Im Hammelwarder Moor im Landkreis Wesermarsch steht bereits seit über 12 Jahren ein Windpark mit 5 jeweils 100 Meter hohen Anlagen. Nun wird von der Stadt Brake und der Gemeinde Ovelgönne eine Erweiterung dieses Windparks um insgesamt 8 neue Anlagen geplant. Die neuen Anlagen sind jedoch mit knapp 200 Metern fast doppelt so hoch wie die vorhandenen Anlagen.

Wir, die Unterzeichner dieser Petition, fordern die zuständigen Entscheidungsträger der Stadt Brake und der Gemeinde Ovelgönne auf, unverzüglich alle notwendigen Schritte einzuleiten, um die Planung zum Stoppen zu bringen.

Begründung

Moderne Windenergieanlagen stellen massive industrielle Bauwerke dar. Die Bauhöhe von bis zu 200 Metern bedeudet einen massiven Eingriff in das komplizierte Ökosystem unseres Jahrhunderte alten Hammelwarder Moores mit unabsehbaren ökologischen Folgen für die gesamte Region. Die Energiewende muss mit Augenmaß und Bezug zu regionalen Gegebenheiten geplant werden. Hier stehen jedoch in erster Linie Gewinnmaximierung und nicht der ökologische Gedanken im Vordergrund. Die geplanten Höhen bedeuten eine enorme Auswirkung auf die davon betroffenen Menschen durch Schattenwurf, penetranten Schall, sowie die aggressive Tag- und Nachtkennzeichnung mit roten Farbringen und roten Blinklichtern am gesamten Turm. Die Wohnqualität ist massiv beeinträchtigt, von den finanziellen Schäden durch Wertverlust der Immobilien ganz zu schweigen. Die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern dieses Windparks wird unverhältnismäßig groß und der Dorffrieden kann dauerhaft Schaden nehmen.

Hier sollen die Bürger indirekt für eine Steuer-Einnahme von ca. 75 T€ pro Jahr bezahlen, wenn denn die jetzige Planung auch in 20 Jahren noch zutrifft. Wir sind der Ansicht, dass dies in keinem Verhältnis zu den im empfindlichen Moor angerichteten Schäden und der Beeinträchtigung der betroffenen Bürger steht. Profit und Steuereinnahmen dürfen nicht allein die Grundlage kommunaler Planung sein.

Weitere Informationen auf www.bi-gegenwind-im-hammelwarder-moor.net

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Pro

Bereits bei der Kernkraft wurde der Fehler macht, Energiegewinnung über alles andere zu stellen: Leben und Gesundheit der Menschen zu schützen war im besten Fall drittrangig. Aus Fehlern sollten wir eigentlich lernen und im Fall der Windkraft die gesundheitlichen Risiken vorurteilsfrei klären, bevor der Ausbau an Land weitergeht. Dann ist in einem zweiten Schritt über die Wahrung materieller und ideeller Güter zu sprechen.

Contra

Wollen Sie lieber Kernkraftwerke?? Da sind Windkraftwerke doch umweltfreundlicher!!