Volksvertreter Michael Faber

Stellungnahme zur Petition Die Bonner Oper muss am Rhein bleiben

Die Linke, zuletzt bearbeitet am 19.05.2026

Fraktionsbeschluss, veröffentlicht von Michael Faber. Die Entscheidungsgrundlage ist ein Beschluss der Fraktion Die Linke

Ich stimme zu / überwiegend zu.
Ich unterstütze einen Antrag im Parlament, wenn sich genügend andere Vertreter anschließen.
Ich befürworte eine öffentliche Anhörung im Fachausschuss.
Ich befürworte eine öffentliche Anhörung im Parlament/Plenum.

Die Linksfraktion und auch ich plädieren für den Erhalt des bisherigen Opernstandortes (ebenso wie auch für den des Schauspiels in Bad Godesberg). Bei der Weiterentwicklung unserer städtischen Kulturlandschaft geht es für uns um mehr als Kostenfragen. Entscheidend ist in erster Linie der Erhalt der kulturellen Teilhabe aller Bonnerinnen und Bonner.

Die Oper sollte dort bleiben, wo sie auch gut erreichbar ist. Für die Stadt und insbesondere die Innenstadt gibt es keine vergleichbare bedeutende öffentliche (Kultur-)Einrichtung, die den herausgehobenen Standort am Rhein füllen könnte. Eine Kommerzialisierung des Standortes lehnen wir entschieden ab. Insbesondere vor dem Hintergrund des Wandels der Innenstädte haben öffentliche Kulturangebote auch eine besondere Bedeutung. Während der Einzelhandel zurückgeht, wirkt das kulturelle Angebot belebend.

Als bedeutendes Zeugnis demokratischer Nachkriegsarchitektur halten wir zudem das Operngebäude an sich für erhaltenswert. Das architektonisch gelungene Bauwerk prägt seit vielen Jahrzehnten das Bonner Stadtbild und hat identitätsstiftenden Charakter für die hier lebenden Menschen. Wir favorisieren eine Generalsanierung des Operngebäudes nicht nur aus städtebaulicher Perspektive, sondern halten diese auch unter ökologischen Aspekten für sinnvoll: Bestandssanierungen sind im Vergleich zu Abriss und Neubau meist deutlich ressourcen- und umweltschonender.

Unabhängig davon, dass wir weitere Vorschläge oder Erkenntnisse immer offen diskutieren werden, setzen wir uns aus den vorstehenden Gründen für den Erhalt der Oper am bisherigen Standort ein.

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