Family

Praxisnahe und sinnvolle Regelungen zur Kinderbetreuung in KiTas und Krippen.

Petition is directed to
Sozialministerin Carola Reimann
15 Supporters 6 in Lower Saxony
Collection finished
  1. Launched July 2020
  2. Collection finished
  3. Prepare submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Mit dieser Petition soll erreicht werden, dass realistische und tragfähige Strategien der Kinderbetreuung für Kinderkrippe und Kindertagesstätte vom Bund und Ländern erarbeitet werden, die

  • einen realistischen Umgang mit Erkrankung ermöglichen

  • Eltern in der Kinderbetreuung auch in Corona-Zeiten unterstützen

  • klare Regelungen formulieren

  • und auch Lösungen anbieten, die Testungen, Arztbesuche, sowie die Vereinbarkeit der Arbeitswelt garantieren.

Reason

Die derzeitige Situation für berufstätige Eltern stellt sich folgendermaßen dar: Bei jedem kleinsten Symptom von Erkrankung, egal in welcher Form, welcher Art und in welchem Zusammenhang, veranlasst man Eltern ihre Kinder aus den betreuenden Einrichtungen abzuholen und die Betreuung selbst zu organisieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob niesende Kinder eine Pollenallergie haben, schniefende Kinder gerade geweint haben, Kinder nach dem Verzehr von Eiscreme sich über Magenschmerzen beklagen (nur um im nächsten Satz aber mehr Eiscreme fordern), nein wichtig ist nur, die Aussage: "Da könnte ja eine Erkrankung sein." Zu Hause sind Kinder weder krank, noch schlecht gelaunt. Es gibt keine Anzeichen von Erkältung, Fieber oder ähnlichem. In vielen Kindergärten und Krippen wurden bereits ganze Gruppen geschlossen, da sich weniger als 5 Kinder zur Betreuung darin befanden. In Folge dessen müssen auch Eltern von Kindern ohne Krankheitssymptome ihre Kinder selbst betreuen. Praktisches Beispiel von heute (16.07.2020): Nach dem Abholen aus der Krippe drängte mein Sohn (3 Jahre alt) darauf, dass er noch auf dem Spielplatz neben dem Kindergarten klettern und spielen darf. Dort tobte er dann wohlgelaunt und gesund den halben Vormittag herum. Auf dem Spielplatz befand sich eine weitere Mutter mit zwei Kindern, die sie auf Grund eines Niesens am Morgen gar nicht erst in den Kindergarten gebracht hat.

In einem ganzen Jahr verfügt man als Eltern zusammen pro Kind 10 Tage kinderkrank. Sollte ein Kind an zwei verschiedenen Tagen pro Woche husten oder niesen, kann man sich leicht ausrechnen, wie lange eine private Betreuung gesichert ist. Zusätzlich ist zu überlegen wie verfahren werden soll, sollte ein Kind einmal tatsächlich längere Zeit krank sein. Dies kann also nur mit Einbußen auf der Arbeitsstelle einhergehen. Achtung Sarkasmus: Vielleicht ist es ja Seitens der Regierung gewollt, das die klassische Rollenverteilung, der Mann arbeitet und die Frau ist Hausfrau, generell wieder eingeführt wird. Dann wäre das Konzept natürlich tragbar. Diese Schilderungen aus der Realität zeigen, dass die Konzepte und Anweisungen in Bezug auf die Betreuungssituationen in Kindergärten und Kinderkrippen seitens der Regierung realitätsfern, nicht praktikabel, wenig ausgearbeitet und wieder zu Lasten derer gehen, die diese Gesellschaft tragen sollen, nämlich beruftstätige Eltern. Diese sorgen nicht nur für den, doch dringend benötigten Nachwuchs in Deutschland, sondern gehören auch zu denen, die aktuell und in Zukunft dieses Land finanzieren.

Die Coronazahlen von heute (16.07.2020) des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass die Altergruppe von 0 - 14 Jahren 4,3% aller Corona-Fälle in Deutschland ausmachen. Die Gruppe 0 - 4 nur macht noch ganze 1,4% der Fälle aus. Diese Zahlen stellen die drastischen Maßnahmen und die erneute quasi Aussetzung der Kindergarten- und Krippenbetreuung doch sehr in Frage.

Diese Unsicherheit in Bezug auf die Kinderbetreuung geht nicht nur zu Lasten der Eltern, sondern auch zu Lasten der Arbeitsstellen und Firmen der betroffenen Arbeitnehmer, und in Folge dessen auch zu Lasten der Wirtschaft.

Thank you for your support, Julian Eigendorf from Isernhagen
Question to the initiator

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