representative Angela Monika Homberg

Bezirksvertretung in Duisburg-Süd

    Opinion on the petition Gegen die Umwandlung von Landschaftsschutzgebieten in Bauland im Duisburger Süden

    SPD last modified: 28 Apr 2016

      No statement.

    Reason:

    Die Bezirksvertretung Süd hat bereits im Januar 2015 mit den Stimmen der SPD
    Fraktion, also auch mit meiner Stimme, beschlossen, weitere Wohnbauflächen im
    Süden auszuweisen. Wir fassten diese Beschlüsse als Ergebnis der Beratungen zum
    Plan „Duisburg 2027“, den die Stadtverwaltung zusammen mit den Bürgern in einer
    ausführlichen und jahrelangen Diskussion als Vorschlag erarbeitet hat.
    Ein Ergebnis der Bürgerbeteiligung im Süden war auch der Wunsch nach weiteren
    qualitativen Wohnungsangeboten.
    Dieser Bürgerwunsch entspricht der Stellungnahme der Gutachter, die für Duisburg
    einen weiterhin steigenden Bedarf an Wohnbauflächen bis mindestens 2030
    prognostizieren.
    In den letzten 15 Jahren wurden für Wohnungsbaumaßnahmen in Duisburg und bei
    uns im Süden vor allem verstärkt Baulücken, auch größere Innenquartiere bebaut.
    ( z.B Kasernengelände Wanheim, Sportplatz Watzmannstr., Thysssenacker,
    Dickelsbachstr., etc.)
    Dies wird aber für den weiteren Bedarf in den nächsten Jahren allein nicht genügen.
    Daher sind für den neuen Flächennutzungsplan (FNP), der alte stammt noch aus den
    80-er Jahren, auch bisher planungsrechtlich landwirtschaftlich nutzbare Flächen für
    eine mögliche Bebauung vorgeschlagen worden. Dabei liegt bei uns im Süden aber
    weiterhin der Schwerpunkt auf der Wiederverwertung bereits urban genutzter
    Flächen.
    So haben wir im Süden ca.128 ha Wohnbauflächen insgesamt vorgeschlagen (incl.
    Bahngelände Bissingheim/Wedau). Davon sind zur Zeit ca. 77 ha als Bahnanlage,
    Gewerbefläche oder Fläche für den Gemeingebrauch ausgewiesen. Ca. 13 ha sind
    bereits Wohnbaufläche (allerdings mit Baufestsetzungen, die unzeitgemäß sind) und
    ca. 38 ha sind zur Zeit planungsrechtlich landwirtschaftlich nutzbar.
    Letzteres sind ca 0,7 % der Gesamtfläche des Duisburger Südens.
    Wir haben nach intensiver Diskussion in der Fraktion, unseren Parteigliederungen
    und der Diskussion mit der Bürgerschaft eine Auswahl an Flächen vorgeschlagen,
    von denen wir ausgehen, dass diese Auswahl zielführend und ökologisch vertretbar
    ist. Wir haben vor allem bereits urban genutzte Flächen ausgewählt und bei den
    „neuen“ Flächen darauf geachtet, dass sie an bestehende Siedlungskerne
    angrenzen, um den Eingriff in die Natur gering zu halten und um unnötigen
    Flächenverbrauch für größere Erschließungsmaßnahmen zu vermeiden.
    Diese Petition richtet sich global gegen jegliche Umwandlung von
    Landschaftsschutzgebieten in Bauland im Duisburger Süden; Anlass war aber wohl
    die derzeitige Diskussion um die Planung am „Rahmerbuschfeld“. Daher auch hier
    unsere konkrete Aussage hierzu: Besonders ausschlaggebend diesen Ort auch für
    die Ansiedlung von Nahversorgung in Kombination mit Wohnbebauung
    vorzuschlagen, ist zum einen die Alternativlosigkeit des Standortes und die

    langfristige Sicherung der Nahversorgung der Menschen im Stadtteil. Um der
    Verwaltung bereits in diesem frühen Stadium klare Signale unserer Erwartungen
    mitzugeben, haben wir bereits jetzt der Verwaltung in unserem Antrag
    richtungsweisende Eckpunkte mit auf den Weg gegeben. Klar machen möchten wir
    an dieser Stelle auch nochmals, dass unser Antrag lediglich ein erster Schritt zu
    einer möglichen Planung ist, die Bürgerschaft in den weiteren Verfahren in
    Beteiligungsverfahren immer eingebunden ist und das letztendlich die endgültige
    Entscheidung über das Bebauungsverfahren der Rat der Stadt Duisburg hat.
    Selbstverständlich stehen die Mitglieder der SPD Fraktion Süd jederzeit allen
    Bürger*innen zur Diskussion zur Verfügung.
    Politische Entscheidungen sind oftmals das Resultat von Kompromissen. Wir
    denken, dass wir für die Bürger des Duisburger Südens, aber auch für die gesamte
    Stadt, einen guten Kompromiss gefunden haben.
    PS.: Diese Stellungnahme ist eine abgestimmte Meinung der SPD Fraktion Süd und
    ist daher bei alle SPD Bezirksvertreter*innen gleichlautend.

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