• Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 20 Tage verbleibend
  • 7 Unterstützer
    0% erreicht von
    50.000  für Quorum 

Dies ist eine Online-Petition des Deutschen Bundestags.
Weiterleitung zum Unterschreiben auf der Petitionsseite des Deutschen Bundestags:

Schuldrecht - Versand einer zweiten Mahnung bei Zahlungsaufforderungen

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Mit der Petition wird gefordert, per Gesetz alle Unternehmen und Behörden, die als Gläubiger auftreten, anzuweisen, die 2. Mahnung (Zahlungsaufforderung) in einem angemessenen zeitlichen Rahmen über mindestens einen zusätzlichen 2. Kommunikationsweg zu versenden.

Begründung:

Welche Personenkreise zahlen in unserem Land ihre Rechnungen nicht pünktlich ? Zum einen Bürger, die die Rechnung nicht zahlen WOLLEN. Zum anderen Bürger, die Ihre Rechnung nicht zahlen können. Die meisten der Bürger, die zum 2. Personenkreis zählen, sind Menschen, die über ein geringes Einkommen verfügen. Das sind inklusive der Arbeitslosen auch Hartz-IV-Aufstocker, Rentner, allein erziehende Eltern und Flüchtlinge. Die Unternehmen machen es sich einfach und geben die Summe - so klein sie auch ist, zum Teil bereits nach 20 Tagen an ein Inkasso-Unternehmen weiter, um ihre Bilanzen gut aussehen zu lassen. Ein sehr großer Teil dieser Menschen erhalten ihre Leistungen oder ihren Arbeitslohn nur 1x im Monat Geld - in aller Regel um den 1. des Monats herum. Viele dieser Menschen haben bereits ab dem 20. des Monats nur noch Geld für das aller Nötigste übrig und können die geforderte Summe frühstens ab dem nächsten Geldeingang zahlen. Diese Zeit wird ihnen aber nicht gelassen. Die dann beauftragten Inkassounternehmen berechnen derart exorbitante zusätzliche Gebühren, die oft die geforderte ursprüngliche Summe verdoppeln und verdreifachen. Das steht in keinem Verhältnis zum Aufwand der Inkasso-Unternehmen, auch wenn sich die Unternehmen auf geltendes Recht berufen.Zusätzlich gibt es in Deutschland mehrere Millionen Menschen, die entweder Analphabeten sind, komplexe schriftliche Informationen nicht erfassen können und oder der deutschen Sprache nicht oder nur wenig mächtig sind.Dazu kommen Menschen, die aufgrund verschiedener Probleme oder fehlender Kenntnisse diese Art von Büro- / Buchhaltung nicht oder nicht zeitnah und sorgfältig genug ausführen. Alle diese Menschen, von denen viele zu den Schwächsten der Gesellschaft gehören, werden von den Unternehmen, die weder Geduld noch Verständnis mit ihren Kunden haben, es sich viel zu einfach machen und ZUSÄTZLICH von den Inkasso-Unternehmen rücksichtslos und gnadenlos ausgebeutet.Selbstverständlich muss eine ausstehende Rechnung bezahlt werden. Ich erwarte aber, das der Gläubiger alle ihm möglichen Anstrengungen unternimmt, den Kunden zur Zahlung zu bewegen- BEVOR er den Weg über das Inkasso beschreitet. Dazu gehört, dass der Schuldner eindeutig und über verschiedene Kanäle (E-Mail, SMS, automatisierte Anrufsysteme) informiert wird, dass ein Betrag noch nicht gezahlt wurde. Diese Wege sind sogar billiger und effektiver als der klassische Brief. Und sicher auch effektiver.Ich erwarte eine Gesetzesänderung, die die Unternehmen verpflichtet, eine 2. Mahnung ZUSÄTZLICH über mindestens einen 2. Kommunikationsweg zu versenden und dem Gläubiger eine Zeitspanne einzuräumen, die über den nächsten Eingang von Leistungen oder Lohn hinausgeht.

10.11.2016 (aktiv bis 21.12.2016)


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