Wie weit darf Berichterstattung noch gehen? Darf die Presse die Arbeit von Polizei, Rettungs- und Hilfskräften behindern? Anscheinend muss diese Frage wohl mit ja beantwortet werden.

Es gab schon immer Berichterstattungen und das soll auch so bleiben. Die Form der Pressearbeit hat sich jedoch nicht zum Positiven entwickelt. Respekt und Anstand, würdevoller Umgang, völlig verlorengegangen. Es wird berichtet ohne Rücksicht!

Wir verurteilen den Umgang der Presse, mit dem Schmerz und dem Leid Betroffener. Berichterstatter sind an der Unfallstelle, bevor Rettungskräfte eintreffen, wie geht so etwas? Bilder und Videos kursieren im Internet, während die Einsatzkräfte noch um das Leben der Verunfallten kämpfen.

Es ist weit weg, wenn es Dich nicht betrifft. Doch was passiert, wenn es Dich betrifft? Möchtest Du wirklich das Auto von Deinem Kind, Deiner Schwester, Deinem Bruder oder Angehörigen wieder und wieder im Internet sehen, nach dem er tödlich verunglückt ist?

Rettungskräfte haben einen Beruf, in dem es sehr schwer ist Erlebtes zu verarbeiten, Bilder zu vergessen oder zu verdrängen, fast unmöglich. Auch für Sie wird es durch die Presse nicht leichter, im Gegenteil. Die psychische Belastung steigt, durch ein oft nicht angemessenes Verhalten der Berichterstatter. Ist es wirklich richtig? Wenn Kinder Bilder im Internet finden, die Sie nicht sehen sollten. Ein verbrannter Mann in einem Auto, der Berichterstatter hat es übersehen, jetzt auf den Telefonen unzähliger Kinder zu finden.

Die Berichterstatter sind sich in unseren Augen, Ihrer Verantwortung nicht bewusst. Wir denken die Arbeit der Polizei, Rettungs- und Hilfskräfte, wird nur dann nicht durch die Presse behindert, wenn sie die nötige Zeit bekommen. Zeit ohne eine Berichterstattung. Zeit in der Menschen Informationen bekommen, die nur ihnen zustehen.

Die Nachricht über den Verlust eines geliebten Menschen, eine der schlimmsten und grausamsten Nachrichten, die man erhalten kann, darf nicht durch einen respektlosen Berichterstatter überbracht werden. Genau das passiert wieder und wieder...

Wir haben Nachrichten in der Zeitung gelesen, schlimm genug. Die Zeitung kam aber erst am nächsten Tag. Zeit! Wir wünschen uns Zeit! Zeit, in der jeder Berichterstatter überlegen kann, ob er das was er geschrieben hat, auch so gelesen werden sollte. Zeit, in der Videos bearbeitet werden können, um Bilder zu entfernen, die keiner sehen muss. Zeit, die den Angehörigen, den Betroffenen gehört, um mit dem Verarbeiten beginnen zu können. Zeit - Respekt! Zeit aus Anstand und Anteilnahme! Die Zeit schwächt diese Nachrichten nicht ab, Sie ermöglichen es Nachrichten in der richtigen Reihenfolge zu übermitteln. Zeit - könnte definiert sein... Eine Berichterstattung erst nach der offiziellen Pressemitteilung der Polizei zum Beispiel.

Begründung

Notfallbegleitung Güstrow braucht Unterstützung bei einer Aufgabe, die den nötigen Respekt verdient!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Notfallbegleitung Güstrow aus Güstrow
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Warum Menschen unterschreiben

  • Friedhelm Otto Ostseebad Wustrow

    am 01.05.2018

    Arbeite selbst im Rettungsdienst und ehrenamtlich in der Notfallbegleitung und musste mir schon so manchen blöden Spruch anhören von Nonstop News Rostock

  • am 28.04.2018

    Ich bin Polizist und musste schon zu oft Telefonate von Angehörigen entgegennehmen, die über die schnelle Berichterstatter im Internet vom Tod eines Verwandten erfahren haben. Oft sind sogar die Rettungskräfte noch vor Ort und die Person ist nicht einmal zweifelsfrei identifiziert. Das sind bisher die schlimmsten Gespräche, die ich in meinem Berufsleben führen musste. Die Überbringung einer Todesnachricht ist nie angenehm aber man kann zumindest einen angemessenen Rahmen schaffen. Man stelle sich mal vor, der Gesprächspartner bricht zusammen und man weiß nichteinmal, wo er gerade ist, um Hilfe zu schicken...

  • am 27.04.2018

    Schutz der Betroffenen in Ausnahmesituation, Keine Behinderung bei der Rettung u Bergung von Patienten an Einsatzorten durch Pressevertreter

  • am 27.04.2018

    Zu viele Bilder in der Öffentlichkeit die noch traumatisierender auf Betroffene wirken können. Es muss sich daran etwas ändern.

  • am 26.04.2018

    Ich finde das Thema wichtig. Mir persönlich fällt auch in den letzten Jahren immer mehr auf, dass es weniger um die Nachricht sondern nur noch um Klicks geht. Die Bilder/Videos die dafür sorgen verletzen dabei immer häufiger die Gefühle von Angehörigen. Das finde ich persönlich respektlos und empathielos. Wo bleibt der Schutz der Privatsphäre?

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