Region: Essen

Kein finanzieller Druck im Notfall - Stoppt neue Rettungsdienstgebühren in Essen

Petition is addressed to
Oberbürgermeister Thomas Kufen

7,045 Signatures

100 %
5,660 from 3,600 for quorum in Essen Essen

7,045 Signatures

100 %
5,660 from 3,600 for quorum in Essen Essen
  1. Launched 10/12/2025
  2. Time remaining > 4 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
personal data
 

I consent to the storage of my data. I can revoke this consent at any time.

Petition is addressed to: Oberbürgermeister Thomas Kufen

Ab Januar 2026 müssen gesetzlich Versicherte in Essen für die Inanspruchnahme des Rettungsdienstes einen Eigenanteil von voraussichtlich 267€ pro Fahrt selbst tragen. Ziel dieser Petition ist, dass die Inanspruchnahme des Rettungsdienstes NICHT in diesem Maß von Betroffenen selbst gezahlt werden muss und damit wie bisher für Bürger und Bürgerinnen nahezu kostenlos bleibt (bisherige Regelung: max. 10€ Selbstbeteiligung).
In der Ratssitzung am 10.12.25, in der die Einführung des Eigenanteils bei Rettungsdienst-Fahrten beschlossen wurde, haben u.a. die Parteien CDU, SPD, Grüne und BSW, die dem Antrag zugestimmt haben, bereits zum Ausdruck gebracht, dass sie sich eine anderen Ausweg wünschen würden. Aber da die Verhandlungen mit den Krankenkassen bezüglich der Finanzierung gescheitert sind und die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht zulassen, dass die Stadt die Kosten trägt, gäbe es aktuell keine andere Möglichkeit. Man wolle Anfang des Jahres erneut auf die Krankenkassen zugehen um zu verhandeln, appelliere an Bund und das Land NRW die Gesetzgebung entsprechend zu ändern, um das Problem auf anderem Weg lösen zu können und es soll bei der nächsten Ratssitzung im Februar über die angekündigte Härtefallregelung abgestimmt werden, die greifen soll, wenn die Kosten für den Rettungsdienst durch Bürger aus finanziellen Gründen nicht bezahlt werden können.
Die Stadt Essen hat selbst hat also deutlich gemacht, dass die Einführung dieses Eigenanteils für die Inanspruchnahme des Rettungsdienstes keine gewollte Dauerlösung ist, sondern eine Notlösung aufgrund rechtlicher und finanzieller Rahmenbedingungen, die den Rettungsdienst sonst handlungsunfähig machen würden. Angesichts der unmittelbaren Auswirkungen auf die gesundheitliche Versorgung muss dieses Thema von der Stadt mit höchster Priorität behandelt werden. Wir erwarten von der Stadt Essen, dass sie sich diesem Thema umgehend und mit allen ihr verfügbaren Mitteln widmet, um die Folgen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten und schnellstmöglich eine Alternativlösung zu finden, sodass die Bürger und Bürgerinnen Essens die Gebühren für den Rettungsdienst nicht tragen müssen. In diesem Zusammenhang stellen wir die folgenden Forderungen:

