1. Der Arzt stellt nur noch die Indikation für Physiotherapie. Über Art und Umfang entscheidet der Therapeut selbst.
  2. Der Therapeut erhält die volle Budgetverantwortung. [Editiert am 29.1.: Die Volle Budgetverantwortung für den Behandlungsfall = Fallpauschale. Nicht für das Kollektiv]
  3. In der physiotherapeutischen Behandlung wird nicht mehr nach Zertifikaten unterschieden, sondern nur noch nach Zeiteinheit und Einzel-/Gruppentherapie.
  4. Eine angemessene Vergütung für Einzel- & Gruppentherapie.
  5. Eine sinnvolle Kombination von Kassen- & Selbstzahlerleistungen wird zugelassen. Der Patient muss die Wahl haben. Die Praxis darf die Behandlung ohne Selbstzahlerleistungen nicht verweigern.
  6. Grundlage der Vergütung ist die Indikationsstellung durch den Arzt und ein genehmigter Kostenvoranschlag der Krankenkassen.
  7. Der Kostenvorschlag/Therapieplan wird im Rahmen der Befundung erstellt. Der Befund und die Therapieplanung und in jedem Fall durch die Krankenkasse vergütet.
  8. Der Praxis erhält die Möglichkeit, die erbrachten Leistungen durch den Patienten digital unterschreiben zu bekommen. Diese digitalen Unterschriften werden per Datenaustausch den Krankenkassen zur Verfügung gestellt. Ein Versand der Urbelege entfällt damit.

Den vollständigen Text finden Sie unter: www.die-gesundheitstrainer.de/neuorganisation-der-abgabe-von-physiotherapeutischen-leistungen/

Begründung

Aktuelle Situation

Die Physiotherapie in Deutschland steckt in einer Sackgasse. Steigende Patientenzahlen, und damit einhergehend auch steigende Ausgaben für Heilmitteleistungen, bei gleichzeitigem Rückgang der Physiotherapieschüler lässt den Versorgungsauftrag der Krankenkassen immer schlechter erfüllbar machen.

Auch wenn das Schulgeld für die Ausbildung zum Physiotherapeuten in den kommenden drei Jahren wegfallen wird, werden wir nicht genug Nachwuchs ausbilden können um den Bedarf zu decken. Der demographische Wandel mit gleichzeitigem Anspruch (und auch Erwartung) an erhaltende Mobilität führen dazu, dass die Nachfrage nach „medizinischen Fachkräften für Bewegung“ weiter ansteigt.

Bei momentan noch leicht steigenden Praxiszahlen, wird sich die Anzahl der Praxen in den kommenden Jahren deutlich reduzieren, da viele Praxisinhaber keinen Nachfolger mehr finden und die Praxis aufgeben müssen.

Darüber hinaus ist die kleingliedrige Aufteilung in verschiedene Heilmittel/Zertifikatsposition nicht mehr zeitgemäß, noch wissenschaftlich in allen Fällen validiert. Diese Aufgliederung ist bürokratisch, verursacht administrative Fehler und sorgt dafür, dass nicht immer zweckmäßig verordnet wird. Die Möglichkeit Patienten mit einem Eigen- oder Gruppenübungsprogramm zu versorgen und nach einer gewissen Zeitspanne wieder zu versorgen fehlt gänzlich.

Das extrem unterschiedliche Verordnungsverhalten in den kassenärztlichen Bereichen lässt die Vermutung zu, dass Patienten nicht nach zweckmäßigen Gesichtspunkten versorgt werden, sondern ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Dabei spielt vor allem die Angst vor Regressen bei den verordnenden Ärzten die Hauptrolle.

Auf Grund der aktuellen Lage des Fachkräftemangels, der Bürokratie und der nicht optimalen Verordnungssteuerung fordern wir in den folgenden vier Bereichen konkrete Veränderungen:

  • Der Weg zum Physiotherapeuten
  • Gestaltung der Therapie
  • Einbinden des Patienten
  • Vergütung der erbrachten Leistungen

Den vollständigen Text finden Sie unter: www.die-gesundheitstrainer.de/neuorganisation-der-abgabe-von-physiotherapeutischen-leistungen/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, die gesundheitstrainer aus Collenberg
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Neuigkeiten

  • Nach dem ich mehrfach auf den „falschen“ Begriff der Budgetverantwortung angesprochen wurde, halte ich eine detaillierte Erläuterung und Richtigstellung für angebracht.

    Es geht mir ausdrücklich nicht darum, dass die Physiotherapeuten als Kollektiv ein Budget verantworten sollen. Dies würde, genauso wie bei den Ärzten, zu unkalkulierbarem Risiko eines Regresses führen. Bedingt durch Faktoren, die wir als einzelne Leistungserbringer gar nicht beeinflussen können. Dies hat auch nichts mehr mit Verantwortung zu tun, sondern ausschließlich mit Angst.

    Und trotzdem bin ich dafür, dass ich für mein eigenes Handeln auch wirtschaftliche Verantwortung übernehmen sollte und auch kann.
    Diese Verantwortung muss sich aber immer auf einen Behandlungsfall oder auf die Summe meiner eigenen Behandlungsfälle beziehen. Im stationären Umfeld nennt man dies „Fallpauschalen“ und genau dies muss das Steuerungsinstrument für die Kosten sein. Behandel ich 5 Patienten mit jeweils einem Budget von X Euro, dann habe ich ein Budget von 5 x X Euro zu verantworten. Überschreite ich dieses, trage ich hierfür die Verantwortung.

    Also: Das Budget von Fallpauschalen möchte ich verantworten. Eine Budgetverantwortung im Kollektiv, analog dem aktuellen System, lehne ich entschieden ab.

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.