Region: Tyskland
Kultur

Hilfen für Freiberufler und Künstler während des "#Corona-Shutdowns"

Petitionen behandles
Bundesfinanzminister Olaf Scholz
290.293 Støtter
Petitionen har bidraget til succes
  1. Startede marts 2020
  2. Samlingen er afsluttet
  3. Indsendt den 18-06-2020
  4. Dialog
  5. Succes

Petitionen var vellykket!

UPDATE 24.04.2020 Die Zeichnungsfrist der untenstehenden Petition wurde bis Mitte Mai 2020 verlängert. Zwar sind inzwischen etliche Maßnahmenpakete auf den Weg gebracht und damit auch schon einige Betroffene erreicht worden, aber dennoch fallen zum einen tausende FreiberuflerInnen, KünstlerInnen, Kultur- und Kreativschaffende noch immer durch sämtliche Raster, und zum anderen gibt es weiterhin keine bundeseinheitlichen Regelungen. Ich nehme dazu auch in meinen Videos zur Petition Stellung, zuletzt am 20.04.2020 (https://youtu.be/mOdXq4XD5CE). Deshalb gilt der nun folgende Petitionstext auch weiterhin.

Das Corona-Virus grassiert und damit gehen zahlreiche Maßnahmen einher. Unabhängig davon, ob diese gerechtfertigt sind oder nicht, haben sie unmittelbare Auswirkungen, nicht nur auf betroffene Firmen, Unternehmen, Gesellschaften u.ä., sondern - im Fall von Absagen von Veranstaltungen wie Konzerten, Messen, Aufführungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern u.a. - auch auf etliche Freiberufler, die von den Einnahmen aus solchen Veranstaltungen ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Aufgrund dieser Freiberuflichkeit leben viele dieser Künstlerinnen und Künstler (Sänger, Instrumentalistinnen, Veranstaltungs- und Bühnentechniker, Fotografinnen, Filmkünstler, freie Autorinnen und Autoren und Journalisten etc., aber letztlich jeder freiberuflich Tätige, von der Tagesbetreuung und der Jugendarbeit bis hin zu vielen MitarbeiterInnen in Museen und Gedenkstätten, ja selbst VeranstalterInnen von Events, Konzerten, Festivals etc. sind oft Freiberufler; siehe Schlussbemerkung) ohnehin am Rand des Existenzminimums [1], aber durch die derzeitige massenhafte Absage von Veranstaltungen drohen sie über diesen Rand gestoßen zu werden.

Dabei greifen auch nicht die gesetzlichen Regelungen für den Verdienstausfall [2]. Diese treffen nur zu, wenn man selbst in Quarantäne muss. Wie bei allen anderen Menschen laufen aber Rechnungen und Verbindlichkeiten uneingeschränkt weiter, muss Miete, Strom, Lebensunterhalt und vieles mehr gezahlt werden, hängen oftmals auch ganze Familien an diesem nun wegfallenden Einkommen.

Ich fordere daher von der Bundes- und den Landesregierungen, sich bei den angedachten Finanzhilfen und Unterstützungen nicht nur auf Unternehmen und Firmen sowie deren Angestellte, also v.a. abhängig Beschäftigte zu konzentrieren, sondern vor allem auch die mitunter wesentlich prekärere Lage der o.g. Freiberufler/Kunstschaffenden zu berücksichtigen:

Olaf Scholz, wir brauchen sofortige Finanzhilfen für Freiberufler und Menschen aus der Kreativszene, z.B. in Form von

  1. Unbürokratischen Überbrückungsgeldern z.B. in Form eines temporären (bedingungslosen) Grundeinkommens

  2. Hilfsfonds zum schnellen Ausgleich real entfallender Einnahmen, bspw. angebunden an die Künstlersozialkasse (jedoch ausdrücklich NICHT beschränkt auf deren Mitglieder, da alle FreiberuflerInnen gleichermaßen betroffen sind)

  3. einer dem Kurzarbeitergeld entsprechenden Maßnahme, bei dem z.B. die Nettoeinnahmen aus dem letzten vorliegenden Steuerbescheid einer monatlichen Unterstützungszahlung durch die Finanzämter zugrunde gelegt werden

Finanzkredite oder Darlehen, selbst ohne Kopplung an Bonität & aufwendige Bewerbungsverfahren, helfen uns NICHT weiter, da viele von uns sich bereits JETZT in einer Schuldenspirale befinden. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen sind nicht in der Lage, ohne weiteres einen oder zwei Monate ohne Einnahmen zu überbrücken, wie dies in der gegenwärtigen Lage jedoch vonnöten sein könnte.

