Civil rights

RespAct muss weiter arbeiten können!

Petition is directed to
Niedersächsisches Justizministerium, Landespräventionsrat
814 Supporters
54% achieved 1.500 for collection target
  1. Launched 02/04/2020
  2. Collection yet 3 days
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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RespAct ist die niedersächsische Beratungsstelle für die Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Getragen von dem 2016 eigens zu diesem Zweck gegründeten Verein Parteiliche Beratung e.V., ist RespAct dem Leitbild der Parteilichkeit für die Betroffenen im Sinn der Unabhängigkeit und des Empowerments verpflichtet. Parteilichkeit bedeutet respektvolles und solidarisches Handeln im Sinne der Betroffenen, sowie sie zur Handlung zu befähigen. Es bedeutet, die Ratsuchenden in ihren Anliegen, Perspektiven und der Durchsetzung ihrer Bedürfnisse zu unterstützen und sich solidarisch für die Rechte und Forderungen von Betroffenen einzusetzen. Ziel des Trägers ist es, die Unabhängigkeit des Beratungsprojekts von z.B. institutionellen, behördlichen, parteipolitischen, unternehmerischen Interessen zu gewährleisten, um die parteiliche, niedrigschwellige und professionelle Beratung von Betroffenen zu ermöglichen.

Die Mitarbeiter*innen von RespAct arbeiten seit 2017 in diesem Sinne. Ihre Betroffenenberatung deckt ein breites Spektrum von Information, Beratung und Begleitung ab und ist als flexibles, ineinandergreifendes Repertoire zu verstehen. Sie umfasst die psychosoziale Situation, die individuellen Problemlagen, Ressourcen und Bedürfnissen, die Einbindung in soziale und familiäre Netzwerke, Vorerfahrungen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Die Dauer des Beratungs- und Unterstützungsprozesses variiert von einem einmaligen Kontakt bis hin zu einer mehrjährigen Beratungsbeziehung.

Personen, die das Angebot von RespAct wahrnehmen, sind Kinder, Jugendliche, Erwachsene, die Gewalt erleben, die von rechts Organisierten oder aus einer rechten Ideologie heraus rassistisch (u.a. kolonialrassistisch, antimuslimisch oder gegen Rromnja und Sintezza), antisemitisch, LGBTIQ* feindlich, sozialdarwinistisch (d.h. gegen Wohnungslose und Beeinträchtigte), gegen Personen, die sich gesellschaftspolitisch gegen rechte Strukturen betätigen, gegen Personen, die aufgrund ihrer Profession zur Angriffsfläche werden, gerichtet ist.

Der Landespräventionsrat Niedersachsen (LPR), der durch das niedersächsische Justizministrium mit der Aufsicht über das Projekt betraut ist, hat Anfang März RespAct knapp und ohne weitere Begründung mitgeteilt, dass es ab Ende März keine weitere Fortführung des Projektes geben wird. Inzwischen ist das Projektende auf den 30. Juni verschoben. Es gibt bisher auch keine Auskunft darüber, wie nach dem 30. Juni 2020 die Beratung der Betroffenengruppen sichergestellt werden soll.

Weitere Informationen unter supportrespact.de

Reason

Der Beschluss zur Schließung der einzigen niedersächsischen Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt nicht einmal einen Monat nach dem rechtsterroristischen Mordanschlag in Hanau, nach Halle, im Zeichen der massiven Zunahme rechter Gewalt im ganzen Land ist ein verheerendes Signal gesellschaftlicher Verantwortungslosigkeit.

Die Unterzeichnenden fordern den Landespräventionsrat Niedersachsen auf,

  • den Beschluss zur Schließung von RespAct zurückzunehmen und
  • eine qualifizierte Beratung für Betroffene rechter Gewalt in Niedersachsen langfristig sicher zu stellen,
  • die professionelle Beratungsstelle RespAct personell, finanziell und strukturell angemessen auszustatten,
  • die Fördermittel für das Projekt uneingeschränkt und ausschließlich dem Projekt zur Verfügung zu stellen
  • die Unabhängigkeit der Beratung von staatlichen und politischen Einflüssen sicher zu stellen,
  • den Bereich der Betroffenenberatung durch RespAct durch mehr Personal und langfristige Förderzusagen zu stärken.

Angesichts zunehmender Gewalt ist die parteiliche und politisch unabhängige Beratung Betroffener rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt notwendiger denn je: Geben Sie der Betroffenenberatung, geben Sie RespAct eine Zukunft!

Thank you for your support, Tsepo Andreas Bollwinkel from Lüneburg
Question to the initiator

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Professionelle und empowernde Beratung von Betroffenen rechter Gewalt, wie sie RespAct bietet, ist im Moment umso wichtiger, da leider eine gesellschaftliche Verrohung um sich greift, die manche Menschen in Form von psychischer und physischer Gewalt erleben müssen. Als Gesellschaft ist es unsere Aufgabe, unsere Mitbürger*innen vor Gewalt zu schützen. Doch wiederholt zeigt sich, dass seitens der Politik das Ausmaß weit unterschätzt wird. Eine angemessene Beratung kann nur stattfinden, wenn seitens der Beratenden das Wissen um rechtsextreme Strategien auch ausreichend vorhanden ist.

Solche Beratungen erscheinen mir völlig überflüssig. Will da nur jemand seinen Job behalten/sichern? Die Allgemeinheit sollte kein Geld für solche Beratungen ausgeben,man sollte das Geld lieber in die Integration von Flüchtlingen investieren. Wer will, kann ja Leute ehrenamtlich beraten, genauso wie ich Flüchtlinge bei der Integration erfolgreich beraten habe.

Why people sign

  • on 05 May 2020

    Gegen Gewalt müssen wir zusammen kämpfen.

  • Not public Oldenburg

    on 28 Apr 2020

    Ich fühle mich solidarisch mit diesem Verein.

  • on 28 Apr 2020

    Im Zeiten von zunehmender rechter Hetzte und Gewalt ist die Unterstützung und das Empowerment von Opfern eine elementare Angelegenheit, das uns alle angeht.

  • on 26 Apr 2020

    Rassismus muss bis zum letzten Atemzug bekämpft werden. Den Opfern gehört uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung

  • on 24 Apr 2020

    Die Arbeit von RespAct muss fortgeführt werden. Das Thema Rassismus kann nicht einfach "irgendwer" "irgendwie" angehen, sondern es muss in der Zuständigkeit von professionellen und authentischen Fachkräften bleiben.

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