Wir, die unterzeichnenden Bürgerinnen und Bürger von Dernau fordern die verantwortlichen Entscheidungsträger in der Verbandsgemeinde Altenahr dazu auf:

1.) … für eine nachhaltig verbesserte Wasserqualität durch einen deutlich niedrigeren Härtegrad für Dernau Sorge zu tragen ohne dabei zusätzliche Kosten für die Verbraucher zu verursachen!

2.) … für einen günstigeren Verbraucherpreis in Dernau, durch eine faire Umlage der Wasserversorgungskosten Sorge zu tragen! „Hartes“ Wasser mit günstigeren Beschaffungskosten muss auch für den Verbraucher günstiger sein! 3.) … eine vollständige Gleichbehandlung aller Gemeinden im Wasserzweckverband bezogen auf die Wasserqualität und Verbraucherpreise zu gewährleisten!

Begründung

Immer häufiger ärgert man sich über den hohen Kalkgehalt in unserem Leitungswasser, der sich u.a. nachteilig auf die Lebensdauer von Elektrogräten wie z.B. Waschmaschinen auswirkt oder zu hartnäckigen Verunreinigungen im Badezimmer führt.

In den vergangenen Wochen waren einige Berichte zur Wasserqualität in unserer Heimatregion in den Zeitungen zu lesen. Hier nochmals die Fakten:

Nach Angaben des Wasserzweckverbandes Ahr-Eifel werden Altenahr, Altenburg, Kalenborn, Kreuzberg und Reimerzhofen mit „weichem“ Wasser aus der Wahnbachtalsperre versorgt. Die Orte Berg, Binzenbach, Freisheim, Lind, Oberkrälingen, Obliers, Plittersdorf, Unterkrälingen, Vellen und Winnen werden mit „weichem“ Wasser aus der Oleftalsperre und die Orte Beilstein, Blasweiler, Cassel, Frankenau, Fronrath, Heckenbach, Kesseling, Niederheckenbach, Oberheckenbach, Staffel, Watzel und Weidenbach ebenfalls mit „weichem“ Wasser aus Förderungen des Wasserzweckverbandes Maifeld-Eifel beliefert.

Ahrbrück, Dernau, Hönningen, Laach, Liers, Mayschoß, Pützfeld und Rech werden aus Förderungen des Zweckverbandes Wasserversorgung Eifel mit „hartem“ Wasser (also mit deutlich höherem Kalkgehalt) versorgt. Derzeit protestieren die Bürgerinnen und Bürger der Orte Heckenbach und Kesseling gegen eine Umstellung auf eine Versorgung aus demselben Netz wie u.a. auch Dernau, da dies ja eine deutliche Verschlechterung des Wasserhärtegrades für diese Gemeinden bedeutet.

Aktuell lässt uns der Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Ahr über die Medien wissen, dass Werksausschuss und Verbandsversammlung am 8. April die Werkleitung beauftragt haben, bis zur nächsten Sitzung im Mai ein Konzept zur Einrichtung und Finanzierung einer Pilotanlage zur zentralen Wasserenthärtung zu erarbeiten. Der Pilotbetrieb sei auf rund zwei Jahre angelegt und werde nach ersten Schätzungen ca. 100.000 Euro kosten. Diese Kosten werden innerhalb des Zweckverbandes umgelegt, also auf die Verbraucher. Zudem sei darauf hingewiesen, dass man als „Pilotprojekt“ allgemein Großversuche bzw. Demonstrationsprojekte bezeichnet, womit also nicht gesagt ist, dass bereits eine dauerhafte und nachhaltige Lösung gefunden ist!

Zusammenfassend stellen sich für die Bürgerinnen und Bürger die folgenden Kernfragen: Warum müssen in allen Ortsgemeinden die Verbraucher den gleichen Wasserpreis bezahlen, wenn die Wasserqualität unterschiedlich ist und die Kosten der Versorgung mit härterem Wasser günstiger sind?

Kann frühzeitig sichergestellt werden, dass das angekündigte Pilotprojekt den gewünschten Erfolg bringt?

Warum müssen die Verbraucher die Pilotprojektkosten tragen und wird sich künftig der Wasserpreis insgesamt verbraucherfreundlich entwickeln?

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Die Grundsatzfragen dieser Petition zeugen von einer gewissen Naivität. Man kann nicht pauschal von kostengünstigerer Versorgung bei härterem Wasser sprechen. Der Erfolg eines Pilotprojektes kann nicht sichergestellt werden. Wie das Beispiel BER zeigt, sind steigende Kosten das einzig Sichere. Kosten von Risiken und Wagnissen werden im modernen Kapitalismus immer auf die Verbraucher umgelegt, früher gab es da etwas andere Ansprüche. Warum sollen sich ausgerechnet beim Wasser die Preise verbraucherfreundlich entwickeln? Das ist genauso abwegig wie auf sinkende Energiepreise zu spekulieren.