Region: Germany
Health

Weg mit der „7-Tages-Inzidenz“ – stattdessen die täglichen Neuaufnahmen in die Intensivstationen

Petition is directed to
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
79 Supporters 78 in Germany
Collection finished
  1. Launched 16/04/2021
  2. Collection finished
  3. Submission on the 21 Apr 2021
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Die „7-Tages-Inzidenz“ darf nicht länger als Bemessungsgrundlage dienen. Sie bildet nicht das reale Krankheitsgeschehen ab, hat aber in ihren Auswirkungen gravierende Folgen für den Einzelnen und die gesamte Gesellschaft. Stattdessen wäre die tägliche Anzahl der COVID-bedingten Neuaufnahmen in die Intensivstationen eine vernünftige Bemessungsgrundlage. Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) muss dementsprechend geändert werden.

Reason

Mit dem PCR-Test kann nicht nachgewiesen werden, ob eine Person mit einem aktiven Erreger infiziert ist oder nicht.

Es besteht die Möglichkeit, dass der Test über die Dauer der Infektion hinaus positiv ausfällt, weil noch „Virustrümmer“ in Nase oder Rachen vorhanden sind. Ein sicherer Nachweis der Infektiosität ist nur mit aufwendigen Tests möglich, bei denen im Labor untersucht wird, ob das Material aus den Abstrichen lebende Zellen abtöten kann.

(Deutsches Ärzteblatt am 01.02.2021 https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/120745)

 

Die Daten bilden nicht die Entwicklung des Infektionsgeschehens ab, weil unter anderem die Zahl der durchgeführten Tests ständig wechselt. Es könnte dazu führen, dass Freiheitsrechte unnötigerweise massiv eingeschränkt werden, mit allen gravierenden Auswirkungen auf Wirtschaft, Kultur und die körperliche und seelische Gesundheit der Menschen.

Prof. Dr. Gérard Krause: Dieser Wert (sic die „7-Tage-Inzidenz“)war schon immer problematisch, aber inzwischen wird er richtiggehend untauglich. Die Sieben-Tage-Inzidenz entkoppelt sich immer mehr von der eigentlichen gesundheitlichen Lage. …

Man könnte beispielsweise den Inzidenzwert in die Höhe treiben, wenn man in allen Schulen täglich testen würde. Die allermeisten der so entdeckten Infektionen hätten keine Erkrankungen zur Folge. Die so gestiegene Inzidenz würde also die Behörden zwingen, Ausgangssperren, Schulschließungen und andere Maßnahmen zu treffen, obwohl sich die pandemische Lage gar nicht verschlechtert hätte, also gar nicht mehr Menschen als vorher überhaupt medizinisch versorgt werden müssten. 

(https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/infektionsschutzgesetz-111.html) Ähnlich argumentieren Prof. Dr. med. Detlev H. Krüger und Prof. Dr. Klaus Stöhr in ihrem „Offenen Brief an den Deutschen Bundestag“ : https://reitschuster.de/post/infektionsschutzgesetz-drosten-vorgaenger-stellt-sich-gegen-regierung/

 

Alternativen zu der „7-Tages-Inzidenz“ sind möglich. So könnte stattdessen die tägliche Anzahl der COVID-bedingten Neuaufnahmen in die Intensivstationen als Bemessungsgrundlage dienen. Sie würde ein realistisches Bild der Entwicklung der Krankheit zeichnen, das auf medizinischer Diagnostik basiert und nicht auf irreführenden Laborwerten.

Prof. Krause (https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/infektionsschutzgesetz-111.html) und die Professoren Krüger und Stöhr (https://reitschuster.de/post/infektionsschutzgesetz-drosten-vorgaenger-stellt-sich-gegen-regierung/ ) machen dazu detaillierte Vorschläge.

Thank you for your support, Michael Schweitzer from Ellenhausen
Question to the initiator

News

  • Sehr geehrte, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!
    Vielen Dank für Ihre/Eure Unterschrift. Leider ist die Petition erst heute, am 19.04.2021 gegen 9:00 Uhr freigeschaltet worden, d.h. nach drei Tagen. Sie hat z.Zt. deshalb auch nur 68 Unterstützer. Ich werde sie morgen, Dienstag, den 20.04.2021 vorzeitig schließen. Ich schlage vor, die Petition von Herr Prov. Asvin Goel zu unterstützen. Als Begründung hat Herr Prof. Goel den offenen Brief der Professoren Krüger und Stöhr im Wortlaut zitiert. Dieser offene Brief war auch der Anstoß für meine Petition gewesen. Er ist aber vielleicht noch besser, weil der 7-Tage-Inzidenzwert nicht abgeschafft, sondern um den Parameter der täglichen coronabedingten stationären Neuaufnahmen in die Intensivstationen... further

Not yet a PRO argument.

Die Neu(!)aufnahmen als Kriterium zu nehmen, ist Quatsch. Man könnte sich nur vorstellen, die Zahl der insgesamt(!) belegten(!) Intensivbetten als Kriterium zu nehmen. Denn was hilft es, wenn nur ,2 Patienten neu auf die Intensivstation kommen, diese aber damit voll ist?!? Es muss schließlich auch noch eine Möglichkeit da sein, Notfälle mit anderen Krankheiten aufzunehmen. Man denke nur an Unfälle. Außerdem sagen Ärzte, dass die nun öfter betroffenen jüngeren Menschen länger auf den Intensivstationen liegen - weil mehr von ihnen die Chance haben nach langer(!) Behandlung zu genesen.

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