Região: Alemanha
Cultura

Hilfen für Freiberufler und Künstler während des "#Corona-Shutdowns"

A petição é endereçada
Bundesfinanzminister Olaf Scholz
282.872 Apoiantes
94% alcançado 300.000 para destino de coleção
  1. Começado 11-03-2020
  2. Coleção ainda 17 dias
  3. Submissão
  4. Diálogo com destinatário
  5. Decisão
Eu concordo que meus dados Salvo ser. O peticionário pode significar Nome e local ver e encaminhar para o Petitionsempfänger. Eu posso dar esse consentimento a qualquer momento revogada.

Das Corona-Virus grassiert und damit gehen zahlreiche Maßnahmen einher. Unabhängig davon, ob diese gerechtfertigt sind oder nicht, haben sie unmittelbare Auswirkungen, nicht nur auf betroffene Firmen, Unternehmen, Gesellschaften u.ä., sondern - im Fall von Absagen von Veranstaltungen wie Konzerten, Messen, Aufführungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern u.a. - auch auf etliche Freiberufler, die von den Einnahmen aus solchen Veranstaltungen ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Aufgrund dieser Freiberuflichkeit leben viele dieser Künstlerinnen und Künstler (Sänger, Instrumentalistinnen, Veranstaltungs- und Bühnentechniker, Fotografinnen, Filmkünstler, freie Autorinnen und Autoren und Journalisten etc., aber letztlich jeder freiberuflich Tätige, von der Tagesbetreuung und der Jugendarbeit bis hin zu vielen MitarbeiterInnen in Museen und Gedenkstätten, ja selbst VeranstalterInnen von Events, Konzerten, Festivals etc. sind oft Freiberufler; siehe Schlussbemerkung) ohnehin am Rand des Existenzminimums [1], aber durch die derzeitige massenhafte Absage von Veranstaltungen drohen sie über diesen Rand gestoßen zu werden.

Dabei greifen auch nicht die gesetzlichen Regelungen für den Verdienstausfall [2]. Diese treffen nur zu, wenn man selbst in Quarantäne muss. Wie bei allen anderen Menschen laufen aber Rechnungen und Verbindlichkeiten uneingeschränkt weiter, muss Miete, Strom, Lebensunterhalt und vieles mehr gezahlt werden, hängen oftmals auch ganze Familien an diesem nun wegfallenden Einkommen.

Ich fordere daher von der Bundes- und den Landesregierungen, sich bei den angedachten Finanzhilfen und Unterstützungen nicht nur auf Unternehmen und Firmen sowie deren Angestellte, also v.a. abhängig Beschäftigte zu konzentrieren, sondern vor allem auch die mitunter wesentlich prekärere Lage der o.g. Freiberufler/Kunstschaffenden zu berücksichtigen:

Olaf Scholz, wir brauchen sofortige Finanzhilfen für Freiberufler und Menschen aus der Kreativszene, z.B. in Form von

  1. Unbürokratischen Überbrückungsgeldern z.B. in Form eines temporären (bedingungslosen) Grundeinkommens

  2. Hilfsfonds zum schnellen Ausgleich real entfallender Einnahmen, bspw. angebunden an die Künstlersozialkasse (jedoch ausdrücklich NICHT beschränkt auf deren Mitglieder, da alle FreiberuflerInnen gleichermaßen betroffen sind)

  3. einer Art Kurzarbeitergeld plus, bei dem die Nettoeinnahmen aus dem letzten vorliegenden Steuerbescheid einer monatlichen Unterstützungszahlung durch die Finanzämter zugrunde gelegt werden

Finanzkredite oder Darlehen, selbst ohne Kopplung an Bonität & aufwendige Bewerbungsverfahren, helfen uns NICHT weiter, da viele von uns sich bereits JETZT in einer Schuldenspirale befinden. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen sind nicht in der Lage, ohne weiteres einen oder zwei Monate ohne Einnahmen zu überbrücken, wie dies in der gegenwärtigen Lage jedoch vonnöten sein könnte.

Die Gesellschaft mag für einige Zeit auf kulturelles Leben verzichten können, aber tut sie es zu lang, könnte am Ende niemand mehr da sein, der es wieder aufleben lassen könnte. Deshalb: Vergesst die Kunstszene und Freiberufler nicht!

Razões

Richard von Weizsäcker: „Kultur kostet Geld. Sie kostet vor allem deshalb, weil der Zugang zu ihr nicht in erster Linie durch einen privat gefüllten Geldbeutel bestimmt sein darf. (…)

Substantiell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe des öffentlichen Haushaltes zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. (...)

Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder nach Belieben streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere innere Überlebensfähigkeit sichert.“

Derzeit ist die Überlebensfähigkeit derjenigen in akuter Gefahr, die diesen "geistigen Boden" für die "innere Überlebensfähigkeit" tagtäglich beackern und bereiten! Die Existenzen unzähliger KünstlerInnen und Freiberufler stehen vor dem Aus, wenn nicht seitens der Politik möglichst schnell und unbürokratisch geholfen wird.

Sichern Sie mit Ihrer Unterschrift das Überleben der Kulturnation Deutschland! Tausende KünstlerInnen und andere Freiberufler (und Konzertbesucher, Ausstellungsbesucherinnen, Musikliebhaber etc.) werden es Ihnen danken!

