„Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ (Artikel 2, Absatz 2 des Grundgesetzes GG) Die Politik in Stadt und Land muss endlich der ihr übertragenden Aufgabe nachkommen, seine Bürger*innen vor lärmbedingten Gesundheitsgefahren zu schützen.

In einem großangelegten Verkehrsversuch wurde 2015/16 festgestellt dass die positiven, lärm- und abgasreduzierenden und gesundheitsverbessernden Auswirkungen von Tempo 30 bei Nacht auf Hauptverkehrsstrecken die kaum vorhandenen negativen bei weitem überwiegen. www.frankfurt.de/sixcms/media.php/738/abschlussergebnisse_tempo30_nachts_22017.pdf

Trotzdem wurden die Tempo 30 Schilder nach Ende des Modellversuchs einfach abmontiert und die Empfehlung der teuren, umfassenden Studie bis heute nicht umgesetzt.

Es ist uns von der Arbeitsgruppe "Tempo 30 bei Nacht" ein Rätsel, wie wissentlich in Kauf genommen wird, so vielen Anwohner*innen eine mit so einfachen, quasi kostenlosen, Mitteln und ohne spürbare Nachteile für die restliche Bevölkerung umzusetzende Verbesserung vorzuenthalten.

Wir möchten also alles daran setzen, dass dieser Missstand alsbald behoben wird und an den im teuren Modellversuch positiv getesten Abschnitten dauerhaft "Tempo 30 bei Nacht" installiert wird. Dies betrifft folgende vier Straßenabschnitte in Frankfurt am Main: Nibelungenallee/Rothschildallee Eschersheimer Landstraße Untermainkai/Mainkai/Schöne Aussicht Lange Straße

Begründung

Lärm kann – besonders wenn die Nachtruhe beeinträchtigt wird – nicht nur störend sondern gesundheitsschädlich wirken. Von nächtlicher Gesundheitsstörung spricht man, wenn die Lärmbelastung über 55 dB(A) liegt. An Hauptverkehrsstrecken in der Stadt Frankfurt am Main beträgt der Lärmpegel auch in der Nacht über 75dB(A), wie man etwa über den Lärmviewer Hessen prüfen kann laerm.hessen.de Allein die ohne größere Kosten umsetzbare Einführung von Tempo 30 - Geschwindigkeitsbeschränkungen zwischn 22h und 6h bringt eine Verringerung von etwa 3dB(A), wodurch das Verkehrsaufkommen als um etwa 50% verringert wahrgenommen wird. Der Zeitverlust für die Autofahrer*innen ist währenddessen so gering, dass er kaum messbar ist und auch potentielle Ausweichstrecken haben keine Mehrbelastung erfahren, wie der o.g. Modellversuch bewiesen hat.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Martina Lansky aus Frankfurt am Main
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Warum Menschen unterschreiben

  • Reiner Falk Frankfurt am Main

    am 24.11.2018

    Es muss deutlich gemacht werden, das es in Frankfurt mit dem stark zunehmende Verkehr so nicht weiter gehen kann. Fahrradwege verbessern und den Öpnv ausbauen. Nachtbus sind schon ein positiver Ansatz.

  • Pieter Zandee Frankfurt am Main

    am 20.11.2018

    unterschreibe das anliegen der petition

  • Andreas Waldstein Frankfurt am Main

    am 18.11.2018

    Weil ich direkt von dem von Ihnen beschriebenen Strassenlärm betroffen bin und die Umsetzung zur Lärmverringerung unterstützen möchte.

  • Nicht öffentlich Frankfurt am Main

    am 15.11.2018

    Verkehrslärm macht krank, die Gesundheit der Anwohner muss geschützt werden. Tempo 30 hat erwiesenermaßen positive Effekte. Frankfurts größtes Problem ist der Autoverkehr: zu viel, zu aggressiv, zu laut.

  • Heinz Adams Frankfurt am Main

    am 15.11.2018

    weil ich gerne bei offenem Fenster schlafe.

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