VFX-Artists fordern gesetzliche Investitionspflicht für Streamingdienste

Petitie is gericht aan
Obleute des Ausschusses für Kultur und Medien: MdB Pascal Reddig und MdB Martin Rabanus

326 handtekeningen

Handtekeningeninzameling voltooid

326 handtekeningen

Handtekeningeninzameling voltooid

  1. Gestart januari 2026
  2. Handtekeningeninzameling voltooid
  3. Overdracht voorbereiden
  4. Gesprek met ontvanger
  5. Beslissing

Verzoekschrift gericht aan: Obleute des Ausschusses für Kultur und Medien: MdB Pascal Reddig und MdB Martin Rabanus

Sehr geehrte Herren Abgeordnete Rabanus & Reddig,
 
wir sind die Unsichtbaren in der Filmbranche. Unsere Arbeit ist dann gut gemacht, wenn niemand bemerkt, dass wir überhaupt an einem Film gearbeitet haben. Wir sind die, die an Stelle einer grünen Stoffbahn neue phantastische Welten schöpfen, digitalen Wesen Leben schenken, den Superhelden ihre Kräfte geben, irreale Landschaften erschaffen. Die es möglich machen, dass vergangene Schauplätze wieder aufleben, Gebäude spektakulär in die Luft fliegen, Menschenmengen in Stadien jubeln und dass jeder noch so kleine Fehler am Set nicht im finalen Film landet. 

Wir sind Visual Effects Artists (VFX-Artists).

Die Krise, die in den letzten Jahren die deutsche Filmbranche getroffen hat, bekommen auch wir besonders deutlich zu spüren. Digitale Effekte sind arbeitsintensiv und teuer, und nur gut finanzierte große Projekte setzen sie in größerem Stil ein. Corona und die Streiks der Filmschaffenden in den USA haben das wichtige Standbein der Hollywood-Produktionen ins Wanken gebracht. Streaming-Dienste, allesamt in den USA ansässig und steuerlich in Deutschland praktisch nicht existent, haben die Film- und Serienlandschaft schlagartig und nachhaltig verändert. Fehlende Investitionen in deutsche Filme tun ihr Übriges. Vermehrt kommt es zu Phasen, wo wir in Kurzarbeit gehen, wo Personal schrittweise abgebaut wird und Studios letzten Endes geschlossen werden.

So wurde zum Beispiel 2022 ein renommiertes, international bekanntes deutsches VFX-Studio von einem großen US-Streaminganbieter gekauft. Nur kurze Zeit später wurde "umstrukturiert", alle deutschen Standorte geschlossen, der Markenname fallen gelassen und hunderte VFX Artists in Deutschland waren auf einen Schlag ohne Arbeit.

Wir, die unten unterzeichnenden Visual Effects Artists in Deutschland, bitten Sie daher, sich für die gesetzliche Investitionspflicht für Streaminganbieter einzusetzen und deren zügige Umsetzung zu unterstützen, wie sie die Ampelregierung vorgesehen und für deren Umsetzung sich auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ursprünglich ausgesprochen hatte.
 
Die Stabilität und Planbarkeit, die eine gesetzliche Investitionspflicht mit sich bringt, ist essenziell in der heutigen Situation der deutschen Filmbranche. Was in den letzten 3 Jahren zerstört wurde, lässt sich nicht mit "freiwilliger Selbstverpflichtung" und leeren Versprechen wieder aufbauen. Filmproduktionen und VFX Studios brauchen Rückhalt. Nicht nur, um weiteren Entlassungen und Schließungen vorzubeugen, sondern um den Filmschaffenden die Gewissheit zu geben, dass es hierzulande eine Zukunft für sie gibt. Dass sie sich trauen dürfen, ihre Teams wieder auszubauen und gefährdete Standorte zu halten. Damit die Absolventen der deutschen Filmhochschulen, in die ja nach wie vor viel investiert wird, die Chance bekommen, dann auch hier in Deutschland ihre Talente zu entfalten. Um der deutschen Filmkultur eine echte Überlebenschance zu geben.

Bitte handeln Sie, solange es noch etwas zu retten gibt.

Mit vielen Grüßen
 
Die unten Unterzeichneten VFX Artists:

 

Reden

Weitere Informationen:
https://licht-aus-am-set.de/
https://produktionsallianz.de/filmreform-broken-promises-gebrochene-versprechen/
https://www.deutsche-filmakademie.de/meldungen/investitionsverpflichtung-gesetz-statt-ausverkauf/
https://www.deutschlandfunk.de/interview-weimer-wolfram-kulturstaatsminister-100.html
https://www.deutschlandfunk.de/weimer-distanziert-sich-von-investitionspflicht-fuer-streaming-anbieter-kritik-von-den-gruenen-100.html

Dear MPs Rabanus & Reddig,
We are the invisible ones in the film industry. When we do our work well, no one notices we were part of the production at all. We create fantastical worlds where there was only a green screen. We give life to digital creatures, superpowers to the superheroes, and build unreal landscapes. We are the ones who make it possible to revive old historic sites, spectacularly blow up buildings on screen, fill stadiums with cheering digital crowds, and ensure that small mistakes on set do not make it into the final cut.
We are visual effects artists (VFX artists).
The crisis that has hit the film industry in recent years has affected us particularly hard. Digital effects are labour-intensive and expensive, and only well-funded productions can use them at scale. Covid and the strikes in the United States shook this key pillar of Hollywood production. Streaming services, all based in the United States and contributing very little in taxation in Germany, have abruptly and permanently reshaped the landscape for films and TV series. The lack of investment in German film has done the rest. More and more often, we are forced into short-time working arrangements. Staff are being laid off in stages, and in many cases companies are ultimately closing down.
In 2022, for example, a renowned German VFX studio with an international reputation was bought by a major US streaming service. Shortly afterwards, the company was “restructured”; all German sites were closed, the brand was dropped, and hundreds of VFX artists in Germany were left without jobs almost overnight.
We, the undersigned VFX artists in Germany, therefore ask you to advocate for a statutory investment obligation for streaming services and to support its swift implementation, as envisaged by the traffic light coalition government and originally advocated by Minister of State for Culture Wolfram Weimer.
The stability and predictability that a statutory investment obligation would bring are essential in the current situation. What has been destroyed over the last three years cannot be rebuilt through “voluntary commitments” and empty promises. Film productions and VFX studios urgently need support, not only to prevent further redundancies and closures, but also to give film-makers confidence that there is a future for them in this country. This would allow teams to be rebuilt and endangered sites to stay open. It would also give graduates of German film schools, where significant investment is still being made, the chance to develop their talents here in Germany. Above all, it would give German film culture a real chance of survival.

Please take action while there is still something left to save.

Yours sincerely,

Hartelijk dank voor jullie steun, Ewa Wianecki, Stuttgart
Vraag voor de initiatiefnemer

Gegevens met betrekking tot de petitie

Petitie gestart: 30-01-2026
Collectie eindigt: 05-04-2026
Regio: Duitsland
Categorie: Cultuur

Deze petitie is vertaald in de volgende talen.

Nieuws

  • Liebe VFX-Kolleg:innen,

    nach dem 5. Februar und die Einigung von CDU und SPD auf einen "Investitionspakt für den Filmstandort" berichteten viele Medien , dass das Kabinett noch vor der Osterpause über den Gesetzentwurf entscheiden soll. Der Entwurf war jedoch noch nicht vorgelegt worden. Nachdem diese Petition bzw. dieser offene Brief nun fertiggestellt ist, habe ich ihn erneut verschickt. 

    Viele Grüße
    Ewa Wianecki

    Dear fellow VFX artists,

    Following 5 February and the agreement between the CDU and SPD on an “investment pact for the film industry”, many media outlets reported that the cabinet was due to decide on the draft bill before the Easter break. The draft had not yet been presented. Now that this petition/open letter has been finalised, I have sent it out again.

    Best regards,
    Ewa Wianecki

Deze petitie is vertaald in de volgende talen.

Meer over het onderwerp Cultuur

100 %
3.923 handtekeningen
152 dagen overblijvend

Help mee om burgerparticipatie te vergroten. We willen je kwesties kenbaar maken en daarbij onafhankelijk blijven.

Nu ondersteunen