Abschaffung der Rasseliste im Land Bremen & Bremerhaven

Die Rasseliste in Bremen soll abgeschafft werden, stattdessen sollten alle Hundebesitzer auf ihre Sachkunde hin geprüft werden. Die Maulkorb- und Leinenpflicht muss ebenfalls zusammen mit der Rasseliste und dem Zuchtverbot abgeschafft werden.

Die unterschiedliche Behandlung von Listen- und Nichtlistenhunden ist nicht gerechtfertigt und diskriminierend. Es ist bewiesen, dass nicht die Hunderasse sondern der Halter ausschlaggebend für möglicherweise gesteigertes aggressives Verhalten verantwortlich ist. Aufgrund ihres Wesens sind die "Listenhunde" hervorragend für Familien mit Kindern und anderen Haustieren geeignet.

Die Ablehung vom 29.01.2015, einer bereits eingereichten Petition vom 05.09.2014, mit der Begründung, dass "an den Rasselisten festgehalten werden müsste, weil es keine neuen Erkenntnisse darüber gebe, dass die gelisteten Hunderassen und ihre Mischlinge ungefährlich seien und die Anzahl der Beißvorfälle mit den gelisteten Hunden seit Einführung der Rasseliste rapide abgenommen hat" ist völlig praxisfern. Seid Einführung der umstritten Gesetze zum "Halten von Gefährlichen Hunden" ist wiederholt von verschiedenen Hundetrainern, Verhaltswissenschaftlern, Tierschutzzentren etc. geprüft und nachgewiesen worden, dass es keine gefährlichen Hunde per se gibt. Das Verhalten des Hundes ist immer auf den Halter zurück zuführen. Daher soll auch in Bremen die Rasseliste abgeschafft und stattdessen eine Kontrolle der Hundehalter eingeführt werden. Eine Sachkunde für alle Hundehalter macht Sinn, da sie Zahl der Beißvorfälle anderer Hunderassen seit 2008 wieder ansteigt. Das zeigt auch, dass es keine pauschale Aggressivität bei bestimmten Rassen gibt.

Einige Bundesländer haben ihre Gesetze zum "Halten von Gefährlichen Hunden" überarbeitet und teilweise die absurden Rasselisten abgeschafft. Hier ist aktuell das neue Hundegesetz aus Schleswig-Holstein zu berücksichtigen. Auch Niedersachsen ist mit guten Beispiel vorangegangen und hat die Rasseliste kurz nach Einführug wieder abgeschafft.

Allein diese Tatsache, dass es in einigen Bundesländern Rasselisten gibt in anderen wiederum nicht, zeigt doch, dass dieses Gesetz mehr als fragwürdig ist!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Land) Nr. 2 vom 9. Oktober 2015

    Der Aus schuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Bürgersch aft keine
    Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: L 19/6

    Gegenstand:
    Abschaffung der Rasselisten

    Begründung:
    Die Petentin regt an, die Rasselisten für Hunde abzuschaffen und stattdessen von Hundebesitzern einen
    Sachkundenachweis zu fordern. Die Maulkorb- und Leinenpflicht sowie das Zuchtverbot müssten ebenfalls
    abgeschafft werden. Die unterschiedliche Behandlung von Listen- und Nichtlistenhunden sei nicht
    gerechtfertigt und diskriminierend. Es sei bewiesen, dass nicht die Hunderasse, sondern der Halter
    verantwortlich für möglicherweise gesteigertes aggr essives Verhalten sei. Dies sei mittlerweile von
    Hundetrainern, Verhaltenswissenschaftlern, Tierschutzvereinen etc. nachgewiesen worden. Auch andere
    Länder hätten die Rasselisten mittlerweile abgeschafft. Die Petition wird von 495 Mitzeichnerinnen und
    Mitz eichnern unterstützt. Außerdem liegen dem Petitionsausschuss diverse handschriftliche
    Unterstützungsunterschriften vor.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen der Petentin eine Stellungnahme des Senators für Inneres
    eingeholt. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Überprüfung
    zusammengefasst wie folgt dar:

    Die Bremische Bürgerschaft (Landtag) hat sich in ihrer Sitzung am 19./20. November 2015 mit dem Gesetz
    über das Halten von Hunden befasst. Sie hat die darin vorgesehene Befristung aufgehoben. An den
    Rasselisten hat sie festgehalten, weil es keine neuen Erkenntnisse darüber gebe, dass die gelisteten
    Hunderassen und ihre Mischlinge ungefährlich seien. Außerdem hat die Anzahl der Beißvorfälle mit den
    gelisteten H unden seit Einführung der Rasseliste rapide abgenommen. Vor diesem Hintergrund sieht der
    Petitionsausschuss keine Möglichkeit, das Anliegen der Petentin zu unterstützen.

    Nach wie vor ist eine deutliche Angst von Bürgerinnen und Bürgern gegenüber Rassen, die landläufig als
    Kampfhund bezeichnet werden, festzustellen. Im Rahmen des öffentlichen Interesses ist es erforderlich, die
    von diesen Rassen ausgehende Verunsicherung der Allgemeinheit auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Das
    bremische Gesetz über das Halten von Hunden sieht eine der kürzesten Rasselisten von Hunden
    bundesweit vor. Das Haltungsverbot gilt nur für vier Hunderassen, sofern nicht eine der gesetzlichen
    Ausnahmeregelungen zutrifft.

    Zur weiteren Begründung wird Bezug genommen auf die der Petenti n bekannte Stellungnahme des
    Senators für Inneres.

    Auf eine öffentliche Beratung dieser Petition hat der Petitionsausschuss verzichtet da er sich hiervon keine
    neuen Erkenntnisse erwartet hat. Bereits zum Ende der 18. W ahlperiode hat der Petitionsausschus s in einer
    gleich gelagerten Petitionen eine öffentliche Anhörung durchgeführt.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.