärmeversorgung von 50.000 Haushalten benötigt somit maximal etwa 50.000 / 900 = 56 auf dem kommunalen Gebiet verteilte und wasserrechtlich genehmigungsfähige, große Erdwärmebohrungen, mit angeschlossenen Großwärmepumpenanlagen, die mit ungefährlichen, natürlichen Kältemitteln, wie Propan, betrieben werden müssen, um zweifelsfrei klimaneutral zu sein.
Verluste im Fernwärmenetz fallen wegen hier geringer Leitungslängen (ca. 1km pro Strang) und guter Isolierung gering aus.
Die Kosten belaufen sich nach uns vorliegenden Informationen im Bereich von ca. 10 Millionen Euro für die Erdbohrungen, und ca. 20 Millionen Euro für die Wärmepumpenanlagen. Die Kosten für das kommunale Fernwärmenetz liegen je nach Besiedlungsdichte und Bebauung bei etwa 1 Million Euro pro 100 Gebäude oder 10.000 Euro pro Gebäude.
Es wird dafür plädiert, dass die Investitionen der Kommunen bzw. der kommunalen Versorgungsunternehmen zu 50% vom Bund gefördert werden und dass die verbleibenden 50% der Anschlussgebühren (ca. 10.000 Euro * 50% = 5.000 Euro pro Gebäude) durch die Kommunen und Privathaushalte finanziert werden. Die Privathaushalte zahlen nach Anschluss einen üblichen Messpreis von ca. 15 Euro monatlich und die einmalige Anschlussgebühr. Dadurch werden 40% der Netz-Investitionen der Kommunen bzw. der kommunalen Versorgungsunternehmen abgedeckt (5.000 Euro * 40% = 2.000 Euro).
Vorteil dieses Modells:

  • für den Privathaushalt: auch mit einmaliger Anschlussgebühr eine deutlich geringere monatliche Belastung, als bei privater Heizungserneuerung
  • sehr günstiger Preis pro kWh (5 bis 10 ct), da extrem effiziente Technologie und da die Investitionen in Erdwärmebohrungen und Wärmepumpenanlagen pro Haushalt gering sind (ca. 30.000.000 Euro / 50.000 Haushalte = 600 Euro pro Haushalt). Der günstige Preis pro kWh kompensiert zum Teil die Anschlussgebühr
  • höhere Akzeptanz und Rechtssicherheit und weniger besorgte bzw. verschuldete Bürger,
  • sehr umweltfreundliche, zentral gewartete, sehr langlebige und extrem effiziente Wärmeinfrastruktur
  • Wärmeverbrauchsmessung über handelsübliche Durchflussmessgeräte, d.h. in den Haushalten nachvollziehbarer und planbarer Verbrauch

Je nach Anforderungen erreichen Großwärmepumpen Vorlauftemperaturen von bis zu 73 Grad Celsius. Damit werden die meisten Anforderungen aus Wohnungsbau und Gewerbe sowie sogar Hygienevorschriften für die Erwärmung von Trinkwasser erfüllt.
Erdkollektoren und Erdsonden haben eine sehr lange Lebensdauer. Die Geräte sind äußerst wartungsarm, da nur wenige bewegliche Komponenten verbaut werden.
In warmen Sommermonaten lässt sich eine Sole-Wasser-Wärmepumpe auch zum Natural Cooling nutzen, eine energiesparende und kostengünstige Methode zur Gebäudekühlung.
Experten sehen ein großes Potenzial, die von der Bundesregierung angestrebten Klimaziele doch noch zu erreichen, durch Sektorkopplung, d.h. die Zusammenlegung von Strom- und Wärmemarkt. Der Hintergrund dieser Vision ist der immer größer werdende Anteil an sauberem Strom.
Wind- und Photovoltaik-Anlagen produzieren schon heute so viel elektrische Energie, dass sie zwischendurch abgeschaltet werden müssen, um das Stromnetz nicht zu destabilisieren. Diesen Überschussstrom mithilfe von Wärmepumpen zu nutzen, ist das große Vorhaben vieler Experten.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 11.05.2023
Sammlung endet: 12.05.2024
Region: Deutschland
Kategorie: Energie

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team
  • Sehr geehrte Unterstützende,

    die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

    Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern