Region: Bremen

L 20/363 - Durchsetzung des Landesaufnahmeprogramms für geflüchtete Menschen

wird auf eigenen Wunsch nicht veröffentlicht
Petition is directed to
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft
415 Supporters 415 in Bremen
11% from 3.900 for quorum
  1. Launched 09/07/2021
  2. Time remaining > 3 Wochen
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

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Petition gegen das Bundesinnenministerium zur Durchsetzung des Landesaufnahmeprogramm Worum geht es? Der Bremer Senat hat in einer Sizung vom 15.09.2020 ein Landesaufnahmeprogramm für geflüchtete Menschen beschlossen. Diesem Programm zufolge sollen 100 geflüchtete Menschen aus den Lagern auf den griechischen Inseln in Bremen aufgenommen werden. Das Bundesinnenministerium und Bundesinnenminister Horst Seehofer blockieren nun die Aufnahme der geflüchteten Menschen mit unzureichenden Begründungen, wie einem Verlust der bundeseinheitlichen Asylpolitik. Gleichzeitig werden keine Alternativen auf Bundesebene angeboten. Die Bremer Landesregierung hat bisher keine Versuche unternommen das eigene Aufnahmeprogramm durchzusetzen. Das muss sich ändern. Was fordern wir? Wir fordern eine konsequente Durchsetzung einer humanitären Flüchtlingspolitik von der Bremer Landesregierung. Die Organisatorinnen der Petition fordern die Landesregierung daher dazu auf, die gegebenen Rechtsmittel zur Umsetzung des Landesaufnahmeprogramms auszuschöpfen, um letztlich die eigenen Anordnungen ernst zu nehmen und umzusetzen. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise, die Klage des Berliner Senats gegen Horst Seehofers Innenministerium zu unterstützen. Auch wenn 100 geflüchtete Menschen aufzunehmen bei weitem nicht ausreicht, kann nur durch eine erfolgreiche Klage gegen das Innenministerium die Grundalge geschaffen werden, um in Zukunft weitere Menschen im Rahmen von Ländermaßnahmen aufzunehmen. Wie begründen wir unsere Forderungen? Seit weit über 5 Jahren herrschen für geflüchtete Menschen in Griechenland und in den Lagern an den EU-Außengrenzen katastrophale Zustände. Zehntausende Menschen werden unter widrigen und menschenunwürdigen Bedingung festgehalten. Ein Leben in Würde und unter Wahrung fundamentaler Grund- und Menschenrechte bleibt Insassinnen der europäischen Aufnahmelager aktiv verwehrt. Bereits vor Bekanntwerden einer weltweiten Pandemie attestierten bundesdeutsche Gerichte und der Europäische Gerichtshof Griechenland systemische Mängel und urteilen, dass Schutzsuchenden in Griechenland Menschenrechtsverletzungen und eine unmenschliche oder erniedrigende Behandlung von erheblichen Ausmaßen drohen. Vor dem Hintergrund der Covid19-Pandemie verschärft sich die Lage zusehends. Mit der tatsächlichen Umsetzung des Landesaufnahmeprogramms kann die Bremer Landesregierung einen wichtigen Schritt gehen, um als Bundesland die humanitär gebotene Verantwortung zu übernehmen. Sie kann dazu beitragen, dass zumindest 100 Menschen in Bremen Schutz finden und dem Elend der griechischen Lager entfliehen können. Gleichzeitig kann eine erfolgreiche Durchsetzung von Landesaufnahmeprogrammen, wie es sie neben Bremen auch in Thüringen und Berlin gibt, andere Bundesländer motivieren, ebenfalls weitere geflüchtete Menschen aufzunehmen. Ernsthafte Bemühungen des Bundes, die menschenunwürdige Situation in den Aufnahmelagern durch ihre Evakuierung sowie durch Aufnahme und Verteilung innerhalb der Bundesrepublik zu entschärfen, sind nach langer Zeit des Zögerns und Nichthandelns noch immer nicht erkennbar. Welche Gruppen und Organisationen stehen hinter dieser Petition? AlarmPhone, AstA Uni Bremen, Autonomes Femref Bremen, Black Community Foundation Bremen, Colectivo Latinx Bremen, Ende Gelände Bremen, Falken Bremen, Flüchtlingsinitiative Bremen, Flüchtlingsrat Bremen, Fridays4Future Bremen, Migrantifa Bremen, Omas gegen Rechts Bremen, Seaeye Bremen, Seebrücke Bremen, Together we are Bremen, Queeraspora, verdi.jugend Bezirk Bremen-Nordniedersachsen Petition against the