Offener Brief an die Bundesregierung/ Petition zur Einführung der Widerspruchspflicht bei der Organspende

Sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung,

Mein Name ist Lars Klingenberg und betreue bei Facebook die Seite „Trikots für Joey“, welche mehr oder weniger regelmäßig über den 8 Jährigen Joey berichtet, welcher am 2. Weihnachtsfeiertag 2015 nach 2 Jahren, 4 Monaten und 22 Tagen des Wartens sein Spenderherz bekommen hat.

Einer unserer Hauptanliegen ist auf unserer Seite auch, im Rahmen von Texten auf das Thema Organspende aufmerksam zu machen, um darauf aufmerksam zu machen, dass im Jahr 2015 mehr als 12.000 Menschen, auf eine Organspende warteten, während 877 Menschen (im Vergleich zu 2014 ein Anstieg von +14) transplantiert wurden.

Wir machen auch darauf aufmerksam, dass es in Deutschland einem der fortschrittlichsten Länder der Welt, immer wieder an der Politik (vorallem an der CDU) scheitert, dass die Zahlen der Organtransplantationen steigen, indem man Gesetze, wie dem OTPG (Organtransplantationsgesetz) in Österreich schafft, wo es in § 5 (1) heißt: (Quelle Wikipedia)

Es ist zulässig, Verstorbenen einzelne Organe zu entnehmen, um durch deren Transplantation das Leben eines anderen Menschen zu retten oder dessen Gesundheit wiederherzustellen. [...] Die Entnahme ist unzulässig, wenn den Ärztinnen/Ärzten eine Erklärung vorliegt, mit der die/der Verstorbene oder, vor deren/dessen Tod, ihr/sein gesetzlicher Vertreter eine Organspende ausdrücklich abgelehnt hat. [...] Die Entnahme darf nicht zu einer die Pietät verletzenden Verunstaltung der Leiche führen.

Wieso ist es so schwer, in Deutschland auch rechtliche Fakten zugunsten der Menschen zu schaffen, welche auf ein Organ warten, wir reden nicht nur von Reichen Menschen, wie es Politiker sind, nein, wir reden auch von Armen Menschen, die auf Hartz4 Niveau leben, wir reden nicht nur von Erwachsenen, NEIN, wir reden auch von Kindern, wie Joey, welche zum Teil jahrelang auf ein Spenderorgan warten müssen.

Mit Frank Walter Steinmeier (SPD, Außenminister) haben Sie im Kabinett einen Politiker sitzen, welcher das Thema aus eigener Erfahrung kennt, er weiß was es heißt etwas transplantiert (Hornhaut) zu bekommen, bzw. eine Niere für seine Frau zu spenden. Fragen Sie ihn mal bitte, wie er sich fühlen würde, wenn er seine Frau beim jahrelangen Warten auf eine Spenderniere begleiten müsste, da er seine Niere nicht spenden kann!

Fragen Sie doch mal die Betroffenen, wie Sie sich fühlen, wenn Sie nicht wissen, ob Sie die nächste Sekunde, die nächsten Minute, die nächste Stunde, den nächsten Tag, nie nächste Woche, den nächsten Monat oder das nächste Jahr erleben.

Zusammen mit den Follower unserer Seite, fordere ich sie auf, endlich Gesetzliche Fakten zu schaffen, denn die Gesundheit der Menschen ist wichtiger, wie jeder von ihnen so gerne durch gewunkenen Rettungsschirm für Griechenland, welcher den Menschen auf der Warteliste für eine Organspende nicht hilft, denn ihnen hilft nur eines, eine Organspende.

Mit freundlichem Gruß

Stellv. für alle Lars Klingenberg, Joey Upmeier und Familie

P.s: Weitere Informationen zu Joey findet man auf www.wirhelfenjoey.de.tl

Orsak

Es kann nicht sein, dass wiederholt Entscheidungen wie die Rettungsschirme für Griechenland oder ein Aufklärungseinsatz in Syrien im Bundestag mit der Mehrheit von der CDU und SPD durchgewunken wird, aber wenn es darum geht, dass man etwas für die 12.000 Menschen auf der Warteliste für ein Organ zutun, hält man sich zurück und setzt darauf, dass die Menschen sich freiwillig für die Organspende entscheiden.

Es kann nicht so schwer sein, ein Gesetz nach Vorbild in Österreich zu schaffen, wo es in § 5 (1) heißt: (Quelle Wikipedia)

Es ist zulässig, Verstorbenen einzelne Organe zu entnehmen, um durch deren Transplantation das Leben eines anderen Menschen zu retten oder dessen Gesundheit wiederherzustellen. [...] Die Entnahme ist unzulässig, wenn den Ärztinnen/Ärzten eine Erklärung vorliegt, mit der die/der Verstorbene oder, vor deren/dessen Tod, ihr/sein gesetzlicher Vertreter eine Organspende ausdrücklich abgelehnt hat. [...] Die Entnahme darf nicht zu einer die Pietät verletzenden Verunstaltung der Leiche führen.

In Deutschland sinken immer wieder die Zahlen der Organspenden, während die Zahlen der Wartenden steigen, es ist Zeit zum Handeln! Tuen sie mal was für die BürgerInnen denen es nicht so gut geht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Lars Klingenberg (Wir helfen Joey) Från Lehrte
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Pro

Die empirischen Zahlen zeigen leider, dass über viele Menschen, die prinzipiell mit der Oranentnahme einverstanden sind und diese positiv bewerten KEINEN Organspendeausweiß ausfüllen. "Mehr als die Hälfte der Befragten mit einer positiven Einstellung zur Organspende und derjenigen, die mit einer Organentnahme einverstanden wären, haben auch keinen Organspendeausweis ausgefüllt." (BZgA). Das zeigt mal wieder die gesellschaftliche Tabuisierung sich mit dem Thema Tod und Sterben persönlich auseinanderzusetzen. Auch deshalb gibt es so wenige Transplantationen in Deutschland.

Contra

Dankbar - wirklich dankbar kann man für ein Empfangenes Organ nur sein, wenn man wirklich sicher sein kann dass diese Spende auch wirklich eine Spende war - das gibt es nur bei der ENGEN Zustimmung! Ansonsten ist eine solche "Dankbarkeit" eine pure Farce - vor allem wenn diese "Zustimmung" im Schock von den Angehörigen rausgepresst wurde!