Region: Bremen

Für eine bedarfsgerechte und institutionelle Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit in Bremen

Petition is addressed to
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

3,897 Signatures

84 %
3,375 from 4,000 for quorum in Bremen Bremen

3,897 Signatures

84 %
3,375 from 4,000 for quorum in Bremen Bremen
  1. Launched 10/05/2026
  2. Time remaining > 3 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
personal data
 

I agree that my data may be stored. I can revoke this consent at any time.

Petition addressed to: Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

Zwischenziel am 11.6.26 im Kwadrat erreicht – Gesamtfinanzierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bremen aber weiterhin viel zu gering.

Proteste, Widersprüche, die Kinder-Demo am 29.5.26 und unsere aktuelle Petition konnten das unmittelbar bevorstehende Aus mehrerer Orte für Kinder und Jugendliche in Bremen vorerst abwenden.

Die Gesamtfinanzierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit wird von vielen Betroffenen jedoch weiterhin als viel zu gering bewertet.

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Kwadrat am 11.6.26 wiesen wir auf die aus unserer Sicht bestehenden Widersprüche zwischen öffentlich beschönigenden Darstellungen der Situation und den tatsächlichen Rückmeldungen vieler Einrichtungen, Träger, Kinder und Jugendlicher hin. Dabei erneuerten wir unsere bereits öffentlich geäußerte Kritik an Aussagen der Sozialsenatorin Schilling im Weser Kurier. Aus Sicht vieler Betroffener spiegeln diese die tatsächlichen Nöte und Erfahrungen zahlreicher Einrichtungen nicht angemessen wider.

Für die Zeit ab 2027 wurden keine ausreichend tragfähigen langfristigen finanziellen Lösungen entwickelt. Zahlreiche Einrichtungen verfügen nicht über die nötige Planungssicherheit, um Personal zu halten und Angebote fortzuführen, wenn sie nur projektfinanziert werden sollen und die Finanzierung erst im November 2026 feststeht. Für die Betroffenen kommt dies viel zu spät. Völlig inakzeptabel ist zudem, dass mehrere Orte in Bremen 2027 sogar vor dem endgültigen Aus stehen.

Durch die Neuverteilung der Gelder werden zwar einige Stadtteile und ihre Angebote ab 2027 bessergestellt, was begrüßenswert ist. Wenn dies jedoch zulasten anderer Stadtteile geht und dort sogar Schließungen drohen, kann nicht von Verteilungsgerechtigkeit gesprochen werden. Stadtteile, Einrichtungen sowie Kinder und Jugendliche werden dadurch gegeneinander ausgespielt.

Im Kwadrat machten Betroffene, Kinder und Jugendliche sowie unsere Initiative deutlich, dass sie das drohende Aus mehrerer langbewährter Kinder- und Jugendorte 2027 nicht hinnehmen werden. Zugleich betonten sie, dass die neue Finanzierungsformel keine unantastbare Logik darstellt. Sie hätte auch zugunsten aller Kinder- und Jugendorte entwickelt werden können. Dies ist jedoch nicht geschehen, obwohl es angemessen, notwendig und tatsächlich gerecht gewesen wäre.

Lilly Kubon, Sprecherin der Kinder- und Jugendbeiräte, bemängelte zudem, dass Kinder und Jugendliche bei den wichtigen Entscheidungen nicht ausreichend beteiligt, informiert und aufgeklärt wurden und ihre Wortbeiträge teils belächelt wurden.

Um dem Protest gegen die unzureichende Gesamtfinanzierung Nachdruck zu verleihen und die langfristige bedarfsgerechte Absicherung aller Orte zu erreichen, übergaben wir die bis dahin bereits über 3.700 gesammelten Unterschriften sowie die eingegangenen Kommentare und Stellungnahmen dieser Petition persönlich der Sozialsenatorin. Unsere Petition bei Open Petition läuft weiter. Zudem haben wir die Petition bei der Bremischen Bürgerschaft eingereicht.

Forderungen:

1. Erhalt bestehender Einrichtungen
Keine Schließungen und keine existenzgefährdenden Kürzungen bei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

2. Verlässliche und langfristige Finanzierung
Kinder- und Jugendarbeit braucht Planungssicherheit durch eine dauerhaft bedarfsgerechte und institutionelle Förderung statt kurzfristiger oder unsicherer Finanzierungsmodelle.
in
3. Bedarfsgerechte Mittelverteilung
Die Finanzierung muss sich an den tatsächlichen Bedarfen vor Ort orientieren und langjährig bewährte Einrichtungen sowie gewachsene Strukturen angemessen institutionell absichern.

4. Transparente und nachvollziehbare Entscheidungen
Finanzierungs- und Verteilungsentscheidungen müssen offen, nachvollziehbar und für die Öffentlichkeit verständlich getroffen werden.