Die Gesellschaft mag für einige Zeit auf kulturelles Leben verzichten können, aber tut sie es zu lang, könnte am Ende niemand mehr da sein, der es wieder aufleben lassen könnte. Deshalb: Vergesst die Kunstszene und Freiberufler nicht!

Begrundelse

Richard von Weizsäcker: „Kultur kostet Geld. Sie kostet vor allem deshalb, weil der Zugang zu ihr nicht in erster Linie durch einen privat gefüllten Geldbeutel bestimmt sein darf. (…)

Substantiell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe des öffentlichen Haushaltes zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. (...)

Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder nach Belieben streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere innere Überlebensfähigkeit sichert.“

Derzeit ist die Überlebensfähigkeit derjenigen in akuter Gefahr, die diesen "geistigen Boden" für die "innere Überlebensfähigkeit" tagtäglich beackern und bereiten! Die Existenzen unzähliger KünstlerInnen und Freiberufler stehen vor dem Aus, wenn nicht seitens der Politik möglichst schnell und unbürokratisch geholfen wird.

Sichern Sie mit Ihrer Unterschrift das Überleben der Kulturnation Deutschland! Tausende KünstlerInnen und andere Freiberufler (und Konzertbesucher, Ausstellungsbesucherinnen, Musikliebhaber etc.) werden es Ihnen danken!

Quellen:

Schlußbemerkungen:

Diese Petition wurde von einem freiberuflichen Sänger gestartet, sie hat daher zu Beginn den Fokus auf KünstlerInnen aller Art, aber doch vor allem aus dem Bereich der Musik gelegt. Natürlich ist die Lage für fast alle Freiberufler prekär, ich bitte jedoch um Verständnis, daß ich sicherlich nicht erschöpfend alle betreffenden Berufsgruppen oder -bezeichnungen erwähnt habe. Die entsprechende Liste wäre wohl endlos, ich führe sie aber im Hintergrund dennoch und werde versuchen, sie bei einer Übergabe der Petition mit einzubringen. Ich bitte deshalb herzlich darum, daß sich einfach alle unter dem Begriff "Freiberufler" angesprochen fühlen mögen. Vielen Dank!

Und zum Schluß noch eine Bemerkung zum Sammelziel: dieses wird von mir immer wieder nach oben "korrigiert", damit alle, die unterschreiben möchten, auch unterschreiben können! Es hat nichts mit dem Erreichen des Petitionsziels zu tun (das ist ohnehin schon geschafft, das offiziell für eine beim Petitionsausschuß einzureichende Petition notwendige Quorum liegt bei 50.000), sondern lediglich einen psychologischen Effekt: bei einem vollen blauen Balken bzw. zu 100% erreichten Ziel glauben vielleicht potentielle Unterstützer, daß diese ihre Unterstützung nicht mehr notwendig wäre. Um dies zu vermeiden, wird das Sammelziel jeweils angepaßt. Danke für das Verständnis!

UPDATE 24.04.2020 Ich will an dieser Stelle nun doch noch eine (sicher trotzdem nicht erschöpfende) Liste der verschiedensten Berufsgruppen, die sich bei mir gemeldet haben und ebenso betroffen sind, nachreichen. Diese Petition will ausdrücklich auch deren Belange abbilden, selbst wenn in vielen Veröffentlichungen auch der Medien v.a. von KünstlerInnen und Kreativen die Rede ist (siehe dazu die erste Schlußbemerkung), und selbst wenn inzwischen einigen der Genannten bereits Hilfe zuteil geworden sein sollte.

