Neuigkeiten
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Seit heute, dem 2. Oktober, läuft die erste Bauphase der Sperrung zwischen Hannover und Berlin. Sie dauert bis zum 12. Dezember 2026. Für Stendal und die Altmark beginnen damit erhebliche Einschränkungen.
Am 1. Oktober habe ich in zwei Gesprächen mit Verantwortlichen der Deutschen Bahn zahlreiche konkrete Probleme und Vorschläge aus unserer Region auf den Tisch gebracht.
Dabei ist bei einigen Punkten Bewegung erkennbar. Genauso klar muss aber gesagt werden: Unser wichtigstes Ziel haben wir bisher nicht erreicht.
Es gibt weiterhin keine verbindliche Zusage für einen Fernverkehrshalt in Stendal während dieser ersten Bauphase. Viele Pendlerinnen und Pendler müssen deshalb deutlich längere Fahrzeiten, zusätzliche Umstiege und schwierigere Arbeitswege in Kauf nehmen.
Was habe ich angesprochen – und wie hat die Bahn reagiert?
Ein zentraler Punkt war der Ersatzverkehr. Ich habe die tatsächlichen Fahrzeiten, Anschlüsse, Kapazitäten und die Alltagstauglichkeit der Verbindungen angesprochen. Die Bahn will den Ersatzverkehr im laufenden Betrieb beobachten und dort nachsteuern, wo Probleme auftreten.
Entscheidend ist jetzt: Werden Anschlüsse erreicht? Reichen die Buskapazitäten? Funktionieren die Fahrzeiten auch im Berufsverkehr?
Auch die langen Busfahrten in Richtung Wolfsburg und die Frage nach Bussen mit Toiletten habe ich konkret eingebracht. Dieser Punkt soll noch einmal geprüft beziehungsweise bei der weiteren Planung berücksichtigt werden.
Ein weiterer Vorschlag von mir betrifft die Verbindung nach Berlin über Wittenberge. Viele Pendler, die bisher den frühen ICE ab Stendal genutzt haben, müssen jetzt erheblich früher starten. Deshalb habe ich vorgeschlagen zu prüfen, ob eine schnellere Verbindung zwischen Stendal und Wittenberge die Situation verbessern könnte. Eine Zusage gibt es dafür noch nicht.
Auch mögliche Fernverkehrshalte in Stendal bleiben auf dem Tisch.
Für mich gilt dabei: Eine Prüfung ist noch keine Verbesserung – und eine Ankündigung noch keine Verbindung.
Ein besonders wichtiger Punkt waren mögliche zusätzliche Kosten.
Durch baustellenbedingte Umwege kann es dazu kommen, dass Reisende mehr bezahlen sollen, obwohl sie länger unterwegs sind und ein schlechteres Angebot erhalten.
Die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn machte im Gespräch deutlich, dass es nicht sein könne, dass Fahrgäste für ein schlechteres Angebot am Ende auch noch höhere Kosten tragen müssen. Für dieses Problem soll eine Lösung gefunden werden. Als Ziel wurde der 1. November genannt.
Auch bei bestehenden ICE- und IC-Monatskarten gibt es noch offene Fragen.
Konkrete Probleme mit Monatskarten, Abonnements oder zusätzlichen Kosten können direkt an das Projekt Lehrte–Berlin gemeldet werden:
lehrte-berlin@deutschebahn.com
Ihr könnt euch aber genauso gern direkt bei mir melden.
Wenn ihr Probleme mit Monatskarten, zusätzlichen Kosten, Anschlüssen, überfüllten Ersatzbussen, Fahrzeiten oder anderen Auswirkungen der Sperrung habt, möchte ich diese Fälle sammeln und bündeln.
Hilfreich sind möglichst konkrete Angaben zu Verbindung, Datum, Uhrzeit, Ticketart und dem jeweiligen Problem.
Der Austausch mit der Bahn geht weiter. Weitere Gespräche sind im Abstand von etwa zwei bis drei Wochen vorgesehen. Ich werde weiterhin daran teilnehmen und die Rückmeldungen aus Stendal und der Altmark mitnehmen.
So können wir immer wieder konkret nachfragen:
Was wurde geprüft?
Was wurde tatsächlich geändert?
Wo wurde nachgesteuert?
Und welche Probleme bestehen weiterhin?Die Gespräche vom 1. Oktober waren wichtig. Mehrere konkrete Probleme und Vorschläge aus unserer Region liegen jetzt auf dem Tisch. Aber wir sollten daraus keinen Erfolg machen, den es bisher noch nicht gibt.
Unser Kernanliegen bleibt:
Stendal und die Altmark brauchen auch während der Bauzeit eine verlässliche und zumutbare Anbindung nach Berlin, Wolfsburg und Hannover.
Seit heute zeigt sich, wie das Ersatzkonzept im Alltag funktioniert.
Deshalb: Meldet euch bei mir, wenn etwas nicht funktioniert. Ich werde die Rückmeldungen sammeln und in die weiteren Gespräche mit der Bahn mitnehmen.
Die Petition läuft weiter.
Denn unser Ziel bleibt:
Stendal und die Altmark dürfen während der Bauzeit nicht abgehängt werden. -
Neue Entwicklungen zur Korridorsanierung Lehrte–Berlin
am 25.09.2026Es gibt Bewegung bei der Korridorsanierung Lehrte–Berlin.
Aus Rathenow wurde mir mitgeteilt, dass bis Ende September weitere Informationen der DB InfraGO zu möglichen Veränderungen des Verkehrskonzepts erwartet werden. Dabei wird unter anderem geprüft, ob zumindest eine Teilstrecke bis Rathenow oder Nennhausen geöffnet werden kann – möglicherweise mit positiven Auswirkungen auch für Stendal.
Heute erreichten mich außerdem eine Antwort der Deutschen Bahn auf unser früheres Schreiben sowie die Einladung zu einem weiteren digitalen Austausch mit dem Projektteam Lehrte–Berlin. Dort soll über den aktuellen Stand des Projekts und die zwischenzeitlichen Entwicklungen informiert werden.
Noch gibt es keine Zusage für eine bessere Fernverkehrsanbindung Stendals. Am 2. Oktober beginnt bereits die erste Bauphase. Deshalb ist jetzt besonders wichtig, dass sichtbar bleibt, wie viele Menschen eine verlässliche Anbindung der Altmark fordern.
Wir brauchen weitere Unterschriften. Wenn ihr die Petition noch nicht unterschrieben habt, könnt ihr das jetzt tun. Und wenn ihr bereits dabei seid, teilt sie bitte noch einmal in eurem Umfeld.
Jede weitere Unterschrift erhöht die Zahl der Menschen, deren Forderung ich in den nächsten Austausch mitnehmen kann.
Ich halte euch auf dem Laufenden, sobald es belastbare Neuigkeiten gibt.
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Änderungen an der Petition
am 24.09.2026
Weil man nicht einfach eine komplette Region/Stadt abhängt und es als Bahn nicht geschafft hat, die Ausweichstrecke rechtzeitig zu elektrifizieren. Planung und unternehmerische Ausführung seitens der Bahn sind mit der Schulnote 'ungenügend' noch harmlos umschrieben.