X

Protestaktion von openPetition

Eine Reform des Urheberrechts bedroht das Internet - und damit uns alle!

Nach Artikel 13 sollen Online-Plattformen künftig selbst dafür verantwortlich sein, Urheberrechte zu prüfen. Die unzähligen Inhalte, die Nutzerinnen und Nutzer hochladen, können sie nur mit so genannten automatischen Upload-Filter kontrollieren.

Das Problem: Computerprogramme können Ironie, Satire und Zitate nicht erkennen.
Die Konsequenz: Vorauseilende Zensur oder Existenzrisiko durch unbegrenzte Haftung.
Die eigentliche Frage: Sollen Algorithmen entscheiden, was wir sehen dürfen?
Unsere Antwort: Urheberrechte schützen, ja, aber nicht auf Kosten der Meinungsfreiheit.

openPetition geht morgen am 21. März für 24 Stunden offline und macht damit deutlich, wohin Artikel 13 führen kann.

Ich unterstütze und gehe zur Demo.

Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Verantwortung für den Menschen
Ein Gottesbezug in der Verfassung ist nicht notwendig, die Verantwortung das menschliche Zusammenleben zum Wohle aller zu regeln genügt. Diese Verantwortung ist universell und eben gerade unabhängig von theistischer Weltanschauung, kann atheistisch wie christlich oder sonstwie begründet oder empfunden werden.
0 Gegenargumente Widersprechen
    Magie im 21.Jahrhundert?
Für einen Rechtsstaat im 21.Jahrhundert sind Bibel, Koran & Co. nicht anders zu behandeln als Fantasy-Romane - sonst müssten sie auf den Index. In demselben Maße muss der Rechtsstaat Gott als Fantasieprodukt behandeln, denn theologische Positionierungen sind ein Merkmal von Theokratien. Ein säkularer, weltanschaulich pluralistischer Staat hingegen sollte davor zurück schrecken, in seinem wichtigsten Grundlagendokument eine einseitige metaphysische Bezugsgröße einfließen zu lassen, die erkenntnistheoretisch von Zauberei oder einem Irrtum nicht zu unterscheiden ist.
3 Gegenargumente Anzeigen
    Mehr Macht durch Heiligsprechung
Die Begründung für die Verfassung wird vermeintlich nicht durch den Menschen geliefert, sondern mit/durch "Gott" gerechtfertigt. Das ist absurd, falsch und auch gefährlich. Juristische Gesetze sind immer menschliche und bürgerliche Gesetze. Deshalb sind die niemals absolut und auch nie vollständig fehlerfrei. Jede theologische Auslegung des göttlichen Willens geht wieder auf Menschen zurück, die für sich beansprucht, den Willen Gottes zu kennen. Auf diese Weise werden menschliche Auslegungen und Meinungen einer religiösen Autorität (indirekt von ihnen selbst) heiliggesprochen
Quelle: mein Gehirn
1 Gegenargument Anzeigen
Pro
Dieser Beitrag entspricht nicht der Netiquette von openPetition.
0 Gegenargumente Widersprechen

Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    GOTT und die Hessische Landesverfassung
Selbst Menschen, die nicht an Gott glauben, könnten vielleicht in diesen 4 Buchstaben einfach nur eine Kurzformel sehen für humanistische (auch christliche Werte)! Und ich meine, dass es in unserer technokratischen Zeit sehr notwendig ist, sich an diese Werte zu erinnern, sie zu schützen und zu leben! Dazu zählen Ehrlichkeit, Freiheit, Achtung der Würde aller Lebewesen und Mitgefühl ....(Erstaunlich finde ich es, dass gerade die CDU, die Wesentliches zu einem unhumanistischen, unchristlichen Steuersystem beigetragen hat, sich nun an Gott u. die hess.Landesverfassung erinnert ...)
0 Gegenargumente Widersprechen
Auch unser Grundgestz beginnt mit den Worten "Präambel Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, [...] hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.
Quelle: www.bundestag.de/gg
2 Gegenargumente Anzeigen
Religionszugehörigkeit der Deutschen nach Bundesländern im Jahr 2011*Anteil Angehörige einer GlaubensgemeinschaftKatholikenProtestantenMuslime**Konfessionslose, andere ReligionenBaden-Württemberg 37% 33% 6% 24%Bayern
4 Gegenargumente Anzeigen

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern