Region: Hessen

200 Lkw gehören nicht durch Aßlar – Behelfsabfahrt A 45 Behlkopf wieder öffnen

Petition richtet sich an:
Bundesminister für Verkehr Steffen Bilger / Bundesministerium für Verkehr

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47 %
2.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet 14.08.2026
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Petition richtet sich an: Bundesminister für Verkehr Steffen Bilger / Bundesministerium für Verkehr

Ich fordere den Bundesminister für Verkehr auf, die Behelfsauf- und -abfahrt „Am Behlkopf“ an der A45 bei Aßlar dauerhaft zu erhalten und wieder für den zweckgebundenen Schwerlastverkehr zum und vom Abfallwirtschaftszentrum Aßlar freizugeben.

Gleichzeitig muss diese Verbindung jederzeit als alternative Zufahrt für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz nutzbar bleiben.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine allgemeine Anschlussstelle für den öffentlichen Verkehr. Gefordert wird eine klar geregelte und kontrollierte Nutzung für den notwendigen An- und Ablieferverkehr des Abfallwirtschaftszentrums sowie für Einsatz- und Rettungsfahrzeuge.

Ich erwarte, dass Bund und Autobahn GmbH gemeinsam mit dem Land Hessen, dem Lahn-Dill-Kreis, der Abfallwirtschaft Lahn-Dill und der Stadt Aßlar - die sich alle für eine Freigabe der Behelfsabfahrt aussprechen - eine rechtlich und technisch tragfähige Lösung für diese kontrollierte Nutzung schaffen.

Begründung

Die Behelfsauf- und -abfahrt am Behlkopf wurde über viele Jahre genutzt, um den Schwerlastverkehr zum Abfallwirtschaftszentrum Aßlar mit Anfahrten aus dem Lahn-Dill Kreis und dem mittelhessischen Raum möglichst direkt von der A45 dorthin zu führen.

Seit die Genehmigung für diese Zufahrt ausgelaufen ist, ist das nicht mehr möglich. Die Folgen davon spüren vor allem die Menschen, die entlang der neuen Fahrtroute leben.
Täglich fahren jetzt deutlich mehr schwere Lkw durch Aßlar, insbesondere über die Bechlinger Straße (L3376). Wir sprechen dabei von einer Größenordnung von rund 200 zusätzlichen Lkw-Fahrten am Tag.

Wer an dieser Strecke wohnt, erlebt ganz unmittelbar, was das bedeutet: mehr Verkehr, mehr Lärm, mehr Abgase und natürlich auch eine zusätzliche Belastung und Gefährdung im Straßenverkehr. Der Unmut der Anwohnerinnen und Anwohner ist deshalb für mich als Bürgermeister von Aßlar sehr gut nachvollziehbar.

Und genau an diesem Punkt fällt es schwer zu verstehen, warum diese Situation nicht geändert werden sollen. Denn nur wenige hundert Meter entfernt gibt es eine vorhandene Verbindung zwischen der A45 und dem Abfallwirtschaftszentrum, die über viele Jahre genau für diesen Zweck genutzt wurde.

Das Abfallwirtschaftszentrum Aßlar ist für die Entsorgung unserer gesamten Region von großer Bedeutung. Dass dort Lkw an- und abfahren müssen, steht überhaupt nicht zur Diskussion. Die Frage ist vielmehr, ob diese Fahrzeuge auf möglichst direktem Weg von der Autobahn zum Abfallwirtschaftszentrum gelangen oder ob wir sie stattdessen durch bewohnte Bereiche unserer Stadt führen.

Das Land Hessen, der Lahn-Dill-Kreis, das Abfwallwirtschaftszentrum und die Stadt Aßlar haben sich gemeinsam mit unseren Landtags und Bundestagsabgeordneten eindeutig für den Erhalt dieser Behelfsabfahrt ausgesprochen. Aus dem Bundesverkehrsministerium kommt eine klare Absage.

Dabei fordern wir doch keine neue öffentliche Autobahnanschlussstelle für jedermann. Es geht um eine kontrollierte und klar begrenzte Nutzung der vorhandenen Behelfsauf- und -abfahrt für den notwendigen Verkehr zum und vom Abfallwirtschaftszentrum.

Dass diese Verbindung noch aus einem ganz anderen Grund wichtig sein kann, hat uns der Lkw-Brand auf der A45 am 10. August 2026 sehr deutlich vor Augen geführt.

Mehr als 100 Einsatzkräfte verschiedener Hilfsorganisationen waren an diesem Tag fast sechs Stunden im Einsatz. Durch den Brand und die Verkehrssituation standen fast 2.000 Fahrzeuge im Rückstau. Auch die Anfahrt der Feuerwehr zur Einsatzstelle war dadurch erheblich erschwert.

In genau dieser Situation konnte die vorhandene Zufahrt am Behlkopf genutzt werden, um Einsatzfahrzeuge an die Brandstelle heranzuführen. Auch die Feuerwehr spricht sich deshalb ausdrücklich dafür aus, die Zufahrt am Behlkopf dauerhaft zu erhalten und sie für Einsatzfahrzeuge jederzeit nutzbar zu halten.

Im Kern geht es weiterhin darum, ein regional wichtiges Abfallwirtschaftszentrum sinnvoll an die A45 anzubinden und gleichzeitig die Menschen in Aßlar von vermeidbarem Schwerlastverkehr zu entlasten. Dass die Zufahrt darüber hinaus auch für Feuerwehr und Rettungsdienst von großer Bedeutung sein kann, macht ihren Erhalt umso wichtiger.

Viele der Belastungen, vor denen bereits vor der Schließung gewarnt wurde, sind inzwischen Realität geworden. Deshalb sollte jetzt nicht einfach an einer einmal getroffenen Entscheidung festgehalten werden. Ich wünsche mir, dass der Bundesverkehrsminister und die Verantwortlichen der Autobahn GmbH sich die Situation noch einmal vor Ort ansehen und gemeinsam mit uns nach einer vernünftigen und dauerhaft tragfähigen Lösung suchen. Es bestehen Lösungen, die dem Bund auch schon gemeinsam vom Land, Landkreis und Stadt Aßlar vorgeschlagen wurden. Leider scheint hier momentan der Wille zur Umsetzung zu fehlen.

Meine Einschätzung ist, dass eine kontrollierte Nutzung der Behelfsauf- und -abfahrt für den Verkehr zum Abfallwirtschaftszentrum und für Einsatzkräfte möglich sein sollte. Rund 200 zusätzliche Lkw-Fahrten am Tag durch Aßlar können aus meiner Sicht nicht die bessere Lösung sein, wenn eine direkte Verbindung zur A45 bereits vorhanden ist.

Wenn Sie das genauso sehen, unterstützen Sie unsere Forderung bitte mit Ihrer Unterschrift.

Christian Schwarz
Bürgermeister der Stadt Aßlar

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bürgermeister der Stadt Aßlar, Aßlar
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 14.08.2026
Sammlung endet: 13.02.2027
Region: Hessen
Kategorie: Verkehr

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