Aufgrund des Krieges in Donbass, Gebiet Donezk, war meine Mutter Liudmyla Kyselova, geb. 04.07.1946, gezwungen, in Deutschland einen Asylantrag zu stellen. Es wird geleugnet, dass in Donbass (Stadt Donezk) seit dem Frühjahr 2014 Krieg herrscht und Asyl wird verweigert. In der Ukraine ist die ältere Generation sehr verarmt, ganz von dem umkämpften Gebiet abgesehen, dort herrscht eine richtige humanitäre Katastrophe.

Trotz eines langen Arbeitslebens bekommen ältere Menschen durch falsche Berechnungen völlig ungerechtfertigt sehr niedrige Renten (50-70 Euro). Diese Summe entspricht gerade einmal der Höhe der Betriebskosten. Wie soll man sich damit ernähren und versorgen? Es reicht nicht einmal für das Nötigste, ganz von Medikamenten abgesehen.Menschen aus Donezk bekommen nicht einmal diese niedrige Summe. Das Geld wird in der Ukraine nur dann ausgezahlt, wenn man nachweisen kann, dass man seinen Wohnsitz auf dem ukrainischen Gebiet hat. Außerdem gibt es neue Gesetze, die eine Auszahlung der Rente an Menschen aus dem Kriegsgebiet verbieten.

Die Menschen aus den anderen Gebieten der Ukraine hassen Menschen aus Donezk, weil sie ihrer Meinung nach Schuld daran sind, dass ukrainische Soldaten im Krieg sterben, und sie verweigern ihnen jegliche Unterstützung. Sie werden als Unmenschen betrachtet, die am besten alle umgebracht werden sollen, weil sie nichts wert sind. Was aber hat meine Mutter damit zu tun? Warum muss sie diese Erniedrigung erleiden? In solch einer Atmosphäre kann sie nicht in Frieden leben. Sie hat mit Ängsten zu kämpfen und fühlt sich überhaupt nicht sicher. Nach Hause, nach Donezk, kann sie nicht zurück. Dort wird immer weiter geschossen und bald wird auch eine neue Offensive erwartet. Was soll eine alte Frau dort alleine machen? Sie würde es nicht überleben, ohne jegliche Unterstützung.

Alte Menschen brauchen liebe Mitmenschen um sich herum, damit sie den Rest ihres Lebens keinen Mangel in seelischer und körperlicher Hinsicht erleiden müssen. Niemand aus der Familie ist mehr dort. Alle sind entweder bereits verstorben oder aus dieser Region in die USA ausgewandert. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass eine Frau mit 71 Jahren dort ein neues Leben anfangen kann, besonders nicht in Kiev, wo es immer mehr Unruhen gibt und ein neuer Maidan auszubrechen droht. Die Waffenruhe in dem Kriegsgebiet wurde in Donbass nie eingehalten. Es herrscht dort Krieg. Meine Mutter ist immer kränker und auch depressiv geworden. Sie hat mehr Krankheiten dazubekommen. Obwohl sie immer ein sehr gutes Gedächtnis hatte, ist sie jetzt vergesslich geworden und hat Angstzustände bekommen. Ich erkenne sie nicht wieder. Sie befürchtet, wieder abgeschoben zu werden. Der Gedanke, dass es in der Ukraine keine Hoffnung für sie gibt, ist eine große Belastung für sie in ihrem Alter, wo sie doch eigentlich viel Ruhe und Unterstützung braucht.

Wir bitten Sie, uns eine Möglichkeit zu geben, meine Mutter hier zu behalten, und ihr aus humanitären Gründen einen Aufenthaltstitel zu erteilen. Ich würde sie gerne nach Hamburg holen und für sie sorgen.Ihre Enkelkinder sind Deutsche und haben schon eigenen Familien gegründet. Meine Mutter ist stolze Uroma von drei Urenkeln. Hier sind wir alle zu Hause und wir alle brauchen sie, ganz besonderen Menschen für uns alle und sie braucht uns.Niemand darf eine Familie auseinander reißen, weil das einfach unfair und unmenschlich ist. Wie lange soll sie noch durch die Weltgeschichte reisen? Das ist doch unerträglich für eine alte, schwache Frau. Ich liebe meine Mutter und kann nicht zulassen, dass ihr etwas Schlimmes geschieht, nur weil wir sie nicht ausreichend geschützt haben. Das wünsche ich niemandem im Alter, nicht zu wissen, dass man ruhig sterben kann, und in Gefahr zu leben, ohne Familie, ganz allein in einer feindlichen Umgebung. Meine Mutter hält es nicht aus, solch ein strapaziöses Leben zu führen und hin- und hergeschoben zu werden. Es gibt doch nicht so viele ältere Menschen, die Asyl suchen. Diese Menschen kann man doch nicht einfach ohne Erbarmen aus Deutschland wegschicken. Sie brauchen unsere Hilfe.

