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Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Feiertage für alle statt kirchlicher Indoktrinierung!
Es geht beim Tanzverbot nicht um die allgemeine Ruhe an Sonn- und Feiertagen, sondern um Sondergesetze („Stille Feiertage“), teilweise für normale Werktage oder gewöhnliche Sonntage. Ähnlich wie beim 1. Mai in der DDR. Die öffentliche Ordnung ist sicher nicht in Gefahr, wenn Musik gespielt und getanzt wird, zumal bei geschlossenen Veranstaltungen. Umgekehrt werden mit solchen Scharia-Gesetzen Freiheit und Selbstbestimmung mit Füßen getreten. Das ist das eigentliche Problem. Grundrechte werden eingeschränkt (Art. 8) auf Geheiß kirchlicher Ideologen, denen Freiheit und Tanzen nicht schmeckt.
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    Keine negative Folgen - aber mehr Menschen, die ihre Freiheit leben
Vor dem Hintergrund der Diversität der Gesellschaft ist ein Tanzverbot nicht mehr angemessen und zeitgemäß. Eine Abschaffung des Tanzverbots hat keine negativen Folgen. Wäre das Tanzen an allen Tagen erlaubt, so hätte dies keine Auswirkungen auf die Religionsausübung derjenigen, die aufgrund ihres Glaubens an den genannten Tagen nicht tanzen möchten. Die geforderte Gesetzesänderung verpflichtet niemanden einer Tanzveranstaltung beizuwohnen. Die aktuelle Gesetzeslage hingegen verpflichtet Anders- und Nichtgläubige, sich der Moralvorstellung der christlichen Glaubensgemeinschaft unterzuordnen.
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Deutschland und damit auch Bayern ist ein säkularer Staat, welcher sich weltanschaulich neutral verhalten muss. Dennoch werden mit dem Tanzverbot ausschließlich christliche Feiertage "geschützt". Wie dieser Schutz von Gläubigen allerdings dadurch gegeben ist, dass ab 2 Uhr nicht mehr getanzt werden darf, erschließt sich mir nicht ganz. Welcher Gottesdienst fängt denn um 3 oder 4 Uhr an? Und warum wird die Aktivität von Christ*innen als schützenswerter angesehen, als von allen anderen? Leben und leben lassen sollte die Devise sein. Also weg mit dem Tanzverbot!
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Respekt vor der christlichen Leitkultur
Bayern ist ein tief religiös geprägtes Land. An 2 Tagen im Jahr keinen Sport treiben zu können oder nicht wild tanzen zu gehen ist ein Einschränkung, welche jeder Mensch aus Respekt vor Gott, den Kirchen und den Gläubigen ertragen können muss. Wer das nicht so sieht, verwirkt gleichzeitig sein Recht auf Freizeit an allen christlichen Feiertagen. Vielen Dank , dass Sie diese Petition nicht unterschreiben.
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    Dann aber auch arbeiten!!
Wenn es Leute gibt, die gegen das Tanzverbot an religiösen Feiertagen sind, dann gehe ich davon aus, daß diese Leute auch den arbeitsfreien Tag nicht möchten. Dieser geht ja ebenfalls von diesem religiösen Feiertag aus! Ich würde mich unwahrscheinlich darüber freuen, wenn diese Leute sich auch für das Arbeiten an diesem Tag einsetzten. Ich arbeite in einem Beruf der keinen Feiertag kennt!! Also dann können diese Leute ja von mir aus auch in Altersheimen, Polizeidienststellen, Krankenhäusern von mir aus gerne mit den hilfsbedürftigen Menschen ein Tänzchen wagen! Die freuen sich sicherlich!!!
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    Ursprung Feiertage - Christlich
Die angesprochenen Feiertage sind christlichen Ursprungs. Also ohne das Christentum gäbe es diese Feiertage nicht., was hier offenbar ignoriert wird! Und wir dürften alle arbeiten und tanzen. Ich habe lieber bezahlte freie Tage und verzichte dafür aufs Tanzen. Schon mal drüber nach gedacht? Ihr grabt Euch die Feiertage selbst ab....
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    Freiheit für den Kommerz und 7/24h Gesellschaft?
Ist der GJB das Tanzen auf öffentlich (kommerziellen) Veranstaltungen so wichtig, dass eine zeitweise Unterbrechung eine frei Entfaltung in unserer Gesellschaft einschränkt? Ist diese Teilforderung des Einstieg in eine 7/24h Kultur, bei der Läden immer offen sind und Firmen nonstop arbeiten ein Baustein einer nachhaltigen Zukunft? Hier geht es eher um eine Trotzreaktion gegen den irrelevanten Einfluss einer Institution über die man sicher geteilter Meinung sein kann. Es verkommt aber zum Lobbyistentum für Veranstalter. Schade falls es wirklich die GJB ist, die dahinter steht.
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    Leben ist Rhythmus
Der Wechsel zwischen ruhigen und lauten Tagen, zwischen Trauer- und Feiertagen, zwischen besonderen und All-Tagen ist keine christliche Erfindung, sondern gibt und gab es in allen Kulturen. Weil der Mensch Teil der Natur ist und diese in Rhythmen lebt. Ist das noch zeitgemäß? Ja. Obwohl wir Böden heute auch ohne Brachzeit non-stop ausbeuten können, merken wir doch immer mehr, dass dabei nichts wirklich Gutes (Schmackhaftes) herauskommt. Und: Wenn Ruhe- und Trauertage nicht kollektiv begangen werden, werden sie - weil unangenehm - gerne "vergessen". Darum brauchen wir diese Rhythmus-Helfer.
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    Es gibt gar kein Tanzverbot
Ein Contra wollte ich nicht direkt schreiben, weil ich für Reformen am Feiertagsgesetz durchaus offen bin. Aber Ihr solltet genauer argumentieren, sonst läuft diese Petition wie etliche vor ihr zum selben Thema im Landtag ins Leere. Im bayer. Feiertagsgesetz ist nirgends davon die Rede, dass Tanzen verboten ist. Ein Tanzverbot gibt es gar nicht. Verboten sind Unterhaltungsveranstaltungen, die den ernsten Charakter dieser Tage nicht wahren - ob das auf Tanzen zutrifft? Darüber lässt sich streiten. Außerdem gilt es nur für ÖFFENTLICHE Veranstaltungen. Privat könnt Ihr immer Party machen.
Quelle: www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-FeiertGBYrahmen&doc.part=X//www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-FeiertGBYrahmen&doc.part=X" rel="nofollow">www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-FeiertGBYrahmen&doc.part=X
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