Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den Einsatz von Reserve-Antibiotika in der Tierhaltung schnellstmöglich zu verbieten. Kläranlagen müssen nachrüsten damit multirestistente Keime nicht weiter in die Umwelt gelangen und Menschenleben gerettet werden.

Begründung

Viele Antibiotika weisen inzwischen Resistenzen auf und sind in Ihrer Wirkung nutzlos geworden.Die Medizin hält für Notfälle jedoch sogenannte Reserve-Antibiotika zur Verfügung.Diese werden nur gegeben, wenn es um Leben oder Tod geht. Viele Menschen können dadurch gerettet werden, weil das Reserve-Antibiotikum noch eine gute Wirksamkeit besitzt.Derzeit stehen aber auch den Veterinär-Medizinern diese wirksamen Mittel zur Verfügung und sie werden gerne bei den Tieren eingesetzt, wodurch auch hier antibiotikaresistente Keime entstehen und so in den Kreislauf mit dem Menschen kommen. Ein Reserve-Antibiotika-resistenter Keim gegen Colistin ist z. B. schon aufgetreten.Da es nur sehr wenige Reserve-Antibiotika gibt, die dem Menschen derzeit (noch) helfen, muss unbedingt verhindert werden, dass es auch hier zu resistenten Keimen kommt, verursacht durch die Tierhaltung. Geht der Nutzen dieser wertvollen Medikamente verloren, werden jährlich tausende Menschen mehr an bakteriellen Infektionen sterben.Dänemark soll hier z. B. schon ein Verbot ausgesprochen haben.Ein schnelles Verbot rettet Menschenleben, jetzt und in der Zukunft.Stellen Sie sich vor, Sie oder Ihr Kind haben eine Lungenentzündung, eine Blutvergiftung oder eine schwere Darmentzündung und es hilft kein Antibiotika mehr. Daran sind früher viele Menschen gestorben und werden auch wieder sterben, wenn hier nicht schnellstmöglich eingegriffen wird. Bereits in 5 von 12 Proben aus deutschen Gewässern wurden Resistenzien gegen Colistin gefunden. In 12 von 12 Proben aus Flüssen, Bächen und Badeseen wurden multiresistente Keime gefunden. Es ist bereits 5 vor 12!

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