Rettet die bürgernahe, regionale Versorgung mit Inkontinenzprodukten im Nordosten

Petition richtet sich an
AOK Nordost

476 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet Juli 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: AOK Nordost

Die AOK Nordost muss die Klausel aus der Regelung entfernen, die allen Apotheken die Versorgung ihrer Patient*innen verwehrt. Die Politik in den Bundesländern muss die AOK Nordost für diese diskriminierenden Hürden in die Schranken weisen.
Nur so ist eine niedrigschwellige, regionale und zeitnahe Versorgung bei diesem persönlichen und diskreten Thema gesichert.
Es muss Schluss sein mit der Benachteiligung von alten Menschen, Menschen mit Behinderung und pflegebedürftigen Menschen. Eine Verschiebung der Versorgung zu Konzernen und Unternehmen in der Versandbranche hilft keiner Patientin und keinem Patienten. Und sie schadet den regionalen, inhabergeführten Apotheken, die seit Jahren gute Arbeit mit ihren Patient*innen geleistet haben.

Begründung

Was bisher geschah:
Bisher war es als Patient*in der AOK Nordost in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin möglich, bei ärztlich diagnostizierter Inkontinenz die notwendige Versorgung in der Apotheke vor Ort zu erhalten. Zu diesem sensiblen Thema konnte man sich also bisher in seiner lokalen Apotheke diskret beraten und versorgen lassen.

Die AOK Nordost hatte dafür einen Versorgungsvertrag mit den einzelnen Apotheken vorgegeben, dem die Apotheken dann beitreten konnten. Ziel war eine einfache Anlaufstelle für die Patient*innen zu schaffen und eine wohnortnahe Versorgung sicherzustellen.

Im Juni 2025 kündigte die AOK Nordost allen Apotheken den Versorgungsvertrag und hinterlegte einen neuen Vertrag in ihrem AOK-Portal. Diesem neuen Vertrag kann keine Apotheke beitreten, weil die AOK dort Voraussetzungen vorschreibt, die keine Apotheke erfüllen kann. Es wird dort vorgeschrieben, dass es in der versorgenden Apotheke 5 Medizinprodukteberater mit 1 Jahr Erfahrung geben muss.

Was bedeutet das für alle?
Alle Patient*innen müssen sich zum 1. Oktober 2025 umstellen.
Zukünftig werden 11 Versandpartner der AOK Nordost die Versorgung mit Inkontinenzprodukten übernehmen. Damit ist für die Patient*innen nur noch ein Callcenter ansprechbar. Eine individuelle, persönliche Beratung von Betroffenen und Angehörigen ist damit nicht mehr vorhanden. Wer am Telefon unsicher ist, schwer hören kann oder anderweitig körperlich oder geistig eingeschränkt ist, ist komplett abgehängt.
Die Versorgung wird über Zusteller von DHL & Co. stattfinden. Eine Zustellung dieser diskreten Waren an Nachbarn, im Hausflur oder in ungeeigneten Verstecken wird normal werden. Eine zeitnahe Versorgung am gleichen oder am Folgetag ist ausgeschlossen. Ebenso ist für den Reklamationsfall nicht vorgesorgt. Es werden viele Anrufe, unsägliche Zeit in Warteschleifen und keine persönliche Verantwortlichkeit der Servicemitarbeiter*innen ein echtes Problem für die Betroffenen sein.

Mit dem neuen Vertrag wird die Pauschale für die Inkontinenzversorgung zudem um 30% gekürzt. Damit ist eine auskömmliche Versorgung der Patient*innen unmöglich. Hohe Eigenanteile und Mehrkosten werden auf die Patient*innen zukommen.

Wir fordern:
Die Politik in den Bundesländern muss die AOK Nordost für diese diskriminierenden Hürden in die Schranken weisen. Die AOK Nordost muss die Klausel aus der Regelung entfernen, die allen Apotheken die Versorgung ihrer Patient*innen verwehrt. Nur so ist eine niedrigschwellige, regionale und zeitnahe Versorgung bei diesem persönlichen und diskreten Thema gesichert.

Es muss Schluss sein mit der Benachteiligung von alten Menschen, Menschen mit Behinderung und pflegebedürftigen Menschen. Eine Verschiebung der Versorgung zu Konzernen und Unternehmen in der Versandbranche hilft keiner Patientin und keinem Patienten. Und sie schadet den regionalen, inhabergeführten Apotheken, die seit Jahren gute Arbeit mit ihren Patient*innen geleistet haben.

Bitte teilen Sie diese Petition. Geben Sie diese Petition an die Presse, Ihre Politiker im Wahlkreis und an Ihre Krankenkasse weiter. Lassen Sie es nicht zu, dass unsere pflegebedürftigen Menschen in diesem wichtigen Thema abgehängt werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kristin Stollberg, Ribnitz-Damgarten
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 09.07.2025
Sammlung endet: 08.01.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

Alle Kassen folgen dem Trend, .. es geht nicht um optimale Versorgung sondern um Gewinne. Erniedrigungen der Alten spielt keine Rolle, da es die gut versorgten Politiker nicht betrifft.

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