representative Karin Hartmann

Opinion on the petition Bitte das B für das "Philharmonische Orchester der Stadt Ulm" am Theater Ulm

CDU/UFA, last edited on 12/05/2023

Group decision published by Thomas Kienle. The basis of decision was a resolution of the faction CDU/UFA

I agree / agree mostly.

Seit mehr als 15 Jahre kämpfen wir/ich für die Aufwertung des Orchesters zum B Orchester. Anbei unser Antrag.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister

Wir beantragen in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses und sodann in der folgenden Sitzung des Gemeinderats die Anhebung der Tarifgruppe des Philharmonischen Orchesters am Theater Ulm nach TV K / B zur Beschlussfassung vorzulegen und wie nachfolgend aufgezeigt bis 2026 umzusetzen:

I. Anhebung nach TV K/B, d.h. Erhöhung auf 66 Stellen im Orchester bis 2026
II. Die Erhöhung wie folgt unter a.) umzusetzen.
III. Die Personal- und Gehaltsstruktur der Abteilungen des Theater Ulm entsprechend der hohen Leistungsanforderungen in einer gesonderten Personalklausur zu überprüfen und nach deren Ergebnissen festzusetzen.

a.) Umsetzungsschritte
Zur Spielzeit 2024/2025 wird das Philharmonische Orchester in B eingruppiert.
Der Gemeinderat beschließt das Orchester auf 66 (volle) Stellen zu vergrößern. ( laut Tarifvertrag ist damit ein B-Orchester geschaffen).
Von den 10 geschaffenen Stellen werden zunächst besetzt:
1. Ein weiterer Schlagzeuger (Hier ist derzeit für fast jedes Konzert/jede Vorstellung eine Gast Aushilfe zu bestellen)
2. Ein Solo-Horn mit Verpflichtung zum 3. Horn (Entlastung der sehr beanspruchten Gruppe)
3. Ein weiteres Violoncello.
4. Bis zu zwei weitere Bratschen (Unterbesetzung mit derzeit nur 5 Spieler)
Danach bis zu 5 Stellen
Jeweils ein weiterer Solo-Holzbläser und eine weitere Solotrompete (mit Verpflichtung zur 3. Trompete)

b.) Begründung

Das Philharmonische Orchester Ulm leistet im Bereich der Aufführungspraxis im Musiktheater und im Konzert Außergewöhnliches. Es wird wegen der hohen Qualität der musikalischen Leistung vom Publikum äußerst wertgeschätzt.

Die Orchestergröße von 56 Musikern entspricht nicht der Größe der Aufgaben der Musiker.
Der Spielplan mit zum Teil herausfordernden Stücken, die engen Folge von Vorstellungen und Konzerten, sowie krankheitsbedingte Ausfälle, die nicht aus dem Ensemble ersetzt werden können, führen bereits seit langem dazu, dass Gäste zur Unterstützung benötigt werden. Das ist kostspielig und schwerer zu disponieren, als mit fest engagierten Musikern.

Zudem erfordert die Musikliteratur, die auf dem Spielplan von Oper und Konzert steht zum Teil eine größere Besetzung, als am Haus verfügbar. Auch hier muss notwendigerweise mit Gästen gearbeitet werden. Alleine die ersten 4 Volläquivalente Ziffer a.) ersparen in Teilen kostenneutral den Kosteneinsatz für den Gastaufwand.

Um die herausragende Qualität des Philharmonischen Orchester Ulm nachhaltig zu sichern, weiter gute Bewerber für das Orchester zu gewinnen und die Arbeitsbedingungen für die Musiker zu verbessern, ist eine Anhebung des Philharmonischen Orchesters nach TV K/B notwendig, in Perspektive TV K/B + nach § 17 Abs. 7 Buchst. b.

Alle MitarbeiterInnen des Theaters sind, aufgrund der dünnen Personaldecke großen Belastungen in ihrer Arbeit ausgesetzt. Es ist schwer hier noch die nötige Zeit zum Sammeln von Kraft, für diese wichtigen Aufgaben und zur eigenen Weiterentwicklung zu finden. Als Arbeitgeber haben wir die Aufgabe Krankheiten bis hin zum Burn out frühzeitig präventiv zu begegnen.

Das Solistenensemble im Musiktheater ist in den letzten Spielzeiten immer kleiner geworden. Krankheitsbedingte Ausfälle müssen mit dem Engagement von Gästen ausgeglichen werden.

Durch die regelmäßig Krankheits- und Dispositions- bedingte Ausdünnung des Personalkörpers, könnten wie bereits in der jüngeren Vergangenheit Aufführungen von Stücken dem Fachkräftemangel zum Opfer fallen. Die Disposition der Proben wird gerade durch die dünne Personaldecke im technischen Bereich immer schwieriger.

Die Anhebung des Personalkörpers trägt daher zur erforderlichen Sicherheit der Aufführungen sowie zur Stabilität der Disposition der Spielleitung und zur Flexibilität bei der Nachbesetzung von Krankheitsfällen sowie zur Reduzierung der Kosten von Ersatz- und Gastengagements, mithin zur Entlastung des Ensembles bei.

Vom Ensemble wird von der Stadtgesellschaft auch erwartet, außerhalb des Stammhauses präsent zu sein, was neben einem künstlerischen Gewinn, zu weiteren Inanspruchnahme des Ensembles führt. Das wäre, auf lange Sicht, mit der derzeitigen Personalbesetzung nicht zusätzlich möglich.

Mit der Anhebung der Orchestertarifklasse und einer Diskussion über die Personalstruktur des Theaters, können wir die notwendigen Maßnahmen ergreifen, die zur Sicherheit und Stabilität der Lebensverhältnisse der Überdurchschnittliches leistenden Künstler.Innen und Mitarbeiter.Innen beitragen.

Wir wollen unsere Mitarbeiter.Innen nicht nur halten, sondern ihnen ein angemessenes Arbeitsumfeld schaffen, sodass sie sich ohne Existenzsorgen auf die Kunst konzentrieren können.

Die beantragte Erhöhung ist zudem unausweichlich, um die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des ältesten Stadttheater Deutschlands bei der Suche nach geeignetem Fachpersonal zu erhalten.

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