  1. Wir fordern einen öffentlichen und verbindlichen Zeitplan, aus dem klar hervorgeht, bis wann die angekündigten Verhandlungen mit den Krankenkassen, Gespräche mit Bund und Land sowie Entscheidungen über alternative Finanzierungsmodelle abgeschlossen sein sollen. Vage Ankündigungen schaffen keine Sicherheit.
  2. Die bisherige Kommunikation (Stellungnahme sowie FAQs auf der Webseite der Stadt Essen, sowie Social Media Kanäle) zur geplanten Gebühr ist für viele Bürgerinnen und Bürger uneindeutig und verunsichernd. Wir fordern daher eine klare, verständliche und widerspruchsfreie Kommunikation, die transparent darlegt, wann die Gebühr anfällt, in welcher Höhe sie erhoben wird und wer davon betroffen ist. Die Sprache muss leicht verständlich sein, da alle Bevölkerungsschichten betroffen sind. Gleichzeitig fordern wir von der Stadt Essen, den Vorgang rechtlich zu prüfen und alle Szenarien zu bedenken, damit die Bürgerinnen und Bürger Essens Klarheit haben. Was passiert wenn ich für eine Person den RTW rufe, die nicht bei Bewusstsein oder zurechnungsfähig ist? Kann diese Person überhaupt ein Transport in Rechnung gestellt werden, den sie gar nicht selbst in Auftrag gegeben/zugestimmt hat? Diese Fragen müssen vor Einführung der Gebühren geklärt und kommuniziert werden.
  3. Wir fordern, dass ab dem 01.01.2026 eine verbindliche und unbürokratische Härtefallregelung gilt, die sicherstellt, dass Menschen mit geringem Einkommen oder in besonders schutzbedürftigen Lebenslagen nicht aus finanziellen Gründen davon abgehalten werden, im Notfall Hilfe zu rufen. Rettungsdienste dürfen keine soziale Hürde darstellen. Die Regelung muss schnellstmöglich klar und verständlich auf allen verfügbaren Kanälen kommuniziert werden, damit die Bürgerinnen und Bürger wissen, ob diese Regelung für sie greift oder nicht. Die Regelung wie in der Ratssitzung angekündigt erst im Februar zu beschließen, ist zu spät.
  4. Zugleich erwarten wir, dass die Stadt den notwendigen politischen Druck auf Bundes- und Landesebene sowie gegenüber den Krankenkassen offen, sichtbar und nachvollziehbar ausübt. Dazu gehört, Initiativen, Verhandlungsstände und Forderungen öffentlich zu machen und sich gemeinsam mit anderen Kommunen für eine rechtliche und finanzielle Lösung einzusetzen.
  5. Abschließend fordern wir eine klare und verbindliche Zusicherung, dass die Finanzierung des Rettungsdienstes über die Zahlung eines derartigen Eigenanteils durch die Bürgerinnen und Bürger keine Dauerlösung wird. Die Finanzierung des Rettungsdienstes ist Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und darf nicht dauerhaft auf die Bürgerinnen und Bürger abgewälzt werden.

Weitere Infos zum Beschluss der Stadt Essen:
https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_1582794.de.html
FAQ-Rettungsdienstgebühren

Reason

Die geplante Einführung eines Eigenanteils von fast 300 Euro für die Inanspruchnahme des Rettungsdienstes stellt für viele Bürgerinnen und Bürger eine erhebliche Belastung dar. Auch wenn die Stadt Essen betont, dass es sich dabei um eine Notlösung aufgrund rechtlicher und finanzieller Zwänge handelt, hat diese Maßnahme unmittelbare Auswirkungen auf die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung.
Rettungsdienste sind ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Finanzielle Hürden im Zusammenhang mit medizinischen Notfällen bergen die reale Gefahr, dass Menschen aus Angst vor Kosten zögern oder darauf verzichten, den Notruf zu wählen. Dies kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben und im schlimmsten Fall Leben gefährden.
Zusätzlich sorgen unklare und teils widersprüchliche Informationen zur geplanten Gebühr für erhebliche Verunsicherung in der Bevölkerung. Viele Menschen wissen nicht, ob, wann und in welcher Höhe Kosten auf sie zukommen oder welche Ausnahmen gelten. Gerade in Notlagen muss jedoch uneingeschränktes Vertrauen in die Erreichbarkeit und Bezahlbarkeit von Hilfe bestehen.
Da die Stadt Essen selbst angekündigt hat, an alternativen Lösungen zu arbeiten und politischen Druck auf höherer Ebene ausüben zu wollen, ist es notwendig, diesen Prozess transparent, verbindlich und mit höchster Priorität voranzutreiben. Ohne klare Zeitpläne, nachvollziehbare politische Initiativen und eine sofort wirksame soziale Absicherung besteht die Gefahr, dass eine als vorübergehend bezeichnete Maßnahme zur dauerhaften Belastung für die Bürgerinnen und Bürger wird.
Diese Petition ist daher nicht als pauschale Schuldzuweisung gegenüber der Stadt Essen zu betrachten, sondern als eine Forderung nach konkreten, sozial verantwortlichen und transparenten Schritten, um sicherzustellen, dass der Zugang zum Rettungsdienst für alle Menschen in Essen jederzeit gewährleistet bleibt – unabhängig von ihrer finanziellen Situation.

