Region: Jena
Migration

Seebrücke Jena fordert die Stadt endlich zum Handeln auf!

Petition is directed to
Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche und den Jenaer Stadtrat
22 Supporters 11 in Jena
Collection finished
  1. Launched November 2020
  2. Collection finished
  3. Prepare submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Die Seebrücke Jena übergibt symbolisch dem Oberbürgermeister Thomas Nitzsche und dem Stadtrat das orangene Boot, das während der Aktionswoche im Oktober entstanden ist. Dabei soll gleichzeitig der Offene Brief (siehe unten) überreicht werden.

Als sicherer Hafen soll sich die Stadt Jena dazu bereit erklären, unverzüglich Geflüchtete aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl aufzunehmen und diese in Zeiten der Pandemie dezentral unterzubringen.

Außerdem fordern wir von der Jenaer Ausländerbehörde, dass Abschiebungsverbote wohlwollend geprüft und Ermessensduldungen aus humanitären Gründen ausgestellt werden.

Die Stadt Jena soll sich ihrer Verantwortung als Sicherer Hafen stellen. Sie soll für menschenwürdige Unterbringung und sichere Bleibeperspektiven eintreten und sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegen Abschiebungen einsetzen.

Auch du findest, dass die inhumane Situation in den Erstaufnahmelagern beendet werden muss und die Stadt Jena dies nach ihren Möglichkeiten unterstützen soll? Dann unterschreibe unseren Offenen Brief an den Oberbürgermeister. (siehe Begründung)

Wir danken allen Unterstützer*innen! Die Seebrücke Jena

Reason

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche, sehr geehrte Mitglieder des Stadtrates,

für die meisten Geflüchteten bedeutet die aktuelle Pandemie eine noch größere Gefahr, da Hygienestandards und medizinische Versorgung in den Unterkünften, nicht nur an den EU-Außengrenzen, sondern auch in Thüringen, nicht gewährleistet werden können.

Bereits im April 2019 hat sich die Stadt Jena zum „Sicheren Hafen“ bekannt. Wir wissen, dass die Stadt die nötigen Kapazitäten und Möglichkeiten hat, Geflüchtete aufzunehmen. Es ist daher an der Zeit, dass Sie und der Stadtrat Ihrer Verantwortung entsprechend handeln und Menschen aus Erstaufnahmeeinrichtungen aufnehmen, anstatt dafür zu sorgen, dass die zumindest halbwegs menschenwürdigen Unterbringungsmöglichkeiten sukzessive zurück-gebaut werden.

Die unzumutbaren Zustände in der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenberg sind uns allen in Erinnerung geblieben und niemand sollte diese je wieder erfahren müssen. Einzelunterbringungen oder die Unterbringung von Familien in angemieteten Wohnungen oder Hotels sind im Angesicht von möglicherweise notwendigen Quarantänemaßnahmen der Massenquarantäne jederzeit vorzuziehen. Ein Mehr an Lagerunterbringung und Massenisolation, wie es auch in der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl der Fall war, darf niemals die Lösung sein.

Mit aktuellem Blick auf die Corona-Situation und die medizinische Versorgung in Herkunftsländern können zudem Abschiebungsverbote wohlwollend geprüft und Ermessensduldungen aus humanitären Gründen ausgestellt werden. Somit haben die zuständigen Jenaer Behörden die nötigen Mittel, den Zugang zu sicheren Aufenthalts- und Bleiberechten möglich zu machen.

Daher fordern wir:

  • die Stadt Jena, den Oberbürgermeister und das Migrationsmanagement dazu auf, unverzüglich Menschen aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl aufzunehmen!

  • von der Stadt Jena die dezentrale Unterbringung von Schutzsuchenden in Zeiten von Corona!

  • von der Jenaer Ausländerbehörde die wohlwollende Prüfung von Voraussetzungen und die Nutzung aller Handlungs- und Ermessensspielräume zur Erteilung sicherer Aufenthalts- und Bleiberechte für alle „ausreisepflichtigen“ Personen!

Sorgen Sie für die sichere Unterbringung von Geflüchteten unter der Einhaltung der Menschenrechte in dieser für uns alle schwierigen Zeit.

Seebrücke Jena und alle Unterstützer*innen

Thank you for your support, Seebrücke Jena from Jena
Question to the initiator

This petition has been translated into the following languages

Tja- Ihr Stadtväter von Jena.2019 aus PR Gründen Jena zum "sicheren Hafen" ernannt: jetzt sollten den vollmundigen Worten auch Taten folgen!Und zwar zulasten des Gemeindeetats,denn Wohltaten versprechen und andere dafür zahlen lassen ist nicht drin.

No CONTRA argument yet.

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