Wir wollen ein StudiCafé als selbstverwalteten Freiraum in dem ehemaligen Buchladen am Campus Neues Palais der Universität Potsdam einrichten. Dafür möchten wir, dass die gesamte Fläche des Buchladens der AG StudiCafé zur Verfügung gestellt wird. Die Idee ist, einen für alle Studis, MitarbeiterInnen, Dozierenden und alle weiteren BesucherInnen offenen, inklusiven, familienfreundlichen und barrierefreien Ort zu schaffen, an dem über die Vorlesungsveranstaltungen hinaus interdisziplinärer und internationaler Austausch stattfinden kann. Nutzungsmöglichkeiten könnten beispielsweise sein: Café, Raum für Gruppentreffen, Bücherverkauf, FSR-Sitzungen, Filmabende, Selbstlernzone, Parties, Diskussionsrunden oder Lektürekreise. Das Motto dabei lautet: Alle sind willkommen und wer möchte, kann eigene Ideen oder Projekte einbringen und in der AG mitwirken.

Reason

Warum setzen wir uns für ein StudiCafé am Neuen Palais ein? Die selbstständige Verwaltung und Gestaltung eines Raumes kann als ein Beitrag zum verantwortungsvollen Miteinander in der Gesellschaft angesehen werden. Selbstverwaltet bedeutet, dass die Studierenden allein im Einklang mit den sonst üblichen Hausregeln den Raum inhaltlich und strukturell bestimmen. Ein solcher Raum kann grundlegend als ein „Labor des sozialen Zusammenlebens“ betrachtet werden. Hier lernen Menschen, sich selbst zu bestimmen, miteinander zu diskutieren, zu streiten, Kompromisse zu schließen und zu organisieren. Die Studierenden stellen die mit Abstand größte Gruppe an der Universität Potsdam. Daher ist die Forderung nach einem Ort, der Raum für die selbstständige Gestaltung lässt, völlig legitim. Die meisten Universitäten und Fachhochschulen verfügen über einen solchen Raum, der die Atmosphäre eines Campus grundlegend prägt, wie bspw. das Casino an der FHP. Spätestens seit der Bologna-Reform wird die Universität häufig nur als weitere Sprosse auf der Karriereleiter und als Bank für CreditPoints angesehen. Stattdessen wünschen wir uns einen Ort, in dem auf vielfältige Art und Weise miteinander und voneinander gelernt werden kann. Über das fachliche Lernen hinaus bedeutet Studium auch, die eigene Person und Persönlichkeit zu entwickeln, im Austausch und in der Auseinandersetzung mit anderen Menschen, Meinungen und Lebensweisen ein aktives, mündiges, soziales und kritisches Mitglied der Gesellschaft zu werden. Der Buchladen zwischen Gebäude 8 und 10 bietet ideale Bedingungen für ein StudiCafé: Der Raum steht seit einem Jahren leer, er befindet sich sehr zentral auf dem Campus und es sind keine Probleme durch Lärmbelästigung zu erwarten, da das Gebäude freistehend ist.

Was sieht die jetzige Planung vor? Stand der Dinge ist aktuell ein Vorschlag der Universitätsleitung, den ehemaligen Buchladen zwischen dem Uni-Shop, dem StudiCafé und einer weiteren Selbstlernzone (wie in Haus 8 gegenüber der Cafeteria) aufzuteilen. Dabei würde dem Uni-Shop eine Verkaufsfläche von 60 qm zugesprochen werden. Der Uni-Shop als kommerziell betriebenes Geschäft nützt dem Großteil der Studierenden allerdings kaum. Vielmehr soll der Uni-Shop als Prestigeobjekt für die Universität zentral auf dem Campus positioniert werden, damit TouristInnen und Eltern dort Souvernirs erwerben können. Zudem ist nicht geklärt, wer den Verkauf im Uni-Shop übernehmen würde. Unser letzter Stand ist, dass MitarbeiterInnen der Universitätsverwaltung den Verkauf zusätzlich zu ihrer eigentlichen Arbeit übernehmen sollen. Zwischen der Selbstlernzone (23 qm) und dem StudiCafé (21 qm) soll eine Trennwand hochgezogen werden, sodass keine Übergangsmöglichkeit zwischen den beiden Räumen besteht.

Was sind unsere Ziele? Unser Ziel ist es, einen adäquaten Raum auszuhandeln, an dem wir unser Konzept auch wirklich umsetzen können. Wichtige Punkte sind für uns besonders die Barrierefreiheit und entsprechende zentrale Zugänglichkeit, die Raumgröße und seine Lichtverhältnisse (zum Lernen und Lesen). Daher fordern wir zum Einen eine Zusammenlegung von Selbstlernzone und StudiCafé, damit die Studierenden sich den Platz selbst nach ihren Bedürfnissen einteilen und auch flexibel nutzen können. Aber selbst durch eine Zusammenlegung der beiden Flächen wird der Raum nicht genug Platz bieten, um das Konzept eines StudiCafés umzusetzen. Daher fordern wir, dass den Studierenden die gesamte Fläche des ehemaligen Buchladens zur Verfügung gestellt wird. Dies ist bei einer Zahl von 20.609 Studierenden [1] (Stand Wintersemester 2017/18) eine legitime Forderung, insbesondere da die Anzahl der StudienanfängerInnen in den kommenden Jahren um 3000 steigen wird. Sowohl der Verkauf von Büchern als auch die Errichtung einer Selbstlernzone sind damit keinesfalls ausgeschlossen. Der leerstehende Buchladen auf dem Campus Neues Palais bietet uns Studierenden eine einmalige Gelegenheit, um einen selbstverwalteten Raum entstehen zu lassen. In dieser konkreten Verhandlungsphase brauchen wir jetzt DEINE Stimme, Unterstützung und Gestaltungsideen: Nimm an unserer Petition teil, folge uns auf Facebook, komm zu unseren Treffen und setze dich mit uns für ein Campusleben ein, das von den Studierenden selbst aktiv und kreativ geprägt wird.

www.facebook.com/StudiCafeNP/ www.instagram.com/studicafenp/

[1] Quelle: www.uni-potsdam.de/fileadmin01/projects/verwaltung/docs/Dezernat1/Statistiken/Studierende/WiSe17.pdf (Stand: 21. Dezmeber 2018)

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News

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contra

Leute man kann keine Mitarbeiter der Verwaltung einfach so verdonnern, jetzt auch den UniShop zu machen. Die haben ganz normale Arbeitsverträge wo drin steht, was gemacht werden muss.

Why people sign

  • on 15 Mar 2019

    Weil ich dem total recht gebe und das gerne unterstützen möchte.

  • Mirko Caspary Wuppertal

    on 10 Mar 2019

    ich bin dafür das es ein Studicafe am Neuen Palais geben sollte das schnell.

  • on 09 Mar 2019

    Im Neuen Palais fehlt es vor allem im Winter an Aufenthaltsorten und Treffpunkten. Dass das Konzept Studentencafé funktioniert, kann man an dem in Golm (Haus 14) sehen. Und ich denke wenn man mal versucht hat in den Stoßzeiten in der Cafeteria am Campus einen Platz zu finden weiß man auch dass 20 qm zu klein sind. Außerdem wer braucht Uni-Merchandise?

  • on 09 Mar 2019

    Ich studiere in Potsdam

  • on 09 Mar 2019

    Wie in der E-Mail beschrieben: Ein Treffpunkt für Studenten fehlt total! Besonders z.B. nach dem Sport, man geht einfach nach Hause statt sich bei einem Getränk in einem nahegelegenen Cafe weiter kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

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