5. Beteiligung der Betroffenen
Träger, Mitarbeitende, Familien, Kinder und Jugendliche müssen frühzeitig und ernsthaft in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

6. Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt stellen
Kinder- und Jugendarbeit darf nicht als Sparpotenzial betrachtet werden. Sie ist eine Investition in Bildung, Teilhabe, Prävention, Integration, Demokratieförderung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bremen. Sie stärkt Kinder, eröffnet Jugendlichen Perspektiven, entlastet Familien, wirkt Einsamkeit und Ausgrenzung entgegen und trägt zu lebendigen, solidarischen Stadtteilen bei.

7. Ausreichende Mittel für eine bedarfsgerechte und institutionell geförderte Kinder- und Jugendarbeit
Wir fordern, dass dauerhaft ausreichend finanzielle Mittel bereitgestellt werden, damit bestehende Angebote verlässlich, bedarfsgerecht und institutionell abgesichert arbeiten können. Steigende Personal-, Sach- und Betriebskosten müssen bei der Finanzierung berücksichtigt werden.. Kinder- und Jugendarbeit braucht daher nicht nur Planungssicherheit, sondern auch eine Finanzierung, die den realen Bedarfen und den tatsächlichen Kostenentwicklungen Rechnung trägt.

Reason

Die Zukunft der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bremen bewegt inzwischen Menschen weit über einzelne Einrichtungen, Träger oder Stadtteile hinaus.

Was ursprünglich an verschiedenen Orten Bremens begann, hat sich zu einem gemeinsamen Anliegen vieler Bürgerinnen und Bürger entwickelt. Die Demonstration am 29. Mai 2026, die große öffentliche Resonanz auf diese Petition und zahlreiche Rückmeldungen haben deutlich gemacht:

Es geht nicht um einzelne Einrichtungen.
Es geht nicht um einzelne Stadtteile.
Es geht um Bremen.

Es geht um die Frage, welche Priorität Kinder, Jugendliche, Familien und soziale Infrastruktur künftig in unserer Stadt haben sollen.

Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie willkommen sind, Unterstützung finden, Freundschaften schließen und Verantwortung übernehmen können. Genau solche Orte schaffen Jugendfarmen, Jugendfreizeitheime, offene Treffs und viele weitere Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bremen – seit Jahrzehnten.
Diese Arbeit ist keine freiwillige Nebensache. Sie ist Schutzraum, Bildung, Prävention, Integration, Inklusion, soziale Teilhabe, Demokratieförderung, Kinderschutz und Zukunftssicherung zugleich.

Viele Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit stehen vor denselben Herausforderungen:

• Fehlende Planungssicherheit
• Steigender finanzieller Druck
• Unsichere Zukunftsperspektiven
• Sorgen um den Fortbestand wichtiger Angebote

Erstmals haben sich zahlreiche Menschen, Einrichtungen und Unterstützende stadtteilübergreifend zusammengeschlossen.

Die Unterstützung reicht dabei weit über die unmittelbar betroffenen Einrichtungen hinaus. Hinter dem Anliegen stehen unter anderem Kinderärztinnen und Kinderärzte, Psychologinnen und Psychologen, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Kitas, Schulen, Vereine, Ehrenamtliche, Ortsbeiratsmitglieder, kommunalpolitisch Engagierte sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichen Stadtteilen Bremens.

Kinder- und Jugendarbeit ist keine freiwillige Zusatzleistung, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil von Bildung, Prävention, Integration, Inklusion, Teilhabe, Demokratieförderung und Kinderschutz.

Die breite Unterstützung dieser Petition hat bereits Wirkung entfaltet.

Durch Proteste, Widersprüche, die Demonstration und das breite Engagement rund um diese Petition konnte das drohende Aus von Orten für Kinder und Jugendliche zunächst abgewendet werden. Nach aktuellen Informationen konnten Finanzierungslücken für das Jahr 2026 geschlossen und bestehende Angebote vorerst gesichert werden.

Dies ist ein wichtiges Signal und ein gemeinsamer Erfolg vieler engagierter Menschen in dieser Stadt.
Die Herausforderungen bleiben jedoch bestehen.
Insbesondere für das Jahr 2027 sehen viele Betroffene weiterhin erhebliche Finanzierungslücken bei der Gesamtfinanzierung der Angebote für Kinder und Jugendliche in Bremen.

Deshalb verfolgen wir zwei wichtige Wege parallel:
Wir sammeln weiterhin Unterstützung für diese Petition auf OpenPetition und haben zusätzlich am 10. Juni 2026 eine Petition beim Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft eingereicht.
Mit dieser zweiten Petition möchten wir die offenen Fragen der langfristigen und bedarfsgerechten Finanzierung ab 2027 parlamentarisch begleiten und die Anliegen von Kindern, Jugendlichen, Familien und Einrichtungen dauerhaft in die politischen Beratungen einbringen.

Wenn diese Strukturen geschwächt werden oder wegbrechen, verlieren Kinder und Jugendliche weit mehr als Freizeitangebote. Sie verlieren Ansprechpersonen, Gemeinschaft, Orientierung, Schutzräume, Perspektiven, soziale Stabilität und Möglichkeiten zur Mitbestimmung.

