Region: Germany
Internet

Offener Brief: #FreeToBeOnline

Petition is directed to
Social Media-Unternehmen
1.427 Supporters
29% achieved 5.000 for collection target
  1. Launched 02/10/2020
  2. Time remaining 9 weeks
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
I agree to the storage and processing of my personal data. The petitioner can see name and place and forward this information to the recipient. I can withdraw my consent at any time.

Sehr geehrte Damen und Herren von Instagram, Facebook, TikTok und Twitter,

wir vertreten 14.000 Mädchen und junge Frauen aus 22 Ländern, die an einer Umfrage von Plan International zu Online-Gewalt teilgenommen haben. Wir bitten Sie dringend darum, Belästigungen auf Ihren Plattformen zu stoppen.

Reason

Wir schätzen Ihre Plattformen sehr. Sie sind ein wesentlicher Teil unseres Alltags geworden. Wir nutzen sie nicht nur, um mit Freunden in Kontakt zu treten, sondern auch, um unsere Meinung zu sagen sowie Veränderungen anzustoßen und zu gestalten. Aber Ihre Plattformen sind nicht sicher für uns. Wir werden dort belästigt und angefeindet. An jedem einzelnen Tag.

Wir werden körperlich bedroht, mit rassistischen Beschimpfungen beleidigt, sexuell belästigt und beschämt. Digitale Gewalt ist ein ernst zu nehmendes Problem. Sie richtet großen Schaden an und bringt uns zum Schweigen.

Die Corona-Pandemie hat unser Alltagsleben zunehmend in das Internet verlagert, und wir sind dort immer größeren Risiken ausgesetzt.

Wussten Sie, dass bei der Befragung von Plan International die Hälfte von uns angegeben hat, mehr Belästigung online zu erleben als auf der Straße? Und dass 42 Prozent von uns aus diesem Grund ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen verlieren?

Online-Gewalt macht etwas mit uns, weil sie uns erzählen will, dass etwas mit uns nicht stimmt. Zum Beispiel, weil wir eine andere Hautfarbe oder ein anderes Geschlecht haben. 37 Prozent von uns, die sich als Angehörige einer ethnischen Minderheit beschreiben, sagen, dass sie genau deshalb belästigt wurden. Und 56 Prozent unter uns, die LGBTIQ+ sind, wurden ebenfalls aus diesem Grund beschimpft und bedroht.

Uns wird geraten, ‘Social Media zu meiden, wenn wir nicht mit der Belästigung umgehen können’. Das ist echt krass. Es kann doch nicht sein, dass wir uns mit einem unfairen System abfinden und uns kleinmachen sollen. Die Welt muss endlich damit aufhören, Online-Gewalt als etwas Normales zu betrachten.

Wir wissen, dass viele von Ihnen Maßnahmen ergreifen, um Ihre Plattformen sicherer zu machen – das ist fantastisch, danke!

Aber das reicht nicht!

Wir Mädchen und junge Frauen in all unserer Diversität müssen uns darauf verlassen können, dass wir uns immer an Sie wenden können, wenn wir digitale Gewalt erleben und dass Sie etwas dagegen tun.

Was heißt das in der Praxis? Verbünden Sie sich mit uns! Sprechen Sie mit uns! Hören Sie uns zu, wenn wir von unseren Erfahrungen berichten! Arbeiten Sie gemeinsam mit uns an besseren Meldemechanismen, die es uns leicht machen, Online-Gewalt zu melden und Täter:innen zur Verantwortung ziehen.

Jetzt ist die Zeit zu handeln, damit alle Mädchen sagen können: #FreeToBeOnline.

Wir warten auf Ihren Anruf …

Mit freundlichen Grüßen

Zahra, 17, Finnland; Madjidath, 20, Benin; Yande, 16, Sambia; Neha, 18, Nepal; Deisy, 18, Kolumbien; Sessi, 22, Benin

Thank you for your support, Plan International Deutschland from Hamburg
Question to the initiator

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News

Not yet a PRO argument.

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • 1 day ago

    Weil ich tagtäglich Mädchen und Frauen berate, die von (digitaler) Gewalt betroffen sind und möchte, dass diese ausreichend geschützt werden.

  • 2 days ago

    Die digitale Welt ist für alle, sie darf kein Ort sein, aus dem sich Frauen aus Angst vor Angriffen zurückziehen

  • Not public Flörsheim

    2 days ago

    Meine Tochter bewegt sich auf den genannten Plattformen und könnte in der Zukunft ebenfalls betroffen sein.

  • Simon Lenz Kaiserslautern

    5 days ago

    Grundgesetz, Freiheit, meine Frau.... und weil Maedchen es mit/im dem Internet es schwerer haben, aufgrund der Tatsache, dass es groessere restriktionenen beim zugang zu bsp. Information, Bildung, Nachrichten git, als zu krankmachender, nicht mit dem menschenrechten vereinbarer Pornographie ( siehe Wikipedia, bsp. George clooeny), Wir denken es fuehrt dazu, dass Maedchen durch daraus resuoltierendes Angstklima ihr Geistiges Potentail nicht optimal und vollkommen entfalten koennen.

  • 7 days ago

    Ich bin selbst eine Frau und kenne keine einzige Frau, die sowas noch nie erlebt hat.

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