Hinweis zur Begrifflichkeit "Eigenanteil" (Ergänzung vom 17.12.2025):
Die Stadt Essen hat mit der Überarbeitung der FAQs zur Anpassung der Rettungsdienstgebühren am 17.12.25 klargestellt, dass es sich bei den künftig anfallenden Kosten nicht um einen „Eigenanteil“ im bisherigen Sinne handelt, sondern um den Differenzbetrag zwischen den durch die Krankenkassen festgelegten Festbeträgen, die für Rettungsdienstfahrten durch die Krankenkassen übernommen werden und den tatsächlichen Kosten.
Für die Betroffenen ändert dies nichts an der finanziellen Belastung von voraussichtlich rund 267 € pro Einsatz. Die Petition bezieht sich ausdrücklich auf diese tatsächliche Kostenbelastung und ihre Auswirkungen auf die Inanspruchnahme des Rettungsdienstes. Die Formulierung "Differenzbetrag" wurde zum Zeitpunkt der letzten Überarbeitung der Petition noch nicht von der Stadt Essen verwendet. Da die Petition nun aber bereits beim Ausschuss für Anregungen und Beschwerden der Stadt Essen im PDF-Format eingereicht wurde, wird davon abgesehen, die Formulierung "Eigenanteil" in der ganzen Petition nun in "Differenzbetrag" zu ändern, damit die bereits eingereichte PDF-Version sich nicht von der Online-Version unterscheidet, mit Ausnahme dieses Vermerks.

Thank you for your support, Lea Rühmann, Essen
Question to the initiator
Image with QR code

Tear-off stub with QR code

download (PDF)

Petition details

Petition started: 12/10/2025
Collection ends: 06/09/2026
Region: Essen
Topic: Health

Translate this petition now

new language version

News

  • Liebe Unterstützende,

    Sie und schon mehr als 5.000 Menschen haben sich mit Ihrer Unterschrift dafür eingesetzt: Krankentransporte sollten nicht zu einer Frage der finanziellen Mittel werden! 📣

    Die Forderung, dass Bund, Länder und Krankenkassen die Kosten für Rettungsdienste nicht auf Einzelpersonen abwälzen sollten, bleibt also laut.

    Und es tut sich schon was: Die Stadt Essen hat nun per Dringlichkeitsentscheidung reagiert und will vorerst keine Rechnungen an Betroffene ausstellen. Doch das Thema ist damit nicht vom Tisch. Denn ob die Kosten nachträglich doch noch von Patientinnen und Patienten übernommen werden müssen, bleibt noch offen. ☝️

    Es braucht also weiterhin Druck. Damit noch mehr Menschen von der Petition erfahren, haben wir von openPetition ein Video auf Instagram, YouTube, TikTok, Facebook und LinkedIn veröffentlicht - gerne liken 💛 & teilen, teilen, teilen:

    +++ Instagram: https://www.instagram.com/p/DSchDELDN_H/
    +++ YouTube: https://youtube.com/shorts/ZlOVhcPUqxE
    +++ TikTok: https://www.tiktok.com/@openpetition/video/7585548896886099222
    +++ Facebook: https://www.facebook.com/share/r/19k8S1MaYv/
    +++ LinkedIn: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7407758134510874625

    Vor allem wenn die Beiträge geteilt werden, erfahren noch mehr Menschen von der Petition.

    📧 Wer nicht in den Sozialen Netzwerken aktiv ist, kann Freunde, Bekannte und Familie per Whatsapp oder E-Mail auf die Petition hinweisen:

    +++ Kurzlink zur Petition: www.openpetition.de/rettungsdienst

    Vielen Dank für Ihr Engagement!
    Ihr openPetition-Team
  • Nachdem die Petition am heutigen 17.12.25 beim Ausschuss für Anregungen und Beschwerden der Stadt Essen eingereicht wurde, hat die Stadt Essen nun nur wenige Stunden später auf ihren Social Media Kanälen verkündet, dass der Rat per Dringlichkeitsentscheidung beschlossen hat, den Versand der Gebührenbescheide an die Bürger und Bürgerinnen ab dem 01.01.26 vorübergehend auszusetzen, da sich abzeichnet, dass die Reform der Notfallversorgung auf Bundesebene noch im ersten Quartal 2026 in das Bundeskabinett eingebracht werden kann. Bis hier eine bundesweit einheitliche Regelung gefunden wird, soll bis Ostern eine Übergangsregelung zur Kostenübernahme von Fehlfahrten mit den Kassen erzielt werden.

