S 20/108 - Kein Einsatz von Billigfleisch in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

99 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

99 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2020
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Dies ist eine Online-Petition der Bremischen Bürgerschaft.

Petition richtet sich an: Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

Kein Billigfleisch mehr in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung Die Bremische Bürgerschaft wird aufgefordert zu beschließen, dass in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung - in Kitas, Schulen, Krankenhäusern, Kantinen, Mensen der Hochschulen und der Universität Bremen – bis Ende 2022 kein Billigfleisch aus der Massentierhaltung mehr eingesetzt werden darf, sondern nur noch Fleischprodukte, die nach den Kriterien des ökologischen Landbaus oder auf Basis eines staatlich verbindlichen Tierwohllabels der höchsten Stufe erzeugt wurden. Um die höheren Preise dieser tierisch erzeugten Lebensmittel zu kompensieren, sollte der Fleischkonsum in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung schrittweise bis Ende 2022 um die Hälfte reduziert werden, auf höchstens zwei Fleisch-Mahlzeiten pro Woche. Dies entspricht auch den gesundheitlichen Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung). „Mehrkosten können dabei unter anderem durch einen reduzierten Anteil an Tierprodukten in den Mahlzeiten nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung reduziert werden, darüberhinaus gehende Mehrkosten werden aus dem Haushalt finanziert“ (Koalitionsvereinbarung von Rot-Grün-Rot, S. 88). Der Verzicht auf Billigfleisch und die Reduktion des Fleischkonsums soll von einer Kampagne begleitet werden, die über die gesundheitlichen, klimaschädlichen und tierquälerischen Folgen eines zu hohen Fleischkonsums aufklärt und die Vorteile eines vegetarischen oder veganen Ernährungsstils für Gesundheit, Umwelt und Klima erläutert. Begründung: Die Stadt Bremen hat sich zwar im „Aktionsplan 2025“ verpflichtet, bis Ende 2022 in öffentlichen Kitas, Schulen und Kantinen nur noch Bio-Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung einzusetzen, also auch kein Billigfleisch mehr, aber für Krankenhäuser gilt dies bisher nur begrenzt und für Mensen von öffentlichen Hochschulen und der Universität gibt es keine Verpflichtungen. Angesichts der skandalösen Zustände in den Groß-Schlachtereien, den Ställen der Massentierhaltung und den klimaschädlichen Folgen des Konsums von Billigfleisch, sollte die Stadt Bremen den Ausstieg aus dem Billigfleisch-Konsum jetzt beschleunigen und so ein Vorbild für andere Kommunen werden.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 02.07.2020
Sammlung endet: 14.08.2020
Region: Freie Hansestadt Bremen
Kategorie:  

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 19 vom 2. Juli 2021

    Der Ausschuss bittet, folgende Petitionen für erledigt zu erklären:

    Eingabe Nr.: S 20/108

    Gegenstand: Kein Einsatz von Billigfleisch in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung

    Begründung:
    Die Petentin regt an, spätestens ab Ende 2022 kein Billigfleisch aus der Massentierhaltung in der
    öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung - in Kitas, Schulen, Krankenhäusern, Kantinen, Mensen der
    Hochschulen und der Universität Bremen - mehr einzusetzen. Stattdessen sollten nur noch
    Fleischprodukte, die nach den Kriterien des ökologischen Landbaus oder auf Basis eines staatlich
    verbindlichen Tierwohllabels der höchsten Stufe erzeugt wurden, verwendet werden. Zur
    Kompensation der höheren Preise für die so erzeugten Lebensmittel solle der Fleischkonsum in der
    öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung schrittweise bis Ende 2022 um die Hälfte reduziert werden,
    auf höchstens zwei Fleisch-Mahlzeiten pro Woche. Dies entspreche auch den gesundheitlichen
    Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Die darüber hinaus gehenden
    Mehrkosten sollten aus dem Haushalt finanziert werden. Begleitet werden solle der Verzicht auf
    Billigfleisch und die Reduktion des Fleischkonsums von einer Kampagne, die über die
    gesundheitlichen, klimaschädlichen und tierquälerischen Folgen eines zu hohen Fleischkonsums
    aufklärt und die Vorteile eines vegetarischen oder veganen Ernährungsstils für Gesundheit, Umwelt
    und Klima erläutert. Für öffentliche Schulen, Kitas und Kantinen habe die Stadt sich bereits im
    „Aktionsplan 2025“ verpflichtet, bis Ende 2022 nur noch Bio-Lebensmittel in der
    Gemeinschaftsverpflegung einzusetzen. Für Krankenhäuser, Hochschulen und Universitäten gelte
    das aber noch nicht.