Deshalb appelliere ich an Sie mit dem ausdrücklichen Aufruf, meiner Mutter aus humanitären Gründen einen Aufenthaltstitel zu erteilen!!!

Begründung

Alte Menschen, besonders Frauen, die keine Verwandten in ihrem Herkunftsland (Ukraine) haben und nicht in ein Kriegsgebiet (Donezk) zurückgehen dürfen, weil es einfach zu gefährlich ist, dürfen nicht einfach abgeschoben werden. Alte Menschen werden von der Deutschen Regierung alternativ in andere ukrainische Städte geschickt, wo es Hass und Verfolgung gibt und die körperliche Unversehrtheit nicht gewährleistet ist. Ganz alleine überlebt dort kein alter Mensch!

In meiner Begründung beziehe ich mich auf folgende Paragraphen des AsylG:

§4 Subsidiärer Schutz: Ein Ausländer ist subsidiär Schutzberechtigter, wenn er stichhaltige Gründe für die Annahme vorgebracht hat, dass ihm in seinem Herkunftsland ein ernsthafter Schaden droht. Als ernsthafter Schaden gilt: Abs. 1, Nr. 3: eine ernsthafte individuelle Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit einer Zivilperson infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen bewaffneten Konflikts.

§3 Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft Abs. (1), 2b) in dem er als Staatenloser seinen vorherigen gewöhnlichen Aufenthalt hatte und in das er nicht zurückkehren kann oder wegen dieser Furcht nicht zurückkehren will.

ABSCHIEBUNGSVERBOT §60 Abs.7 Es besteht Gefahr für Leib und Leben Ein Ausländer darf nicht abgeschoben werden, soweit sich aus der Anwendung der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (BGBl. 1952 II S. 685) ergibt, dass die Abschiebung unzulässig ist.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Tetyana Hirs aus Hamburg
Frage an den Initiator

Diese Petition wurde bereits in folgende Sprachen übersetzt

Neue Sprachversion
Pro

Es sollte den Menschen in Not geholfen werden. Denn wir können auch in dieser Lage sein und würden uns in der Situation über Hilfe mehr als freuen. Menschen Helfen ist Wichtig und zeigt uns auch das es doch sehr arrangierte, hilfsbereite und nette Menschen auf der Welt gibt.

Contra

Auch hier bekommen viele Renter viel zu wenig Rente, als dass es reichen würde, haben wir jetzt auch ne humanitäre Katastrophe?

Warum Menschen unterschreiben

  • Nicht öffentlich Niederndodeleben

    am 20.04.2018

    Es müsste Deutschen die Möglichkeit gegeben werden, die eigenen Eltern vor Ort zu versorgen, wenn auch diese keine Deutschen sind.

  • am 18.04.2018

    Die Dame hat es nicht verdient in ein Land geschickt zu werden, welches sich im Krieg befindet und sie keine Familienangehörige mehr hat.

  • Susanne Kaatz Lauenburg

    am 18.04.2018

    Auch im Donbas herrscht Bürgerkrieg, genau wie in Syrien. Wenn wir diese wenigen Menschen zurückschicken, besiegeln wir ihr Schiksal. Es gibt für sie keine Unterstützung. Ohne Familie sind die Alten zum Sterben verurteilt. Soviel Solidarität sollten wir doch auch für diese Wenigen, die überhaupt noch übrig sind, aufbringen.

  • am 18.04.2018

    Weil es wichtig ist

  • am 17.04.2018

    Weil es nicht gerecht ist eine kranke Frau abzuschieben, welche gerne hier leben möchte und sich nichts zu Schulden kommen lassen hat.

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