    Wichtig: Das Thema ist damit noch nicht vom Tisch. Der Anspruch der Stadt auf die Gebühren bleibt bestehen und verfällt nicht, wie die Stadt mitteilt. Entsprechend könnte sie die Gebühren der Rettungsdienstfahrten, die ab Januar stattfinden, den Bürgern und Bürgerinnen zu einem späteren Zeitpunkt noch nachträglich in Rechnung stellen, sollte eine Einigung mit den Krankenkassen weiterhin nicht möglich sein.

    Dennoch begrüßen wir die Entscheidung des Rates, vorerst keine Gebührenbescheide an die Bürgerinnen und Bürger zu versenden. Ob und in welchem Umfang die Petition zu dieser Entscheidung beigetragen hat, lässt sich derzeit nicht seriös beurteilen. Politische und verwaltungsinterne Entscheidungsprozesse haben in der Regel mehrere Ursachen und Vorläufe.
    Unabhängig davon können wir gemeinsam feststellen:
    Die Dringlichkeit des Themas wurde erkannt. Das ist eine gute Nachricht für alle Bürgerinnen und Bürger. Dass so viele Menschen in kurzer Zeit ihre Unterstützung gezeigt und ihre Sorgen deutlich gemacht haben, war richtig und wichtig. Die Petition hat sichtbar gemacht, dass finanzielle Hürden im medizinischen Notfall für viele Menschen nicht akzeptabel sind – und dass dieses Thema mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wird.

    Die Aussetzung der Gebühren ist ein wichtiger Zwischenschritt. Entscheidend wird nun sein, wie die Stadt den weiteren Prozess gestaltet und ob auf Bundesebene eine tragfähige, sozial verantwortliche Lösung gefunden wird, die den Zugang zum Rettungsdienst dauerhaft absichert.

Die Rettungsdienstgesetze sind bereits ausreichend und müssten angewandt werden. Kostenersatz gibt es vom Verursacher nur dann, wenn der Einsatz auf missbräuchlichem Verhalten der Verursacherin oder des Verursachers beruht. An sich müsste das nur konkretisiert werden.

Wenn Rettungswagen wegen Zahnschmerzen, Mückenstich oder erhöhter Temperatur von Kindern gerufen wird, entstehen unnötige Kosten . Die Liste der unnötigen Fahrten ist sehr lang und zeigt, dass der Notruf oft unnötiger Weise in Anspruch genommen wird (das vermeidet Wartezeiten in der Notaufnahme, Taxi- und ggf Parkplatzgebühren).

Why people sign

Bin zu broke für Krankenwagen sonst

Ich möchte unabhängig meiner finanziellen Situation behandelt und wenn nötig transport werden. Gesundheit darf nicht geldabhängig sein.

Es kann nicht sein, dass Wieder auf dem Rücken der Schwächsten. Die finanzielle Misere ausgetragen wird
Es wird mit Sicherheit Tote geben, weil aus Sorge vor den Kosten kein Rettungsdienst gerufen wird

Weil es nicht sein darf dass Menschen die sich das nicht leisten können eventuell keinen Krankenwagen rufen obwohl es Ihnen vielleicht sehr sehr schlecht geht. In den benachbarten Städten gibt es das ja auch nicht. Das ist absolut unglaublich und für mich grenzt das an unterlassene Hilfeleistung

Konopka

Tools for the spreading of the petition.

You have your own website, a blog or an entire web portal? Become an advocate and multiplier for this petition. We have the banners, widgets and API (interface) to integrate on your pages. To the tools

Translate this petition now

new language version

Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now