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Die Petition wurde abgeschlossen
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag
Der Bundestag soll die Rahmenbedingungen der kleinen Solo Selbständigen überprüfen und anpassen. Die Pandemie hat gezeigt, dass hier anscheinend etwas grundsätzlich nicht stimmt.
Viele denken bei Selbständig an Unternehmen gewisser Größe, aber es sind die vielen kleinen: Hebammen, Handwerker, selbständige LehrerInnen, Friseure, Subunternehmer von großen Unternehmen, Kulturschaffende, Gartenbauer, die alle ihre Sozialkosten selber schultern müssen, d.h. den Arbeitnehmer und den Arbeitgeberanteil. Deswegen bekommen sie auch in der Krise keine Unterstützung, weil die Sozialen Beiträge nicht als Betriebsausgaben zählen. Obwohl es der höchste Ausgabeposten sein kann.
Wenn sie in einem Jahr viel verdienen, wird die Voraussteuer heraufgesetzt und die Krankenkassenbeiträge ebenfalls. Wenn sie darauf das Jahr viel weniger verdienen, müssen sie trotzdem weiterhin hohe Beiträge bezahlen. Auf diese Weise gehen kleine Selbständige leicht pleite.
Die erwähnten Beiträge sind nur zwei herausragende Posten, in denen kleine Selbständige benachteiligt sind. Die Beitragsbedingungen mit den Krankenkassen sollen überarbeitet werden ebenso wie die Anpassung der Voraussteuer.
Ein anderes Thema sind die Rundfunkbeiträge, wo ein und der gleiche Mensch zweimal bezahlen soll. Oder Solo Selbständige von den Banken nur ein teures Geschäftskonto angeboten bekommen.
Begründung
Wir alle nehmen auch einmal die Dienste von solchen Solo Selbständigen in Anspruch, wissen aber nicht um deren Situation.
Sie leben prekär, d.h. sind immer gefährdet, in Insolvenz zu gehen. Das macht die jetzige Pandemie Situation gut sichtbar. Es kann aber keine Lösung sein, dass so viele gesunde, arbeitsfähige und arbeitswillige Menschen deswegen in Hartz-IV gehen müssen. Das ist eine unendliche Verschwendung von menschlichen Ressourcen, die sich ein so reiches Land wie Deutschland nicht leisten sollte.
Und die Kosten werden dann auch wieder auf alle verteilt. Wenn Solo Selbständige angemessen zur Kasse gebeten werden, und die Rahmenbedingungen es erlauben, besser mit Einkommensschwankungen umzugehen, geht es ihnen besser, ihr "Unternehmen" ist nicht so schnell in Gefahr und sie leisten ihren Beitrag zur Gesellschaft, indem sie weiter arbeiten. Das kommt allen zugute.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
10.02.2021
Sammlung endet:
09.05.2021
Region:
Deutschland
Kategorie:
Soziales