Education

Sicherung des Schulbesuches in Pandemiezeiten - #kinderlobby

Petition is directed to
Präsidenten des Niedersächsischen Landtages
1.054 Supporters 1.002 in Lower Saxony
20% from 5.000 for quorum
  1. Launched 02/05/2021
  2. Time remaining 3 Wochen
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Was wir wollen!

Das Land Niedersachsen soll sofort in notwendige Maßnahmen zur Sicherung des Schulbesuches in Pandemiezeiten investieren, um das Recht auf Bildung nachhaltig zu gewährleisten! Schule ist nicht nur eine Bildungsinstitution, sie ist auch ein sozialer Raum, der soziales Leben und Teilhabe ermöglicht. Auch das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat das am 23.4.2021 im Rahmen eines Beschlusses (Aktenzeichen 13MN212/21) unmissverständlich festgestellt."

"Die Frage ist daher, wie der Schulunterricht in Gemeinschaft während der SARS-CoV-2 Pandemie realisiert werden kann, ohne die Kinder einem unnötigen Infektionsrisiko auszusetzen.“ 

(Kähler u.a.: „Schulunterricht während des SARS-CoV-2 Pandemie – Welches Konzept ist sicher, realisierbar und ökologisch vertretbar?“. Universität der Bundeswehr München, 22.9.2020.)

Studien zeigen, dass durch personenbezogene, technische und organisatorische Maßnahmen die Aerosolverbreitung und Infektionsgefahr fast bis zu 100 % reduziert werden kann. Sie zeigen aber auch, dass nicht eine Maßnahme allein ausreicht – die Maßnahmen müssen sich ergänzen und konstant evaluiert werden, da sich das Virus verändert (vgl. u.a. Angaben auf Homepage des RKI zu Sars-CoV2).

Es ist derzeit nicht klar, wie das Virus sich verändert und ob die Impfungen auch vor Mutationen schützen. Ein bloßes vertrauen auf Herdenimmunität erscheint vor diesem Hintergrund naiv. Umfassende wissenschaftliche Studien zu notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des Schulbesuches in Pandemiezeiten gibt es u.a. schon seit Herbst 2020. (Vgl. z.B. „Die S3-Leitlinie. Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle der SARS-CoV-2-Übertragung in Schulen. Lebende Leitlinie. Kurzfassung.“ der AWMF online.) Das Land setzt im Bereich Schule auf kostengünstige Maßnahmen wie AHA-Regeln, Lüftungskonzepte sowie Wechselmodelle und Distanzlernen. Erst seit kurzem werden strategisch Selbsttests eingesetzt. „Neben der Einhaltung der AHA+L-Regeln und der Anschaffung von Luftreinigungsgeräten könnten wir auch den Unterricht entzerren und leerstehende Gebäude für den Unterricht nutzen. Es ließen sich eine Menge kreativer Ideen entwickeln, wenn sie denn politisch gewünscht wären. [...] Wir halten es für unerträglich, dass der Politik als erstes einfällt, die Schulen zu schließen. Stattdessen brauchen wir tragfähige Konzepte, um sie offen zu halten.“ (Dr. Thomas Fischbach, Präsident des BVKJ zitiert nach Sylke Wettstein: „Eltern und Kinder sind am Ende“. NWZ 17.4.2021.)

Deshalb

... muss Schluss sein mit dem Sparkurs auf Kosten der Kinder und Jugendlichen. Sie brauchen den Schulbesuch, den Kontakt und Austausch mit anderen. Die Isolation macht sie krank; das Distanzlernen kann keine langfristige Strategie sein! Chancengerechtigkeit und psychische Gesundheit bleiben auf der Strecke. Jedes zweite Kind hat Angst vor der Zukunft. Ganz offenkundig haben Kinder und Jugendliche keine Lobby.

Das Land Niedersachsen muss sofort notwendige technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen zur Sicherung des Schulbesuches in Pandemiezeiten umzusetzen, um so das Recht auf Bildung und soziale Teilhabe zu gewährleisten!

Julia Günther * Dinah Maasch * Isabel Rojas

Reason

Seit über einem Jahr gibt es keine nachhaltigen Strategien des Landes für Schulen und Kitas, um den Kindern und Jugendlichen das Recht auf Bildung und soziale Teilhabe zuzusichern. Viele Kinder sind seit fast fünf Monaten nicht in der Schule.

Das Land hat es versäumt, in entsprechende Infektionsschutzmaßnahmen zu investieren und Lösungen für die Sicherung des Präsenzunterrichts zu entwickeln. Das, was Unternehmen selbstverständlich zur Sicherung der Produktion oder Arbeitsabläufe umgesetzt haben, ist in Schule ausgeblieben.

Was bedeutet das konkret? 

Im Folgenden haben wir mögliche technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen beispielhaft aufgeführt. Einige Maßnahmen werden vom Land so oder in Teilen umgesetzt; das haben wir gekennzeichnet und erläutert.

