Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Die Bundesregierung plant aktuell mit der Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes eine Vereinheitlichung der Corona-Maßnahmen auch im sportlichen Bereich.
Alles entscheidender Faktor für Maßnahmen soll künftig die sieben-Tagesinzidenz von 100 sein. Diese Regelung innerhalb eines Bundesgesetzes würde es auch langfristig nicht erlauben, Ausnahmen in Bundesländern oder Landkreisen zu ermöglichen.
Aktuell ist im Gesetz vorgesehen, dass neben Profisport nur noch Sport alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt erlaubt sein wird, selbst dann, wenn in einigen Monaten durch eine großflächigere Durchimpfung in der Bevölkerung der Inzidenzwert bei weitem nicht mehr so aussagekräftig hinsichtlich des Pandemiegeschehens und der Krankenhausaufenthalte sein würde.
Begründung
Da der Corona-Virus uns erhalten bleiben wird, muss trotzdem wieder irgendwann mehr gesellschaftliches, sportliches, kulturelles und wirtschaftliches Leben stattfinden können. Denn in einigen Monaten ist es gut denkbar, dass man eine höhere Inzidenz auch tolerieren kann, wenn die besonders gefährdeten Personengruppen durch Impfung geschützt sind.
Trotzdem dann Vereins- bzw Gruppensport generell weiterhin zu untersagen, entbehrt jeder Logik und jeder Verhältnismäßigkeit.
Auch ein Offener Brief, der vom Ex-WHO-Virologen und Epidemiologen Klaus Stöhr und dem Ex-Berliner-Charité-Virologen Detlef Krüger an die Bundesregierung verschickt wurde, erklärt die Dringlichkeit, sich von der Fixierung alleine auf den Inzidenzwert zu verabschieden.
Sollte das Gesetz wie geplant Mitte oder Ende nächster Woche durchgepeitscht werden, hätte das massive Auswirkungen auf den Vereinssport. Es wäre vermutlich dessen Ende auf lange Zeit.
Gerade jetzt im Frühling und Sommer, bei wärmeren Außentemperaturen, ist es absolut unverhältnismäßig, dass nicht auch in kleinen Gruppen im Außenbereich und ggf. mit vorheriger Selbsttestung kontaktlos Sport betrieben werden darf. Vor allem die Kinder und Jugendlichen brauchen so dringend die Bewegung für ihre Entwicklung und ihre Gesundheit. Diese umfasst circa 10 Jahre. Bereits jetzt haben Kinder durch den anhaltenden Lockdown über 10% ihrer natürlichen Entwicklungsmöglichkeiten verloren!
Wir dürfen nicht zulassen, dass dieses Gesetz in der jetzig geplanten Form durchgeht, ohne hier im Jugendsportbereich Ausnahmen möglich zu machen.t.
Dies wäre für alle Vereine, wie auch für die Kinder fatal