Quellen:

Schlußbemerkung:

Diese Petition wurde von einem freiberuflichen Sänger gestartet, sie hat daher zu Beginn den Fokus auf KünstlerInnen aller Art, aber doch vor allem aus dem Bereich der Musik gelegt. Natürlich ist die Lage für fast alle Freiberufler prekär, ich bitte jedoch um Verständnis, daß ich sicherlich nicht erschöpfend alle betreffenden Berufsgruppen oder -bezeichnungen erwähnt habe. Die entsprechende Liste wäre wohl endlos, ich führe sie aber im Hintergrund dennoch und werde versuchen, sie bei einer Übergabe der Petition mit einzubringen. Ich bitte deshalb herzlich darum, daß sich einfach alle unter dem Begriff "Freiberufler" angesprochen fühlen mögen. Vielen Dank!

Und zum Schluß noch eine Bemerkung zum Sammelziel: dieses wird von mir immer wieder nach oben "korrigiert", damit alle, die unterschreiben möchten, auch unterschreiben können! Es hat nichts mit dem Erreichen des Petitionsziels zu tun (das ist ohnehin schon geschafft, das offiziell für eine beim Petitionsausschuß einzureichende Petition notwendige Quorum liegt bei 50.000), sondern lediglich einen psychologischen Effekt: bei einem vollen blauen Balken bzw. zu 100% erreichten Ziel glauben vielleicht potentielle Unterstützer, daß diese ihre Unterstützung nicht mehr notwendig wäre. Um dies zu vermeiden, wird das Sammelziel jeweils angepaßt. Danke für das Verständnis!

Obrigado pelo seu apoio, David Erler De Leipzig
Pergunta ao iniciador

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Novidades

  • Liebe Unterstützer,

    diese Petition ist dank Euch ein voller Erfolg! Ihr habt entscheidend dazu beigetragen, daß in den Verhandlungen und Verlautbarungen zu den Maßnahmenpaketen von Bund und Ländern fast immer auch FreiberuflerInnen, Solo-Selbständige, Kunst- und Kreativschaffende ausdrücklich genannt und mitgedacht wurden. Daß sich hier fast 280.000 direkt oder indirekt Betroffene zusammengeschlossen haben, hat Gewicht! Danke Euch allen dafür!

    Die Petition wurde schon eine Woche nach Beginn beim Petitionsausschuß des Bundestages und beim Bundesfinanzministerium eingereicht, sie liegt an den entscheidenden Stellen vor. Leider wurde bislang eine persönliche Übergabe – sei sie auch nur symbolischer Natur – verwehrt, trotz verschiedener Anläufe... mais

Die Petition könnte noch weiter ausgelegt werden zu Hilfen für alle Kleingewerbetreibende und Ein-Mann-Unternehmen: Nicht nur fällt auch denen Einkommen weg, da coronabedingt Aufträge wegfallen, viele können bestehende Aufträge nicht abarbeiten, da sie für Monate durch Schulschließungen die Betreuung der Kinder voll übernehmen müssen. Dafür gibt es auch keine Hilfen.

Wie so viele andere hier denke ich auch: Unterstützt werden sollten nicht nur Künstler und nicht nur Freiberufler. Die Einsortierung durch das Finanzamt (freiberuflich/ gewerbetreibend/ Aushilfe) sagt nichts über Bedürftigkeit aus. Kriterien für Unterstützung für den Staat sollten nur sein: - ein geringes Jahreseinkommen - ein nachweisbarer Verlust aufgrund der Corona-Krise. Egal ob Kellner, Messehosteß, Musiker, Aushilfsverkäuferin oder Sicherheitsdienst. Wer eine Absage oder Nichtbuchung aufgrund von Corona glaubhaft nachweisen kann, sollte den Verlust ganz oder teilweise ersetzt bekommen.

Por que as pessoas assinam

  • Há 13 minutos atrás

    Sehr häufig fällt die Förderung und Unterstützung von Kleinkünstlern den Haushaltsrestriktionen zum Opfer. Aber gerade Kleinkünstler bringen durch ihre Aktionen und ihr Wirken Anregung und Vergnügen in die rationale und ökonomisch orientierte Gesellschaft. Sie sind unverzichtbar für deren Weiterentwicklung. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein... Gerade diese Krise zeigt, wie kreativ die Kunst an sich ist und trägt damit ganz sicher zur Überwindung bei. Deshalb darf jetzt nicht am falschem Ende gespart werden, sondern alle Künstler, die in ihrer Existenz beroht sind, großzügig unterstützt werden.

  • Há 1 horas atrás

    Mein Ehemann ist freiberuflicher Schauspieler und hat im Moment keine Einnahmen mehr

  • Há 1 horas atrás

    Weil es auch zu großem Teil die freischaffenden Künstler sind, die mein Leben bunter, fröhlicher und interessanter machen.

  • Há 2 horas atrás

    Wir müssen sicherstellen, daß es auch nach der Krise kulturelle Vernstaltungen gibt.

  • Há 2 horas atrás

    Ich bin selbst freiberufliche Designerin und betroffen

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