    Angesichts der skandalösen Zustände in den Groß-Schlachtereien, den Ställen der
    Massentierhaltung und den klimaschädlichen Folgen des Konsums von Billigfleisch, sollte die Stadt
    Bremen den Ausstieg aus dem Billigfleisch- Konsum beschleunigen und so ein Vorbild für andere
    Kommunen werden. Die Petition wird von 101 Personen durch eine Mitzeichnung unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Anliegen der Petentin eine Stellungnahme der Senatorin für
    Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau eingeholt. Außerdem hatte die
    Petentin die Möglichkeit, ihr Anliegen im Rahmen der öffentlichen Beratung der Petition zu erläutern.
    Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Überprüfung
    zusammengefasst wie folgt dar:
    Der Ausschuss stimmt mit der Petentin überein, dass angesichts der Zustände in den Groß-
    Schlachtereien, den Ställen der Massentierhaltung und den klimaschädlichen Folgen des Konsums
    von Billigfleisch die Stadt Bremen alles tun sollte, um so schnell wie möglich den Billigfleisch-
    Konsum in Gemeinschaftseinrichtungen zu beenden. Das Thema Billigfleisch stellt eine
    bundesweite Herausforderung dar. Obwohl der Fleischkonsum in Deutschland zurückgeht, steigen
    die Produktionsmengen. Dies liegt auch am Export in Drittländer.

    Nach Auffassung des Ausschusses wurden in Bremen bereits erhebliche Anstrengungen
    unternommen, mehr ökologische und soziale Nachhaltigkeit zu erreichen. Bereits im Jahr 2018 hat
    die Stadt Bremen den "Aktionsplan 2025. Gesunde Ernährung in der Stadtgemeinde Bremen"
    beschlossen, wonach die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung der Stadtgemeinde schrittweise auf
    bis zu 100 Prozent Bioprodukte umgestellt werden soll. Diese ambitionierten Ziele können nur in
    einem mehrjährigen Prozess durch eine Vielzahl von Maßnahmen erreicht werden. Für die
    Umsetzung in den verschiedenen Bereichen sind die jeweiligen Ressorts zuständig.

    Bislang wurden viele Anstrengungen unternommen, um die Ziele des Aktionsplans zu verwirklichen.
    Um den Prozess zu begleiten, wurden die Mittel für die Umsetzung des Aktionsplans von 60.000
    Euro auf insgesamt 216.000 Euro in den Jahren 2020 und 2021 angehoben. Dieses Budget wird
    beispielsweise zur Akquise von Drittmitteln und zur Erstellung von Konzepten zur strategischen
    Weiterentwicklung für das Schulungs- und Beratungsangebot eingesetzt. Außerdem wurde eine
    eigene Förderrichtlinie für flankierende Projekte eingerichtet, um so im Bereich Ernährung und
    Gesundheit tätige Nichtregierungsorganisationen in den Prozess einzubinden. Öffentliche
    Hochschulen und Universitäten sollen künftig ebenfalls verpflichtet werden, den Aktionsplan
    umzusetzen. Einen entsprechenden Auftrag an den Senat beschloss die Bürgerschaft bereits Ende
    2019. Wegen der weiteren Einzelheiten der bisherigen Maßnahmen wird auf die der Petentin
    bekannte sehr ausführliche Stellungnahme der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität,
    Stadtentwicklung und Wohnungsbau Bezug genommen.

    Insgesamt ist festzustellen, dass der Aktionsplan schon in vielen öffentlichen Einrichtungen
    umgesetzt wird bzw. mit der Umsetzung begonnen wurde. Allerdings wird es noch einige Zeit
    dauern, bis die ambitionierten Ziele des Aktionsplans vollständig umgesetzt werden können.

    Begründung (PDF)

Noch kein PRO Argument.

Die Kantinen halten oft ein fleischloses Angebot vor.Was macht nun der Aktivist,wenn das Volk "mit den Füssen abstimmt" und hartnäckig dieses Angebot nicht will,sondern weiter sich Schnitzel und Currywurst aufs Teller lädt? Richtig:man zwingt ihn.Verteuert das Ganze extrem und "kompensiert" dadurch,dass es viel seltener Fleisch gibt.(Ziel: irgendwann garnicht mehr).Denn:man hat ja die moralische Überllegenheit gepachtet.Der Lehrer mit dem erhobenen Zeigefinger.Wer will ihn?

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49 %
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