Federal Ministry of the Interior to enforce the state's admissions program What is this about? The Bremen Senate decided in a session of 15.09.2020 a state reception program for refugees. According to this program, 100 refugees from the camps on the Greek islands have to be accepted in Bremen. The Federal Ministry of the Interior and Federal Minister of the Interior Horst Seehofer are now blocking the admission of the refugees with insufficient justifications, such as a loss of a uniform federal asylum policy. At the same time, no alternatives are offered at the federal level. The Bremen state government has so far made no attempt to enforce its owdn admission program. This must change. What do we demand? We demand a consistent enforcement of a humanitarian refugee policy from the Bremen state government. The organizers of the petition therefore call on the state government to exhaust the given legal means for the implementation of the state admission program, in order to ultimately take its own orders seriously and implement them. One possibility, for example, would be to support the Berlin Senate's lawsuit against Horst Seehofer's Interior Ministry. Even if taking in 100 refugees is far from enough, only a successful lawsuit against the Ministry of the Interior can create the basis for taking in more people in the future under state measures. How do we justify our demands? For well over 5 years, catastrophic conditions have prevailed for refugees in Greece and in the camps at the EU's external borders. Tens of thousands of people are detained under adverse and inhumane conditions. A life in dignity and with respect for fundamental human rights is actively denied to the inmates of the European reception camps. Even before a global pandemic became known, German courts and the European Court of Justice found systemic deficiencies in Greece and ruled that those seeking protection in Greece were at risk of human rights violations and inhuman or degrading treatment of significant proportions. Against the backdrop of the Covid-19 pandemic, the situation is visibly worsening. With the actual implementation of the state reception program, the Bremen state government can take an important step towards assuming the humanitarian responsibility required of it as a federal state. It can help at least 100 people find shelter in Bremen and escape the misery of the Greek camps. At the same time, successful enforcement of state reception programs, such as those that exist in Thuringia and Berlin in addition to Bremen, can motivate other states to take in more refugees as well. Serious efforts by the federal government to defuse the inhumane situation in the reception camps by evacuating them and by accepting and distributing them within the Federal Republic are still not apparent after a long period of hesitation and inaction. Which groups and organizations are behind this petition? AlarmPhone, AstA Uni Bremen, Autonomes Femref Bremen, Black Community Foundation Bremen, Colectivo Latinx Bremen, Ende Gelände Bremen, Falken Bremen, Flüchtlingsinitiative Bremen, Flüchtlingsrat Bremen, Fridays4Future Bremen, Migrantifa Bremen, Omas gegen Rechts Bremen, Seaeye Bremen, Seebrücke Bremen, Together we are Bremen, Queeraspora, verdi.jugend Bezirk Bremen-Nordniedersachsen

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Not yet a PRO argument.

Bremen hat den höchsten Anteil von Hartz4-Empfängern in Deutschland und eine hohe Arbeitslosenquote, hier gibt es viel zu tun und das seit Jahren. Nun möchte man noch Geflüchtete, die sich bereits in Sicherheit befinden, holen. Möchten die Aktivisten auch für sie aufkommen? Asyl- und Bleiberecht wird durch das BAMF, eine Bundesbehörde, entschieden und nicht durch eine Landes- oder Gemeindebehörde und das muss auch so bleiben. Wer Geflüchtete aus südeuropäischen Lagern aufnehmen möchte, kann für sie eine Bürgshaft leisten, aber nicht diesen unsinnigen Aktivismus auf Kosten der Allgemeinheit!

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