Mit großer Verwunderung haben wir nur über die Medien erfahren, dass der zuständige Bezirksbürgermeister, Herr Komoß, entschieden hat, dass u.a. in unserem winzigen Wohngebiet mit 2000 Einwohnern eine weitere Flüchtlingsunterkunft gebaut werden soll. Eine Betroffenenbeteiligung fand in diesem Fall nicht statt. Wir fordern, die vorrangige Prüfung in anderen Stadtbezirken und die Erhaltung unseres Biotops im Nordosten von Berlin sowie die faire Verteilung der Flüchtlinge unter Berücksichtigung des Steueraufkommens und der Größe der Bezirke.

Begründung

Frau Merkels Satz -> „ Wir schaffen das ! „ , liegt uns allen seit der neuesten Mediennachricht über die Bebauungspläne unseres kleinen Kiezes sehr im Magen ! Eine Verteilung in solcher Unverhältnismäßigkeit kann nicht vorzugweise zu Lasten der Ost – Bezirke gehen, die schon zu kämpfen haben. Laut Bezirksbürgermeisterin Giffey (SPD) sollten sich alte Fehler nicht wiederholen und Flüchtlinge nicht nur in bestimmten Stadtvierteln ( Marzahn – Hellersdorf ) konzentrieren. Eine Verteilung vom Flüchtlingsunterkünften darf Ost - Bezirke nicht in eine Schieflage bringen ( siehe Berliner Zeitung vom 11.02.2016 sowie Berliner Morgenpost vom 13/14.02.2016 ). Diese einseitige Zuteilung lässt sich aber gerade aus der neu veröffentlichten Verteilungsliste schließen. Nach den Kriterien des Hauptausschusses muss das Vorhandensein ausreichender sozialer Infrastruktur und die Verträglichkeit im Umfeld berücksichtigt werden. Beides lässt sich an diesem Standort nicht verwirklichen. 2000 Bewohner im Kiez, zu wenig Kita-Plätze, zu wenig Schulen und Ärzte, die mit der Versorgung des gegenwärtigen Patientenbestandes schon jetzt überfordert sind und nur noch nach Warteliste aufnehmen. Zusätzlich zu den schon aufgenommenen Flüchtlingen ( z.B. UKB, Warener Str. 5, 12683 / Pro Sozial, Blumberger Damm, 12683 / Bitterfelder Str., 12681 / Wolfener Str., 12681 / Schönnagelstr., 12685 ) soll unser Gebiet mit mindestens weiteren 500 Flüchtlingen aufgefüllt werden. Bei der Auswahl des Grundstückes Buckower Ring 54-56 wurde noch nicht einmal auf die geforderte Mindestgröße von 10.000 m² geachtet. Dieses Gebiet war laut Bebauungsplan 10-1 und der Prioritätensetzung vom 21.10.2004 der Flächensicherung für dezentrale Regenwasserbewirtschaftung und Erweiterung des Wuhlegrünzuges vorgesehen. Nach dem Abriss einer Kita 2006 entstand auf diesem Grundstück ein Biotop. Mangels Information des Berliner Senats an die NABU Berlin konnte eine Prüfung der Bebauung nicht erfolgen, zumal das Wuhletal der größte zusammenhängende Grünzug im Nordosten ist. Nach unserer Meinung verstößt die Kommune mit den Bebauungsplänen gegen das baurechtliche Gebot der Rücksichtnahme, da die engen Straßen schon jetzt bei der Versorgung, sowie für den Geschäfts- und Besucherverkehr des Seniorenheimes, der umliegenden Kita´s, aller Anwohner und nicht zuletzt des UKB´s ( fußläufig erreichbar ) schwerwiegende Probleme mit sich bringen.

Der frühere Flughafen Tempelhof erstreckt sich auf einer Fläche von 355 Hektar. Laut Berliner Morgenpost vom 13/14.02.2016 werden nur 1000 Flüchtlingen untergebracht, die geplant waren 7.000.Flüchtlinge. Setzten wir dies ins Verhältnis zu dem geplanten Standort Buckower Ring 54-56 ergibt das nachfolgendes Ungleichverhältnis:: 355 Hektar = 3.550.000 m² = 1.000 Flüchtlinge -> 3.550 m² / 1 Flüchtling nicht mal 1 Hektar 10.000 m² = 500 Flüchtlinge -> 20 m² / 1 Flüchtling

Zutreffend erklärt der Spandauer Bezirksbürgermeister Kleebank ( SPD ) dass die für Spandau vorgesehene Zahl an Flüchtlingsunterkünften gemessen an Bezirksgröße und Einwohnerzahl nicht akzeptabel ist. Vergleicht selbst : Spandau 91,87 km² 230.419 Einwohner 2.519 Einwohner / km² Marzahn/Hellersdorf 61,78 km² 256.173 Einwohner 4.141 Einwohner / km² Da ein Protest von Herrn Komoß ( Bezirksbürgermeister ) fehlt, müssen wir auf dieses Missverhältnis aufmerksam machen !

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer !

    „Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
    Dieses Zitat von Bertholt Brecht hat uns Mut gemacht und in vielen Situationen Kraft gegeben nie aufzugeben. Wir waren uns immer im Klaren, wer nichts tut kann nichts gewinnen.

