Detlef Baumann-Schiechel
Ich lebe jetzt in Reichelsheim im Odenwald und engagiere mich seit vielen Jahren in sozialen, pädagogischen und friedenspolitischen Initiativen im Raum Darmstadt und Südhessen.
Meine Ausbildung umfasst einen Bachelor in Religionspädagogik (Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten), ein Hauptdiplom in Pädagogischer Psychologie sowie ein Diplom in Sozialpädagogik an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt. In meiner Arbeit verbinde ich Bildung, Gemeinwesenarbeit und gesellschaftliches Engagement.
Früh geprägt hat mich die praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ich war an der Gründung der Kinder- und Jugendfarm Darmstadt beteiligt und habe dort pädagogisch mitgearbeitet. Bis heute engagiere ich mich im Netzwerk Naturpädagogik Darmstadt e.V. sowie im regionalen Bildungsnetzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).
Internationale Erfahrungen haben meinen Blick auf Fragen von Frieden, Gerechtigkeit und Dialog erweitert. Aufenthalte in Israel, unter anderem im Kibbuz Chulda, sowie Begegnungen mit Initiativen im Umfeld von Amos Oz und im Kontext des interreligiösen Wirkens von Rabbi Shlomo Carlebach, haben mein Interesse am jüdisch-christlich-muslimischen Dialog gestärkt. Ich unterstütze deshalb Initiativen des abrahamischen Dialogs.
Ein weiterer Schwerpunkt meines Engagements ist Globales Lernen und internationale Solidarität, unter anderem im Zusammenhang mit dem Kinderdorf Akaki Beseka in Äthiopien.
Auch lokal setze ich mich für soziale Begegnungsorte ein, etwa durch die Mitwirkung am Begegnungscafé in Reichelsheim mit Umsonstladen sowie in zivilgesellschaftlichen Initiativen.
Aus diesem Hintergrund heraus unterstütze ich die Veranstalter des Antikolonialistischen Friedensweihnachtsmarktes in der Michaelsgemeinde Darmstadt. Für mich gehört zu einer lebendigen Demokratie, dass zivilgesellschaftliche Initiativen Räume haben, in denen historische Verantwortung, globale Gerechtigkeit und friedliches Zusammenleben offen diskutiert werden können.
Wilde Friedenskirche
https://www.wild-church.de/regionale-gruppen/
Über Schöpfungsspiritualität
Überall ist der schöpferische Geist Gottes gegenwärtig, er ist „alles in allem“ und sein Atem wird in allem Leben erfahrbar. (Römerbrief 1,20)
Jesus Christus schöpft aus dieser Fülle. Das Leben lehrt uns, wie Gott ist: „Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. (…) Schaut die Lilien auf dem Felde an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet war wie eine von ihnen.“ (Matthäusevangelium Kapitel 6,26+28)
Und wer bin ich mitten in all dem? Wer sind die Tiere, die anderen Menschen? Wer ist die Erde, die fürsorglich alles hervorbringt, was wir zum Leben brauchen? Wie geht das, dem Geist nachzuspüren, der alles in allem ist? Sind wir tatsächlich die „Krone der Schöpfung“? – die Obersten, für die und auf die hin alles geschaffen ist? Für dieses Selbstverständnis bräuchten wir uns nicht zu ändern. Wir ahnen aber, dass diese Haltung ein Irrtum ist. In Jesus Christus „ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist“. Durch ihn und zu ihm hin ist alles geschaffen (Kolosserbrief 1,16-17), nicht auf uns hin. Etwas mehr Bescheidenheit ist dem Menschen angemessen.
Die Transformation beginnt mit dem Wandel unseres Bildes von uns selbst: Wir Menschen sind da, um unseren Platz im Zusammenspiel mit allen anderen einzunehmen, als geliebte Geschöpfe zusammen mit all den anderen geliebten Mitgliedern der weltweiten Schöpfungsfamilie. Jede Art und jedes Individuum ist in der je besonderen Eigenart erschaffen. Dankbarkeit für die unendlich vielen Geschenke der Erde, die wir täglich empfangen, ist der Nährboden für erneuerte Wertschätzung und ein starker Antrieb, nährend und heilend zurückzugeben, was wir bekommen haben.
Webseite: www.wild-church.de/