Die Unterzeichner fordern die Bundesregierung und die Mitglieder des Deutschen Bundestages dazu auf, den Beruf des Fotografen auch zukünftig von der Meisterpflicht auszunehmen.

Reason

Noch in diesem Jahr soll ein Gesetz zur Wiedereinführung der Meisterpflicht unter anderem für gewerblich tätige Fotografen verabschiedet werden. Davon betroffen wären zum Beispiel Porträt- und Hochzeitfotografen, die für private Auftraggeber arbeiten. Für diese Fotografen würde die Wiedereinführung der Meisterpflicht einen erheblichen Eingriff in die Berufsfreiheit bedeuten, und auch Bildjournalisten und künstlerisch tätige Fotografen dürften derartige Aufträge dann nicht mehr übernehmen.

Zum Hintergrund: Die Bundesregierung beschloss 2004 die sogenannte Deregulierung von 53 Handwerksberufen, zu denen der des Fotografen gehörte, in denen die Meisterpflicht komplett entfiel. Die Meisterpflicht gilt seit dem nur noch für solche Gewerke, bei deren Ausübung nach Auffassung des Gesetzgebers Gefahren für die Gesundheit oder das Leben Dritter entstehen können. Im Mittelpunkt steht damit die Abwehr von etwaigen, aus mangelnder Qualität resultierenden Gefahren. Seit Abschaffung der Meisterpflicht stieg die Zahl der als Einzelkämpfer gewerblich tätigen Fotografen von rund 1.000 auf rund 14.000! Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vom 12. März 2018 findet sich jedoch die Formulierung, dass der "Meisterbrief erhalten und verteidigt" werden soll. Das Wirtschaftsministerium soll nun noch vor der Sommerpause Anhörungen mit Handwerksverbänden durchführen. Ein mögliches Gesetz könnte bereits im Herbst auf den Weg gebracht werden und schon 1. Januar 2020 in Kraft treten.
Auch, wenn Fotografen, die sich nach 2004 ohne Meisterbrief selbständig gemacht haben, nach den aktuellen Plänen keine nachträgliche Prüfung oder ähnliches fürchten müssen, weil es für sie Bestandsschutz geben soll, währen zukünftig Neu- und Quereinsteiger in die gewerbliche Fotografie in ihrer Existenz bedroht. Für sie darf es - ebenso wie für Bildjournalisten und künstlerische Fotografen - auch zukünftig keine Einschränkungen in ihrer Berufsausführung geben.

Eine Rückkehr zur Meisterpflicht für Fotografen stellt einen Eingriff in das Grundrecht der Berufsfreiheit dar, wie es sie in keinem anderen Land in- und außerhalb der Europäischen Union gibt.

Einen solchen Grundrechtseingriff würde nur eine Gefahr für Leib und Leben Dritter in Folge mangelnder Ausführung von fotografischen Arbeiten rechtfertigen. Dieser Fall ist in der Praxis nicht vorstellbar. Für Fotografen ist die Wiedereinführung des Meistervorbehalts daher nicht sinnvoll. Die Unterzeichnet dieser Petition fordern die Bundesregierung daher auf, Fotografen auch zukünftig vom Meisterzwang auszunehmen!

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News

pro

Ein Belohungssystem ohne Zwang ist viel sinnvoller und wird zu viel mehr Ergebnissen führen als alles Andere. Fotografieren kann jeder, verletzt wird dabei auch niemand. Nur wäre es toll, wenn man für den Beitrag, den man bei der Handwerkskammer zahlen muss, auch etwas zurückbekommt. Und zwar weitere Qualifikationsseminare für einzelne fotografische Bereiche. Warum die Ausübung stoppen, viel eher die Ausübung professionalisieren. Belohnungen für Leute, die ihr Geschäft länger als 3 Jahre führen. Durch die Handwerkskammer und z.B. auch dem Staat geführte Wettbewerbe für Auszeichnungen.

contra

Das Viele denken es ginge (nur) um den Qualitätsnachweis durch den Meisterbrief zeigt, dass die Meisten keine Ahnung haben warum der Meisterbrief sinnvoll ist; - Allein deshalb macht er Sinn! Kleiner Tipp: Der Meisterbrief besteht aus 4 Teilen, nur einer davon ist handwerkliche Praxis. Das "Problem" mit den Hobbyisten ist ja nicht der Qualitätsanspruch, dem stellen wir uns gerne, sondern das Viele dies nur Nebenberuflich betreiben und sich damit nicht den Lebensunterhalt finanzieren müssen. Pricing, Steuern, Versicherungen, finanzielle Vorsorge: Hier muss wieder Gleichheit geschaffen werden.

Why people sign

  • 7 h. ago

    Es gibt keinen Grund für einen Meisterzwang für Fotografen. Ein Meistertitel ändert an der Erfahrung, am Talent und an der Kreativität eines Fotografen überhaupt nichts. Eben diese wichtigen Eigenschaften lassen sich auch nicht durch eine Meisterschulung erwerben.

  • Peter Patzwaldt Greifenstein

    9 h. ago

    Meisterzwang ist hier völlig fehl am Platz. Es gibt in diesem Bereich keine handwerkliche Tätigkeit mehr seit der Digitalisierung!

  • 16 h. ago

    Ich bin selbstständige Berufsfotografin.

  • 16 h. ago

    Es geht keine Gefahr für Leib und Leben für den Auftraggeber aus. Jeder hat das Recht auf Ausübung des von ihm gewählten Berufes

  • 19 h. ago

    Jeder Meister der ehrlich zu sich selbst ist muss sich eingestehen das die Handwerkskammer nur auf Kursgebühren und Marktbeschränkung aus ist. Geselle ist ein gelernter Facharbeiter warum soll der nicht ausbilden? Macht er eh, welcher Meister hält sich den noch auf der Baustelle auf.

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