Eine Familie mit drei minderjährigen Kindern (13/11/7 Jahre) aus Mazedonien soll in Kürze abgeschoben werden. Sie gehören der Bevölkerungsgruppe der Roma an, und sind in ihrer Heimat wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit massiven Benachteiligungen und Repressalien ausgesetzt. Eine Abschiebung bedeutet: Obdachlosigkeit, keine Chance auf geregelte Arbeit und Einkommen, kein regelmäßiger Schulbesuch, keine adäquate Behandlung diverser Erkrankungen der Eltern!

Auch keine Sozialhilfe, da Rückkehrer, die in einem anderen Land Asylanträge gestellt haben, von staatlichen Leistungen bis zu einem Jahr ausgeschlossen werden und Rückkehrerprogramme kaum oder gar nicht greifen. Die Lebensumstände dort sind menschenunwürdig und nehmen den in Deutschland gut integrierten Kindern jegliche Perspektive auf eine gesicherte Zukunft. Wir fordern: 1.Bleiberecht für Familie A., die z.Zt.im Kreis Coesfeld/Münsterland lebt. 2.Deutliche und nachhaltige Initiativen in Politik und Gesellschaft, um die soziale Situation in Mazedonien, insbesondere für Angehörige der der Roma zu verbessern!

Begründung

Wir sind die "Initiative Familienhilfe Havixbeck 2018", die sich nach dem ersten Kontakt mit der betroffenen Familie spontan am 18.12.2018 gegründet hat. Wir lernten die Familie A. durch einen Zufall kennen, denn sie verkaufte gerade Teile ihres Mobiliars (eBay), um für den Fall der Abschiebung etwas Geld zu haben. Die Familie schilderte uns, was sie in Mazedonien erwartet - die Vorstellung, dass eine Familie mit Kindern bei winterlichen Kältegraden in das Elend der Obdachlosigkeit einer Romasiedlung abgeschoben werden soll, löste bei uns Entsetzen aus.

Wir organisierten vielfältige Hilfen mit Unterstützung aus Familie, Freundeskreisen und Kollegenschaft. In der Folge lernten wir die Familie A. auch persönlich kennen und schätzen - bescheidene, höfliche und außerordentlich gastfreundliche Menschen. Wir wollen erreichen, dass dieser Familie geholfen wird und sie in Deutschland leben darf. Wir wollen erreichen, dass sich die Lebensverhältnisse in Mazedonien langfristig mit Hilfe aus Deutschland verbessern. Unser herzlicher Dank gilt allen, die schon geholfen haben und allen, die es noch tun möchten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Karl H. Köster aus Havixbeck
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Neuigkeiten

  • Unterstützer-Info Nr.6 vom 12.01.2019
    (Mit diesen Info-Schreiben haben wir vor dem Start dieser Petition Kontakt zu Freunden, Familie und Kollegen gehalten; die aktuelle Info nun für alle, die uns hier online unterstützen. Herzlichen Dank für die vielen Unterschriften aus ganz Deutschland! Wir hoffen auf viele weitere Unterstützer!)

    Wir möchten uns zunächst herzlich bedanken bei Euch allen, die Ihr in der kurzen Zeit des Bestehens unserer Initiative schon auf vielfältige Weise Hilfe möglich gemacht habt. Es hat uns bislang sehr gestärkt und gefreut zu sehen, wie viele von Euch sich engagieren durch Spenden, praktische Hilfen und Hinweise auf weitere Kontakte, durch Nachfragen und Weitersagen.
    Entscheidende Neuigkeiten können wir leider heute nicht mitteilen, nach wie vor ist alles offen. Die vergangenen Tage waren geprägt von umfangreichen Recherchen, vielen Telefonaten (Anwalt, Härtefallkommission, Schulen etc.) und dem Zusammenstellen wichtiger Unterlagen. Es ist weiter eine herausfordernde Zeit zwischen Hoffen und Bangen.
    Wir wünschen uns nichts mehr, als das Bleiben der Familie Arif, wussten aber von Anfang an, dass wir immer mit der Abschiebung rechnen müssen. Es wird zeitnah zu einer Entscheidung kommen.
    In jedem Fall steht bald an, die Hilfe so zu organisieren, dass mehr Menschen konkret beteiligt sind und Aufgaben übernehmen.Daran arbeiten wir und es wird die Aufgabe sein, die Komplexität der Dinge so zu organisieren, dass nachhaltig Unterstützung möglich wird.Bisher fehlte uns dazu die Kraft und Zeit, weil jeder Tag von aktuellen Entwicklungen geprägt war.
    Unsere Petition ist der Versuch eine breitere Öffentlichkeit herzustellen und stärker auf Grundsätzliches zu schauen: Wir können und wollen nicht akzeptieren, dass ein reiches Land, in dem so viele Menschen leben, die sich von einem solchen Schicksal berühren lassen und helfen wollen, eine Familie in die völlige Perspektivlosigkeit abschieben will.Menschenwürde ist nicht verhandelbar und keine Sache von Aktenlage.
    Unsere Petition hat in kurzer Zeit ca.120 Unterschriften aus ganz Deutschland bekommen. Unsere Bitte ist: Sagt es weiter und ermuntert Menschen zum Mitmachen!Die Petition wird den Ausgang dieser Geschichte vielleicht nicht entscheidend beeinflussen können, aber sie ist ein starkes Zeichen der Solidarität und Ansporn zur Weiterarbeit! Wir mussten erleben, dass die zuständigen Behörden sich kein differenziertes Bild von der betroffenen Familie machen können/ wollen und eher formal vorgehen und urteilen. Es ist für uns schwer erträglich zu sehen, wie die anhaltende Ungewissheit die Familie zermürbt.Und das Leben nach einer Abschiebung hat die Bezeichnung "Leben" eigentlich nicht mehr verdient.
    Mit dem bisher gespendeten Geld konnten wird den Arifs schon einige schöne Momente bereiten, Vater und Sohn konnten kürzlich bei einem Basketballspiel mal abschalten und pure Freude erleben und beim Shoppen haben die Damen ihren Spass gehabt. Perspektivisch sind weitere finanzielle Hilfen nötig und wir freuen uns über jede Unterstützung!
    Sollte die Familie bei uns bleiben, möchten wir z.B.ganz konkret dem Vater Sali helfen, den Führerschein zu machen.
    Wir danken Euch allen sehr und hoffen auf einen guten Ausgang.
    Liebe Grüße von Familie Arif und Familie Köster
    --

Pro

In der Regel haben Menschen, die pauschal als "Wirtschaftsflüchtlinge" bezeichnet werden,klare Gründe für das Verlassen ihrer Heimat: Leben in Armut, keine Aussicht auf Arbeit, keine Bildung und null Chancen für die Kinder! Und dazu noch Ausgrenzung und alltägliche Repressalien wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit (.z.B. Roma).Deutschland hat viele Möglichkeiten zu helfen, sowohl denen, die schon bei uns leben, wie auch den Menschen in den Herkunftsländern. Einsatz für die Wahrung der Menschenwürde ist geboten.

Contra

Mazedonien ist ein sicheres Herkunftsland und obendrein EU Beitrittskandidat. Dass es in Mazedonien keine Sozialhilfe gibt, kann nicht ein Bleiberecht begründen. Richtigerweise werden Asylbewerber aus dieser Region als Wirtschaftsflüchtlinge bewertet und müssen, sollte kein nachgewiesener Asylgrund vorliegen, unser Land verlassen, notfalls auch abgeschoben werden.

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 3 Tagen

    Weil es unmenschlich ist Kinder in die Obdachlosigkeit abzuschieben. Die Familie ist hier integriert und eine Abschiebung in die Perspektivlosigkeit ist grausam und unvereinbar mit unseren Werten.

  • vor 4 Tagen

    Weil es nicht sein kann, dass Kinder in die Obdachlosigkeit abgeschoben werden können!

  • vor 6 Tagen

    Gut integrierte Familien sollten nicht abgeschoben werden. Wir brauchen Migranten. Abschieben in eine gefährliche, lebensunwürdige Situation, wie diese Familie sie vorfinden wird, sollte nach geltendem Recht nicht stattfinden dürfen.

  • Armin Kröning Bergisch Gladbach

    vor 6 Tagen

    Aus Gründen der Humanität und dem Bedarf nach Gerechtigkeit.

  • vor 6 Tagen

    Weil ich nicht ertragen kann, dass unschuldige Menschen in ihre Heimat abgeschoben werden, obwohl bekannt ist, dass sie dort erheblichen Repressalien staatlicherseits ausgesetzt sind und sie keine Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben.

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