Hose runter! - Musterung: Schluss mit der Demütigung - Keine übergriffige Ganzkörperuntersuchung

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

27 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

27 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

  1. Gestartet Dezember 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

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Seit dem 01.01.2026 gilt für alle 18-jährigen Männer eine Musterungspflicht.

Die jungen Männer müssen sich - auch gegen ihren Willen und unter Bußgeldandrohung - in Musterungszentren einfinden, sich zeitweise vollständig entkleiden und sich einer Ganzkörperuntersuchung inkl. Genitaluntersuchung unterziehen.

Ein Eingriff in den Intimbereich zur Feststellung der Wehrtauglichkeit ist weder geboten noch erforderlich: Es gibt keine medizinische Notwendigkeit und keinen praktischen Nutzen.

Eine staatlich angeordnete Pflichtuntersuchung - insbesondere der Genitalien - kann als Schikane oder Demütigung wahrgenommen werden!

Unsere Forderung: Die Untersuchung ist abzuschaffen!
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Die Ganzkörper- und Genitaluntersuchung findet gemäß den Dienstvorschriften

  • ohne freie Arztwahl
  • mit Anwesenheit einer Assistenzkraft
  • nicht selten vor zwei andersgeschlechtlichen Personen statt. (1)

Das Verteidigungsministerium rechtfertigt diese, um u.a. Folgendes festzustellen (2) :

  • Fehlen und Veränderung der Hoden [nicht verhältnismäßig!]
  • Anzeichen für einen Parasitenbefall [nicht mehr zeitgemäß!]
  • Vorhautverengungen [nicht relevant!]

Die Untersuchung wird von der medizinischen Fachwelt konsequent abgelehnt:

  1. Die urologische Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Keimzelltumore des Hodens” spricht sich gegen die Untersuchung aus: „Ein allgemeines Screening [...] soll nicht durchgeführt werden." (3) Ebenso kritisch äußert sich das Deutsche Krebsforschungszentrum. (4)
  2. Anomalien im Genitalbereich werden bereits bei U- oder J-Untersuchungen diagnostiziert oder selbst festgestellt.
  3. Die Inzidenzrate für Hodenkrebs der 15- bis 19-Jährigen liegt bei unter 5 von 100.000 Männern. (5) Es handelt sich um eine äußerst seltene Erkrankung, eine rein "vorsorgliche" Untersuchung ist unverhältnismäßig.

Begründung

Wir lehnen die Musterung als staatlich angeordnete Pflichtuntersuchung ab, insbesondere weil ...

  • man sich auch gegen den eigenen Willen untersuchen lassen muss.
  • man sich auch gegen den eigenen Willen entkleiden muss.
  • Untersuchungen ohne medizinische Notwendigkeit durchgeführt werden.
  • ein schamverletzender Eingriff in den Intimbereich stattfindet.
  • es keine freie Arztwahl gibt.
  • die Betroffenen bei der Umsetzung nicht einbezogen werden.
  • sie großes Potenzial für Schikane und Demütigung beinhaltet.

In einer persönlichen Erklärung kritisieren die Bundestagsabgeordneten Lucks, Dzienus, Dr. Gumnior, Roth, Rüffer und Wagner die Musterungspraxis (6) u.a wie folgt:

"Diese Untersuchung ist nach heutigen medizinischen Leitlinien nicht evident; für die Feststellung der Tauglichkeit medizinisch weitgehend wirkungslos und daher fachlich nicht erforderlich. Sein praktischer Nutzen ist nicht belegt – seine entwürdigende Wirkung hingegen offenkundig."

Warst du bereits bei der Musterung? Was hast du erlebt? Erzähl uns deine Geschichte und schick uns eine Nachricht! #HoseRunter
 
Quellen
(1) Zentrale Dienstvorschrift 46/1 Nr. 1026: Wehrmedizinische
Begutachtung: https://share.google/Op2erkmOKaJUpY2jh
(2) Zentrale Dienstvorschrift 46/1 Nr. 2037:
Wehrmedizinische Begutachtung: https://share.google/Op2erkmOKaJUpY2jh
(3) Leitlinie S. 26, Punkt 4.5: https://www.leitlinienprogramm[1]onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Hodentumoren/LL_Hodentumoren_Langversion_1.0_.pdf
(4) https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/detail/hodenkrebs-ist-ein-screening-sinnvoll
(5) www.krebsdaten.de, Abbildung 3.23.2 auf S. 111: https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2021/kid_2021_c62_hoden.pdf?__blob=publicationFile
(6) Plenarprotokoll 21/48 vom 05.12.25 Blatt 5711, Seite 105, https://dserver.bundestag.de/btp/21/21048.pdf

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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 23.12.2025
Sammlung endet: 22.06.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Bürgerrechte

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer der Petition zur Abschaffung der Genitaluntersuchung bei der Musterung,

    ich möchte Sie informieren, dass das Büro des Wehrbeauftragten Otte meine Petition in abgewandelter Form bereits am 22.01.2026 an den Petitionsausschuss des Bundestages weitergeleitet hat.

    Auch der Wehrbeauftragte spricht von "Optimierungsmöglichkeiten". Ebenso mahnt die Deutsche Gesellschaft für Urologie eine Reform an. Das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr teilte mir mit Schreiben vom 28.01.2026 mit, dass in 99,5% die Untersuchung der Genitalregion keinerlei Auffälligkeiten liefert. Es bleibt die Frage nach der Verhältnismäßigkeit und nach der Vereinbarkeit mit einem modernen Verständnis von körperlicher Selbstbestimmung.

    Insofern können Sie versichert sein, dass ich mich weiterhin und mit voller Kraft für eine Abschaffung der Genitaluntersuchung im Rahmen einer staatlich angeordneten Pflichtuntersuchung einsetze.

    Viele Grüße

Ich unterstütze das, weil es eine sinnvolle Sache ist und wir auch etwas erreichen wollen. Ich hoffe, Ihr schafft das und könnt uns auch Helfen, die Delta Waldeck Frankenberg GmbH zu erhalten. Es sollen wichtige Arbeitsplätze im sozialen Bereich vernichtet werden. Hoffe auch auf Eure Unterschriften. Ich verbreite auch gerne Eure Petition. Vielen Dank Hier der Link: openpetition.de/!hqbgx

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