Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

Ich bin nach einem akuten Organversagen transplantiert. Obwohl ich schon zuvor dafür war, hatte ich keinen Organspendeausweis, weil ich glaubte noch viel Zeit dafür zu haben. Aus zahlreichen Gesprächen weiß ich, dass es sehr vielen Menschen so geht. Wer Organspende für sich ablehnt, hat allemal das Recht dazu und kann widersprechen. Alle anderen können mit ihrem eigenen Ende möglicherweise Leben retten.
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Jeder kann davon profitieren: Jeder, der im Moment betroffen ist und verzweifelt auf Organe wartet und auch jeder, der in Zukunft davon betroffen sein wird.
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Die Voreinstellung sollte keine Zerstörung (Kompostieren/Verbrennen) funktionstüchtiger Organe sein. Ähnlich wie bei anderen Hinterlassenschaften (etwa Häusern, Autos usw.) sollten Organe, wenn jemand sich selbst nicht äußert, für die Nachwelt genutzt werden.
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

Organspende ist ein Thema, das sehr persönliche Bereiche und Ansichten betrifft. Die Widerspruchsregelung würde Menschen masssiv unter Druck setzen, eine Entscheidung zu fällen. Es gibt nun aber Menschen, die finden dass sie persönlich noch nicht so weit sind eine Entscheidung zu treffen und Menschen die finden, dass die Wissenschaft noch nicht so weit ist. Und was ist mit Menschen, die seelisch oder geistig beeinträchtigt sind?
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Wenn mein Körper lebt, dann lebe ich! Bei der Organspende ist man höchstens Sterbender, also noch am Leben, denn die Organe eines Toten sind unbrauchbar. Ich möchte nicht erst meiner Misshandlung widersprechen müssen!
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    Menschrechtsverletzung, Selbstbestimmungsrecht
Selbst wenn Hirntod festgestellt werden sollte, ist ein Mensch nicht tot (es sei denn, er stirbt durch die Untersuchungsmethoden). Studien zu Nahtoderlebnissen belegen, dass Leben und sogar Bewusstsein unabhänigig vom Gehirn möglich ist. Eine Recht, den Körper Sterbender nach Bedarf der Medizin ohner Zustimmung des Betroffenen ausschlachten zu können um Ersatzteile zu haben, ist eine unfassbare Menschenrechtsverletzung. Selbst, wenn der Körper nur eine Sache wäre, wäre ein "Nutzungsrecht" daran von dritter Seite schon eigentumsrechtlich gesetzwidrig.
Quelle: z.B. Buch von Pim van Lommel: Endloses Bewusstsein
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    Grauzone
Jeder der für eine Organspende votiert, sollte sich auch einmal mit der Grauzone zu Hirntod auf den neuesten Stand der Forschung begeben. Dazu folgender Tip: Buchneuerscheinung Wachkoma: “Zwischenwelten – Ein Neurowissenschaftler erforscht die Grauzone zwischen Leben und Tod”. Denn nicht wenige Menschen werden trotz Hirntoddiagnose bei vorhandenem Bewusstsein ausgeschlachtet (wider jedwelcher wissenschaftlicher Behauptung). Daher sehe ich die freizügigen Argumente in der Diskussion von Pfo und Contra zum Thema auch aufgrund der grossen Gewinnpotentials durch Organhandel sehr zwiespältig.
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    Eigene Erfahrung
zum Glück braucht es bei allem den ausdrücklichen Wunsch und Willen. Nein zu solcher Bevormundung, Mein Neffe (sie wollten es uns verweigern, aber wir haben uns durchgesetzt, ihn doch noch mal zu sehen) war nach der Entnahme im Gesicht entstellt - eine scherzerfüllt Fratze! So tot, wie man uns erzählt ist man dabei nicht und da ist es auch ganz gut, dass man dieser Quälerei im Tode ausdrücklich zustimmen muss
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    Bitte kein Fehlinfo: Hirntote sind noch nicht tot
Die Organspende selbst ist eine gute Sache. Eine Widerspruchslösung hingegen ist zynisch. Sie ignoriert die verzweifelten trauernden Angehörigen und nimmt ihnen die Möglichkeit ihrem STERBENDEN Angehörigen in den Tod zu begleiten und zu verabschieden. Dies kann für ein Leben traumatisieren, zumal wenn es gewaltsam passiert, weil man keine Chance hat, sich zu entscheiden. Der Begriff Hirntod täuscht zudem. Bei einem "Hirntoten" sind bestimmte Funktionen des Gehirns geschädigt und der Betreffende WIRD sterben. Entnimmt man ihm die Organe ist er aber noch nicht tot.
Quelle: Physiologie des Menschen- der Begriff hirntot wurde eigens für die Organspende geschaffen
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