Das Schwimmbad Wilhelmsburg soll im September 2012 abgerissen werden. Das neue Schwimmbad, die "Inselparkhalle", aber - nach den Planungen - frühestens sieben Monate später eröffnen. Grund für die vorzeitige Schließung ist laut dem LANDESBETRIEB STRASSEN, BRÜCKEN UND GEWÄSSER ein geplanter Entwässerungskanal für Neubaugebiete die im Rahmen von IBA /IGS erschlossen werden. Die Bezirksversammlung fordert, dass das neue Bad bei Schließung des alten fertig sein soll.

Durch die Schließung sind betroffen:

  • Sportschwimmer aus dem gesamten Hamburger Süden, die keine Trainingszeiten erhalten, da sämtliche Bäderland Sportschwimmbecken ausgebucht sind.

  • Schulkinder aus dem Hamburger Süden, die für über ein halbes Schuljahr kein Schulschwimmen mehr haben werden, andere geeignete Hallen mit freien Zeiten gibt es im Süden nicht.

  • Die Wilhelmsburger Bevölkerung, der über ein halbes Jahr die Möglichkeit eines Angebots zum Schwimmen, ohne allzu weite Wege genommen wird. Betroffen sind hier insbesondere auch die Kinder, die in Schwimmkursen das Schwimmen erlernen sollen, hier wird es zu massiven Problemen kommen, da die Kurse im neuen Bad dann mit "doppelten" Besetzungen laufen müssten, also überfüllt sein werden.

Entweder muss der Bau des Kanals in diesem Bereich gestoppt werden, bis das neue Bad fertig ist oder es müssen Spundwände eingezogen werden, um den Betrieb des alten Bades bis zur Eröffnung des neuen Bades aufrecht erhalten zu können.

Reason

Die Schließung ist ohne jede Rücksprache mit Schulen, Vereinen und Bürgern über die Medien verkündet worden. Sie ist ohne jede Berücksichtigung der Folgen für die betroffenen Schwimmer/innen getroffen worden. Es gibt für keines der Probleme bisher auch nur ansatzweise eine Lösung. Sie widerspricht den vorhergehenden Bekundungen der Verantwortlichen. Entgegen fester Zusagen Seitens der IBA (IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg hatte den durchgängigen Betrieb bereits 2007 bei einer Sitzung des Stadtplanungsausschusses versichert und dieses wurde auch im IBA/IGS-Bürgerdialog wiederholt) und damit auch der Stadt Hamburg soll das Schwimmbad in Wilhelmsburg bereits im September abgerissen werden. Während die Baufortschritte an der neuen “Inselparkhalle” kaum sichtbar sind und ganz offensichtlich schon jetzt hinter dem Zeitplan her hinken, wird um die alte Halle herum fleißig gebaut. Für die Internationale Gartenschau (IGS), die 2013 in der “neuen Mitte Wilhelmburgs” ihre Tore öffnen soll, soll alles schick und neu sein. Da passt die alte Halle wohl nicht ins Bild. Der nunmehr für die Abrissverfügung seitens der Stadt genannte Grund, der Bau eines Entwässerungskanals, überzeugt jedenfalls nicht. Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Kanal so dicht an der alten Halle vorbei geführt werden muss oder warum der Kanal an der Halle nicht vorerst unterirdisch angelegt wird. Die angekündigte Kanu-Strecke wird vorerst an den Toren der IGS - und damit wenige Meter hinter der Halle - enden. Es soll verhindert werden, dass sich dort nicht zahlungswillige Besucher der IGS einschleichen können. Ohne Einbeziehung der Betroffenen Bürger, Vereine, Schulen, Betriebs- und Uni-Sportgruppen wurden hier seitens der Stadt klammheimlich vermeintliche “Fakten” geschaffen, die nun unumstößlich sein sollen. Aber: Warum wurde der Bau der neuen Halle nicht schneller vorangetrieben? Warum wurde keine Diskussion geführt? Warum wurde es nicht zugelassen, das Alternativen zur vorzeitigen Schließung ernsthaft aufgebracht und geprüft werden konnten? Selbst jetzt ist es noch nicht zu spät diese aus Sicht der Betroffenen nicht nachvollziehbare Planung zu ändern! Dieses ist auch dringend erforderlich. Bisher liegen noch keine Pläne für die Fortsetzung des Schulschwimmens, für die Schwimmvereine, den DLRG, die Betriebs- und Unisportgruppen, die Zeiten in der Wilhelmsburger Halle gekauft haben, vor. Für die wesentlichsten Probleme, nämlich die Schwimmanfänger und Schulkinder kann es auch keine Alternative geben. Sämtliche andere passende Hamburger Bäder sind für ein Schulschwimmen zeitlich nicht passend erreichbar, zudem sind diese Hallen bereits weitgehend ausgebucht. Mit Einführung der Ganztagsschule sind Schwimmkurse mit Fahrzeiten von einer Stunde pro Strecke für Schulkinder nicht machbar. Diese wären frühestens gegen 20:00 Uhr zuhause. In wasserreichen Wilhelmsburg besitzen derzeit ca 80 Prozent der Schulkinder kein Seepferdchen. Dies soll das Projekt "Wasser entdecken - Mut finden" ändern, nur wie ohne Schwimmbad?

Die Vielzahl der Betroffenheiten zeigen auch die zahlreichen Kommentare der Untersützer/-innen dieser Petition.

Wir erwarten von den Verantwortlichen des Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer, also der Stadt Hamburg, dass diese sich nunmehr in einen Dialog mit den betroffenen Bürgern begeben und dort ergebnisoffen über Alternativen zum Abriss des Bades im September gesprochen werden kann!

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News

  • Liebe Unterstützer/innen,

    mit Schreiben vom 30.08.2012 teilt die Bürgerschaft der FHH mit, dass unser Anliegen in einer Sitzung des Eingabeausschusses am 20.08.2012 eingehend beraten worden sei. Der Bürgerschaft sei die Empfehlung erteilt worden, das Begehren als "nicht abhilfefähig" abzulehnen. Dieses habe die Bürgerschaft in einer Sitzung vom 29.08.2012 angenommen.
    Das Petitionsverfahren ist damit zu Ende und gescheitert. Ich danke allen für Ihre Unterstützung!
    Das vollständige Schreiben der FHH mit "Begründung" habe ich in der facebook Gruppe "Schwimmen statt Parken" veröffentlicht. Bei Interesse kann ich es auch per Email versenden. Dafür bitte bei mir melden.

    Beste Grüße

    Stefan Waterkamp

  • Mit Schreiben vom 30.08.2012 teilt die Bürgerschaft der FHH mit, dass unser Anliegen in einer Sitzung des Eingabeausschusses am 20.08.2012 eingehend beraten worden sei. Der Bürgerschaft sei die Empfehlung erteilt worden, das Begehren als "nicht abhilfefähig" abzulehnen. Dieses habe die Bürgerschaft in einer Sitzung vom 29.08.2012 angenommen.
    Das Petitionsverfahren ist damit zu Ende und gescheitert. Ich danke allen für Ihre Unterstützung!

  • leider hatte sich das Einreichen der Petition aufgrund mehrerer Umstände verzögert. Nunmehr wurde diese schriftlich beim Petitionsausschuss der Bürgerschaft eingereicht. Soweit mir Informationen über den Fortgang des Petitionsverfahrens vorliegen, werde ich hier darüber berichten.

    Stefan Waterkamp

pro

Ein Schwimmbad dient zur Erholung, zur Pflege sozialer Kontakte, zur Fitnesserhaltung, für Rehamassnahmen, als Sportstätte, und und und

contra

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