Betroffen sind also u.a. auch (in ungeordneter Reihenfolge): - Sänger und Instrumentalisten - Musikpädagoginnen - Veranstaltungs- und Bühnentechniker, Stagemanager - Fotografinnen - Filmkünstler, Filmemacher, Kameraleute - Schauspielerinnen - freie Autorinnen und Autoren - Journalisten - Freelancer der Eventbranche - Tänzerinnen, Choreographen, Tanzlehrerinnen - DJs - Ingenieur im Abwasserbereich - HonorarlehrerInnen Musikschule / VHS / Erwachsenenbildung - Lehrkräfte Integrationskurse / Politische Bildung / DAZ / Sprachlehrer - KabarettistInnen - Grafiker, Designer - Betreiber von Fahrgeschäften / Losbuden / Marktbeschicker - ZirkusartistInnen und -pädagogInnen - Kleinkunst / Unterhaltung - unzählige Berufe im Gesundheitssektor (Osteopathie, Heilpraktiker, Fußpflege, Yoga, Physiotherapeuthen etc.) - psychologische BeraterInnen - Tourbuchung, Vermietung von Tourbussen - Dozenten für Erste Hilfe, Notfalltraining, Brandschutz - sozialer Bereich, Jugendschutz - Coaching - ÜbungsleiterInnen Sport / Erlebnispädagogik / Gesundheitstraining - Lehrkräfte Tai Chi/Qi-Gong - auf freiberufl. Basis für Haushaltwaren-, Kosmetik-, Textil- u.ä. Branchen Arbeitende (in Kaufhäusern) - Fahrlehrer - Puppenspielerinnen - Restauratoren - Kunsthistorikerinnen - MitarbeiterInnen in Museen, Gedenkstätten u.ä. - Sicherheitsbranche (Absicherung v. Events, Konzerten u.ä.) Und nicht zuletzt sogar Clubs, Veranstalter von Festivals u.a., Vereine, die in Eigeninitative Events aller Art veranstalten etc.

Quelle des Petitionsbildes: https://pixabay.com/de/illustrations/monalisa-mona-lisa-corona-virus-4893660/ Dieses wiederum offensichtlich inspiriert von: TV Boy (https://www.tvboy.it/2020/mobile-world-virus/?fbclid=IwAR2DiMfZPFkYIwMqmbG-AIrDfuBvlcdpdKiA--OEvXHstVRniuX8dG3Hzbc)

Tak for din støtte , David Erler Fra Leipzig
Spørgsmål til initiativtageren

Denne petition er blevet oversat til følgende sprog

Nyheder

  • Liebe UnterstützerInnen,

    es ist beschämend: seit März mahnen wir dringend nötige Nachbesserungen bei den Hilfsmaßnahmen an, und trotzdem ist keine Besserung in Sicht. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß es nicht am Können scheitert, sondern am erklärten Willen, wirklich paßgenau nachzusteuern. Diesen Eindruck teilen zahlreiche Verbände, etliche Oppositionspolitiker, ja sogar vereinzelte kritische Stimmen aus den Koalitionsparteien. Aber die Minister Scholz, Altmaier, Grütters etc. erweisen sich nicht nur als beratungsresistent, sondern auch als nahezu unzugänglich, wenn es um direkten Austausch und persönliche Gespräche geht. Ein beredtes Beispiel gab unlängst Wirtschaftsminister Altmaier in einer sehenswerten ZDF-Doku, in der... mere

  • Liebe Unterstützende,

    laut FOCUS Online fordern Bund & Länder Rückzahlungen der Corona-Soforthilfen. Sie sollten Betriebskosten wie Mieten für Büros decken, aber nicht die Umsatzausfälle durch entgangene Aufträge. Bei wem Letzteres der Fall ist, soll zahlen. Besonders hart trifft es somit Freiberufler, Solo-Selbstständige & Kulturschaffende.

    "Sollten Freiberufler & Solo-Selbstständige von der Rückzahlung der Corona-Soforthilfen befreit werden?" Wir von openPetition haben dazu eine Umfrage auf Facebook gemacht - gerne mitmachen, Erfahrung und Meinung teilen:
    www.facebook.com/openPetition/posts/3127929217305273

    Schön, dass Sie sich beteiligen!
    Das openPetition-Team

    PS: Wer kein Facebook nutzt, kann auch gerne seine Meinung im Debattenraum... mere

Lieber Herr Finanzminister, mit Sicherheit haben Sie keine Geldsoorgen durch die Corona Krise, aber ein kleiner Freiberufler ist auf die Monatliche Zahlung für seine Arbeit angewiesen. wenn diese Kleinen selbstständigen nicht arbeiten können sind Sie nach 2 Monaten Pleite und stehen vor der Arge. Bei diesen Leuten ist Soforthilfe geboten.

Sinn macht meiner Meinung nach ein Bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Am besten durch Bundesweiten Volksentscheid durch uns alle eingeführt. Wir sind der Souverän. Deswegen mein Aufruf: Verbreitet die Hintergründe zum BGE (Bedingungsloses Grundeinkommen) sowie den aktuellen Stand zur Durchsetzung von Bundesweiten Volksentscheiden (unter anderem: mehr Demokratie e.V. u. a.) Bedingungslose Grüße

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