    Wichtig war für uns auch immer die richtige Strategie zu finden und diese dann auch gemeinsam und geschlossen auf Landes- und Bezirksebene umzusetzen.
    Dieses Vorgehen hat uns bei den Politikern auf Landes- und Bezirksebene Achtung eingebracht.

    Angefangen von dieser Petition führten wir seit Februar Gespräche mit unserem bürgermeister Herrn Stefan Komoß, der stellvertretenden Bürgermeisterin Frau Dagmar Pohle und vielen Abgeordneten der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn/Hellersdorf.

    So richtig ins Rollen kam unsere Herzensangelegenheit jedoch erst mit dem vor Ort Termin des Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja, der uns mit seinen Briefen an Herrn Senator für Finanzen Dr. Kollatz-Ahnen und den Bezirksbürgermeister Stefan Komoß unterstützte.

    Diese Schreiben weitergeleitet an unsere zweite Verbündete, Frau Liane Ollech, Abgeordnete im Abgeordnetenhaus von Berlin brachte nun den Durchbruch zur Beschleunigung des Verfahrens bei Herr Dr. Matthias Kollatz-Ahnen Senator für Finanzen.

    Resultat des Ganzen :

    Dr. Kollatz Ahnen Finanzsenator teilt unsere Bedenken gegen die Auswahl des Grundstückes. Damit ist die Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft oder einer Wohnunterkunft, wie von Christian Gräff geplant, vom Tisch.

    Auch wenn Christian Gräff in seinem Brief an alle Anwohnerinnen und Anwohner des Buckower Rings vom 13.09.2016 es so hinstellt als wenn er sich intensiv dafür eingesetzt hat, dass die Finanzverwaltung ihre Standortauswahl überdenkt und korrigiert, so ist das reine Wahlpropaganda. Christian Gräff hat in allen Phasen gegen unser Anliegen gekämpft und unsere Argumente als falsch abgewiesen.

    Liebe Unterstützer,

    unser erstes Ziel bis zur Wahl, keine Flüchlingsunterkunft und kein Wohnhaus zu errichten ist erreicht. Dafür ein großes „Dankeschön“ an alle die an uns geglaubt haben und ihren Anteil zum Gelingen beigetragen haben.

    Der Kampf ist damit aber noch nicht abgeschlossen. Liane Ollech, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, will uns nach der Wahl unterstützen bei der Gestaltung eines Kiez - Parkes auf dem Grundstück Buckower Ring 54-56.
    Über die weiteren Einzelheiten werden wir Euch zu gegebener Zeit gern unterrichten.

    Mit sonnigen Grüßen

    aus unserem Kiez !!!

  • Liebe Unterstützer,

    auch wenn es etwas ruhig um uns scheint ... nein dies ist nicht der Fall.
    Termine beim Bezirksbürgermeister Komoß, Herrn Senator Czaja, der diesen bei uns vor Ort wahr nahm und viele weitere nehmen wir wahr und kämpfen weiter um unser Biotop - Projekt was uns am Herzen liegt.

    Damit wir uns im entscheidenen Moment keine Steine in den Weg legen, wurden wir gebeten bis zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung keine Veröffentlichungen zu tätigen. Diesem Wunsch möchten wir gern nachkommen und bitten Euch um Verständnis.

    Getreu dem Motto in der Ruhe liegt die Kraft halten wir Euch gern auf dem Laufenden ...

    Bis dahin einen sonnigen Spätsommer und ganz liebe Grüße aus unserem Kiez

  • Liebe Unterstützer,

    auch wenn es ein unendlicher Kampf ist, wir sind einen Schritt weiter, wie auch der Artikel des Bezirksjournals Juni 2016 zeigt.

    Bei uns ist alles in Richtung Schaffung einer Waldkita ausgerichtet, denn dies ist das, was so dringend in unserem wachsenden Bezirk gebraucht wird.

    Wer demnächst ein Kind erwartet … bleibt weiter dran uns zu unterstützen, da wir leider noch gegen die Bebauung, geplant von Herr Gräff, kämpfen.

    In diesem Sinne ein sonniges Wochenende und liebe Grüße aus unserem Kiez !

Pro

Im Kornmandelweg stehen ein 6-Geschosser und ein 10- Geschosser leer. Grundstück ist eingezäunt. Flüchtlinge wären geschützt, da Polizeigelände. Polizei kann Objekte wieder verwerten. Beiden Seiten wäre geholfen. Kosten sicher geringer, als Neubau. Leerstandsabbau bei Polizei. Kleines Grundstück im Buckower Ring könnte belassen werden, wie es ist. Bürgermeister sollte mit Verantwortlichen der Polizei reden.

Contra

Ich finde es ziemlich daneben ,sich für die Belange eines Biotops angeblich einsetzen zu wollen, wenn es im Kern der Petition einfach darum geht den Bau eines Flüchtlingheimes zu verhindern. Die Initiatoren dieser Petition, die vielleicht gerne mal mit einigen Immigranten einen Deutsch-VHS-Kurs belegen sollten, denn diese kleinen Handzettel, die gerade verteilt werden, schmerzen richtig vor orthografischen Stilblüten, sollten sich nicht hinter dem Thema Naturschutz verstecken, sondern ganz offen ihre Fremdenfeindlichkeit dokumentieren.