Technische:

Luftreiniger– Jede Schule sollte entsprechend des Bedarfs mit Luftreinigern ausgestattet werden. Eine Studie der Universität Münster belegt, dass die Hepa-14-Filter in Luftreinigern bis zu 99,995 der Corona-Viren wegfiltern; von einem Wert von 90% geht die Studie von medRxiv (2020; DOI: 10.1101/2020.10.02.20205633) aus. (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117171/SARS-CoV-2-Luftreiniger-beseitigen-90- der-Aerosole-in-Schulklassen, 8.4.2021.)

Plexiglasabtrennungen– Sie können als ergänzende Maßnahme zum Schutz von Personen (Sekretariat, Hausmeister*in, Lehrertisch, Buchausleihe ...) sinnvoll sein; als alleinige sind sie nicht ausreichend.

Selbsttests– Es gibt verschiedene Studien, die zeigen, dass der systematische Einsatz von Schnell- bzw. Selbsttests, mindestens jeden zweiten Tag bei der Eindämmung der Pandemie-Dynamik helfen kann (vgl. Dr. Janna Seifried u.a.: Epidemiologisches Bulletin, Antigentest als ergänzendes Instrument in der Pandemiebekämpfung, 17/2021, 29.4.2021) Für kleiner Kinder sind Löffel- oder Lollytests geeignet. → Dies wird erst seit kurzem, aber nicht in ausreichendem Umfang umgesetzt.

Organisatorische:

Mehr Räume– Zur Einhaltung von mind. 1,5 m Abstand (s. Angaben RKI sowie Infektionsschutzgesetz und Sars-CoV2 Arbeitsschutzverordnung) müssen zusätzliche Räume durch den Ausbau von Sporthallen, das Anmieten öffentlicher Räume (z.B. Freizeitheimen oder auch Kirchen ...) zur Verfügung gestellt werden.

Anpassung des Schulalltags bzw. des Stundenplans – Eine Entzerrung des Schultages und die Kürzung der Stundentafel macht die Reduktion von Kontakten im Schulleben möglich. → Kleinere Gruppen durch Wechselunterricht oder versetzte Anfangszeiten sind vorgesehen.

Kleinere Bezugsgruppen – Feste und reduzierte Bezugsgruppen sollten gebildet werden – ggf. kleiner als 15 Schüler*innen, je nach Raumbedingungen – um die mögliche Verbreitung (s. Sars-CoV2 Arbeitsschutzverordnung) auch in Hinblick auf Virusmutationen einzudämmen.

Schulweg – Verhandlungen mit Betreibern für den Einsatz von mehr Bussen, Bahnen sowie Schulbussen (s. z.B. Homepage DGUV zu Schulweg) müssen geführt werden, um allen einen sicheren Schulweg zu gewährleisten. Eine sichere Schule im Sinne von Infektionsschutz nützt nur wenig, wenn der Schulweg unsicher ist.

Personenbezogene:

Impfung von allen Beschäftigten – Lehrkräfte sowie alle Beschäftigten in Schule sind die einzigen Personen, die sich in der Regel durch ihre Tätigkeit nicht auf eine Bezugsgruppe reduzieren lassen. Darüber hinaus kann das pädagogische und technische Personal situativ im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen Abstände nicht einhalten. → Das ist ab Mai vorgesehen.

Priorität bei der Impfung von Jugendlichen – Um Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Zugang zu Bildung aus Infektionsgründen nicht verwehren zu müssen, sollte geprüft werden, ob Jugendliche ab 12, 14 oder 16 Jahren mit zum Bsp. dem Vakzin von BionTECH/Pfizer so schnell wie möglich geimpft werden können. (Vgl. https://www.tagesschau.de/ausland/asien/coronavirus-impfstoff-kinder-101.html, 7.4.2021.)

MNS (Mund-Nasen-Schutz) – Das verbindliche Tragen von MNS bzw. medizinischen Masken als Schutzmaßnahme in öffentlichen Bereichen der Schule, Schulwege und dort, wo Abstände nicht sicher eingehalten werden können, ist zwingend. (Vgl. Homepage RKI) → Das wird umgesetzt.

Thank you for your support, Julia Günther from Hannover
Question to the initiator

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Why people sign

  • Not public Wiefelstede

    3 hours ago

    Weil es nicht angehen kann, dass unsere Kinder in der Pandemie derart wenig berücksichtigt werden. Sie haben ein Recht auf Bildung und diese muss in der Schule und nicht zu Hause stattfinden. Außerdem sind die sozialen Kontakte immens wichtig für ihre Entwicklung.

  • Not public Diekholzen

    4 hours ago

    Weil es wirklich reicht, wie sehr Schule sogar in Pandemiezeiten vernachlässigt wird!

  • 6 hours ago

    für Menschlichkeit.

  • Krasnobaev lena Neuenkirchen-Vörden

    9 hours ago

    Damit die kinder endlich in die schule kommen. Die werden ungerecht behandelt.

  • Achim Zien Oldenburg

    12 hours ago

    Ich sehe, dass die Kinder am stärksten leiden und am wenigsten berücksichtigt werden.

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