Verlässlicher Distanzunterricht – Eltern sind keine Ersatz-Lehrkräfte

Petition richtet sich an:
Ministerium für Schule und Bildung NRW

56 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Ministerium für Schule und Bildung NRW

Wir fordern das Ministerium für Schule und Bildung NRW, verbindlichen Distanzunterricht bei wetterbedingten Schulschließungen einzuführen. Dieser muss von Lehrkräften begleitet werden, klare Mindeststandards haben, regelmäßig geübt werden und darf nicht auf Eltern abgewälzt werden, damit Bildung gerecht und zuverlässig gewährleistet ist.

Begründung

Am 12. Januar 2026 wurden in Köln und landesweit alle Schulen wegen angekündigter Glätte geschlossen. Während die Stadt Köln offiziell von Distanzunterricht und Notbetreuung sprach, erhielten viele Schülerinnen und Schüler lediglich Aufgaben in Lern-Apps oder unverbindliche Beschäftigungsideen wie Lesen, Schreiben oder Malen, ohne begleitenden Online-Unterricht oder Betreuung durch Lehrkräfte. Eltern mussten das Lernen beaufsichtigen und organisieren.

Ähnliche Situationen traten bereits bei den Schulschließungen am 17. Februar 2022 (Sturmwarnung) und 18. Januar 2024 (Schnee- und Glättewarnung) auf, obwohl die Wetterlage in Köln in allen drei Fällen nicht gefährlicher war als an anderen Wintertagen.

Probleme:

  • Distanzunterricht besteht oft nur aus Bereitstellung von Aufgaben.
  • Der Bildungsauftrag wird auf Eltern übertragen, was Familien stark belastet.
  • Schulschließungen werden vorsorglich und pauschal beschlossen, ohne tagesaktuelle Neubewertung der örtlichen Lage.

Wir fordern:

  1. Verbindlichen Distanzunterricht durch Lehrkräfte während der gesamten regulären Schulzeit bei Präsenzunterrichtsausfall.
  2. Klare Mindeststandards: feste Online-Unterrichtszeiten, betreute Lernphasen, technische Zugänglichkeit für alle Schülerinnen und Schüler.
  3. Regelmäßige Übung von Online-Unterricht: Schulen sollen halbjährlich einen „Online-Tag“ einplanen, damit Abläufe verinnerlicht werden und Distanzunterricht im Notfall funktioniert.
  4. Flexiblere Entscheidungen über Schulschließungen, z. B. verspäteter Unterrichtsbeginn oder kurzfristige Neubewertung der Wetterlage.
  5. Keine Verlagerung der Unterrichtspflicht auf Eltern – die Bildung muss durch Lehrkräfte erfolgen.

Diese Petition soll dazu beitragen, dass Distanzunterricht bei unvermeidlichen Schulschließungen verbindlich, praxisnah und gerecht für alle Schülerinnen und Schüler umgesetzt wird.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Maja Glück, Köln
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 13.01.2026
Sammlung endet: 12.07.2026
Region: Nordrhein-Westfalen
Kategorie: Bildung

Noch kein PRO Argument.

Distanzunterricht bedeutet, zumindest bei jüngeren Kindern, immer, dass Eltern zu Hause sein müssen, um die Kinder zu beaufsichtigen. Regelmäßiges üben belastet Familien also zusätzlich. Es schadet keinem Kind einen Tag keinen Unterricht zu haben.

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