Bereits heute berichten Einrichtungen von eingeschränkten Angeboten, reduzierten Öffnungszeiten, weggefallenen Projekten, Personalengpässen, fehlender Planungssicherheit und wachsendem wirtschaftlichem Druck.

Die entscheidende Frage lautet nicht, ob insgesamt mehr Geld im System vorhanden ist.
Die entscheidende Frage lautet:

Sind die vorhandenen und künftig bereitgestellten Mittel ausreichend und werden sie so eingesetzt und verteilt, dass sie den tatsächlichen Bedarfen vor Ort entsprechen und bestehende Angebote dauerhaft sichern?

Viele Betroffene vermissen zudem Transparenz darüber, nach welchen Kriterien Mittel verteilt werden, welche Rückmeldungen berücksichtigt wurden und welche Auswirkungen die Entscheidungen auf bestehende Angebote haben.

Kinder und Jugendliche dürfen nicht davon abhängig sein, in welchem Stadtteil sie leben.
Kinder- und Jugendarbeit darf nicht zum Verteilungskampf zwischen Stadtteilen, Trägern oder Einrichtungen werden.

Wer heute bei Kindern und Jugendlichen spart, spart nicht wirklich.

Er verschiebt Probleme exponentiell in die Zukunft.

Bremen braucht starke Kinder.
Starke Kinder brauchen verlässliche Orte.
Und diese Orte brauchen eine sichere, faire, transparente, bedarfsgerechte und institutionelle Finanzierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Denn unsere Kinder sind keine Sparmaßnahme.

Thank you so much for your support, Jens Wirth, Bremen
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 05/10/2026
Collection ends: 11/09/2026
Region: Bremen
Topic: Welfare

Translate this petition now

new language version

News

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    zunächst möchten wir uns noch einmal herzlich bei Ihnen und Euch für die großartige Unterstützung unserer Petition bedanken. Jede einzelne Unterschrift sendet ein wichtiges Signal: Das Sielwallhaus ist für viele Menschen in Bremen weit mehr als nur ein Gebäude – es ist ein Ort der Begegnung, der Kultur, des Austauschs und des sozialen Miteinanders.

    Der Einsatz für den Erhalt des Sielwallhauses geht weiter.

    Aus aktuellem Anlass möchten wir daher auf eine Demonstration aufmerksam machen, zu der Initiativen und Unterstützergruppen aufrufen:

    📅 Samstag, 11. Juli 2026
    🕑 14:00 Uhr
    📍 Sielwallhaus, Bremen

    Unter dem Motto „Sielwallhaus bleibt! Keine Kürzung nirgendwo!“ soll gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen Kürzungen in der offenen Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit gesetzt werden und für den langfristigen Erhalt des Sielwallhauses eingetreten werden.

    Gerade jetzt ist es wichtig, sichtbar zu bleiben und zu zeigen, wie viele Menschen hinter dem Sielwallhaus und seiner wichtigen Arbeit stehen. Jede Teilnahme stärkt die gemeinsame Stimme und macht deutlich, dass soziale und kulturelle Räume in unserer Stadt nicht selbstverständlich sind und geschützt werden müssen.

    Wer Zeit und Möglichkeit hat, ist herzlich eingeladen, an der Demonstration teilzunehmen und den Aufruf auch im Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis weiterzugeben.
    Gemeinsam können wir ein starkes Zeichen setzen.
    Vielen Dank für die bisherige Unterstützung und das anhaltende Engagement.

    Mit solidarischen Grüßen

Kinder- und Jugendarbeit ist für alle Kinder wichtig. Es gibt viele Kinder, denen sie den Halt gibt, die sie im häuslichen Umwelt nicht bekommen. Das hilft nicht nur den Kindern sondern der ganzen Gesellschaft. Die Folgekosten wegfallender Kinder- und Jugendarbeit für die ganze Gesellschaft sind um ein Vielfaches höher als die Kosten der Kinder- und Jugendarbeit selbst.

No CONTRA argument yet.

Why people sign

Es kann nicht sein, dass alles, was gut für die Menschen ist immer mehr eingestampft wird!!

Weil ich mit der Jugendfarm in Bremen Arsten aufgewachsen bin und diese weiterhin bestehen soll - für die neue Generation und die Generationen nach ihnen, um möglichst vielen Kindern eine schöne Kindheit zu ermöglichen.

Weil Kinder und Jugendliche die Zukunft sind!!

Sozialabbau im Kinder und Jugendbereich ist ein absolutes Armutszeugnis und darf in diesen Zeiten kein Thema sein.

Alles was für Kinder gemacht wird , ist wichtig !

Tools for the spreading of the petition.

You have your own website, a blog or an entire web portal? Become an advocate and multiplier for this petition. We have the banners, widgets and API (interface) to integrate on your pages. To the tools

Translate this petition now

new language version

Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now