Petition addressed to:
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft
Wir fordern von Senat und Bürgerschaft der Freien Hansestadt Bremen:
1. Erhalt bestehender Einrichtungen
Keine Schließungen und keine existenzgefährdenden Kürzungen bei Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
2. Verlässliche institutionelle Förderung
Kinder- und Jugendarbeit braucht langfristige finanzielle Sicherheit statt dauerhafter Unsicherheit.
3. Bedarfsgerechte Finanzierung
Die tatsächliche soziale Arbeit vor Ort sowie gewachsene Strukturen müssen berücksichtigt werden.
4. Transparente und nachvollziehbare Entscheidungen
Finanzierungsentscheidungen müssen fair, offen und öffentlich verständlich getroffen werden.
5. Beteiligung der Betroffenen
Träger, Mitarbeitende, Familien, Kinder und Jugendliche müssen ernsthaft in die weiteren Entscheidungen einbezogen werden.
6. Zukunft statt Rückbau
Kinder- und Jugendarbeit darf nicht als Sparpotenzial behandelt werden, sondern muss als Investition in Bremens Zukunft verstanden werden.
Wir setzen ein Zeichen gegen Kürzungen bei Angeboten und Trägern für Kinder und Jugendliche in Bremen.
7. Klare Zurückweisung pauschaler Totschlagargumente
Wir weisen die pauschale Behauptung zurück, es sei angeblich kein Geld für Kinder und Jugendliche vorhanden. Gerade in schwierigen Haushaltslagen muss politisch entschieden werden, welche Priorität Kinder, Jugendliche, Familien und soziale Infrastruktur in Bremen haben. Offene Kinder- und Jugendarbeit ist keine freiwillige Nebensache, sondern ein wichtiger Beitrag zu Bildung, Prävention, Integration, sozialer Teilhabe, Demokratieförderung und lebendigen Stadtteilen.
Die kommenden Wochen sind entscheidend.
Am 11. Juni 2026 15:30Uhr (Kwadrat - Wilhelm-Kaisen-Brücke 4, 28199 Bremen) sollen voraussichtlich weitreichende Entscheidungen über die zukünftige Verteilung erheblicher Teile der Mittel für die offene Kinder- und Jugendarbeit in Bremen getroffen werden.
Bereits einmal wurde die Entscheidung aufgrund weiteren Beratungsbedarfs vertagt. Aktuell gibt es Hinweise darauf, dass auch der kommende Termin erneut verschoben werden könnte. Gleichzeitig liegen bislang keine erkennbaren Signale vor, dass an grundlegenden Verbesserungen der bisherigen Planungen gearbeitet wird.
Noch ist nichts endgültig entschieden.
Noch besteht die Möglichkeit, bestehende Planungen kritisch zu überprüfen, Transparenz herzustellen und Lösungen zu entwickeln, die Kinder und Jugendliche in allen Stadtteilen Bremens gleichermaßen berücksichtigen.
Die breite Unterstützung dieser Petition zeigt deutlich, dass es sich nicht um die Anliegen einzelner Einrichtungen oder Stadtteile handelt.
Es geht um Bremen.
Es geht um Kinder und Jugendliche in allen Stadtteilen.
Es geht um die Frage, welche Priorität junge Menschen, Familien und soziale Infrastruktur künftig in Bremen haben sollen.
Kinder- und Jugendarbeit darf nicht zum Verteilungskampf zwischen Stadtteilen werden.
Bremen braucht starke Kinder.
Starke Kinder brauchen verlässliche Orte.
Und diese Orte brauchen eine sichere, faire, bedarfsgerechte und institutionelle Finanzierung.
Wir werden die weiteren Entwicklungen aufmerksam und engmaschig begleiten. Auch wenn Entscheidungen verschoben werden sollten, werden wir nicht tatenlos bleiben und uns weiterhin für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und eine gerechte Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit einsetzen.
Bitte unterstützen Sie diese Petition und helfen Sie mit, ein starkes Zeichen für die Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit in Bremen zu setzen.
Denn unsere Kinder sind keine Sparmaßnahme.
Wir setzen ein deutliches Zeichen gegen Kürzungen bei Angeboten und Trägern für Kinder und Jugendliche in Bremen — und für eine verlässliche, gerechte und zukunftsorientierte Finanzierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Unsere Kinder sind keine Sparmaßnahmen!
Betroffen sind Einrichtungen in verschiedenen Stadtteilen Bremens — unter anderem in Obervieland, Borgfeld, Horn-Lehe, Gröpelingen, Oslebshausen, Huckelriede, Vahr, Neustadt, Woltmershausen, Huchting, Bremen-Nord, Bremen-Mitte und weiteren Stadtteilen, in denen offene Kinder- und Jugendarbeit seit Jahren wichtige soziale Verantwortung übernimmt.
- Aktiv Treff Obervieland
- Die Friese e.V.
- Erlebnisfarm Ohlenhof Gröpelingen
- Freizi Borgfeld
- Freizi Gröpelingen
- Freizi Oslebshausen
- Gewitterziegen Mädchenarbeit Neustadt
- Jugendraum Huckelriede
- Jugi Roter Sand Woltmershausen
- Kinder- und Jugendfarm Bremen Habenhausen
- Mädchentreff Huchting
- Naturfreundejugend Bremen -Jugendhaus Buchte
- Sportgarten Pauliner Marsch e.V.
- Stadtteilfarm Huchting
- Sielwallhaus
- Jugendclub UPS Marßel
- Zirkusschule Jokes
- Zirkusviertel Bremen
(…) Die Liste betroffener Einrichtungen und Träger wird fortlaufend ergänzt.
Reason
Wir möchten alle Bremerinnen und Bremer dafür sensibilisieren, dass die aktuelle Entwicklung kein Problem einzelner Einrichtungen oder Stadtteile ist. Es geht um die Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit in ganz Bremen. Deshalb braucht es jetzt Zusammenhalt, Solidarität und ein gemeinsames Eintreten für eine bedarfsgerechte und institutionelle Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit.
Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie willkommen sind.
Orte, an denen sie spielen, lernen, Freundschaften schließen, Verantwortung übernehmen und Unterstützung finden können.
Genau solche Orte schaffen Jugendfarmen, Jugendfreizeitheime, offene Treffs und viele weitere Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit in Bremen – seit Jahrzehnten.
Diese Arbeit ist keine freiwillige Nebensache.
Sie ist Schutzraum, Bildung, Prävention, Integration, Inklusion, soziale Teilhabe, Demokratieförderung und Zukunftssicherung zugleich.
Doch diese wichtige soziale Infrastruktur steht zunehmend unter Druck.
Viele Einrichtungen, Träger, Mitarbeitende, Familien sowie Kinder und Jugendliche kämpfen bereits seit Jahren um den Erhalt wichtiger Angebote in ihren jeweiligen Stadtteilen. Häufig geschah dies vor Ort und weitgehend unabhängig voneinander.
In den vergangenen Monaten wurde jedoch immer deutlicher, dass zahlreiche Einrichtungen in ganz Bremen vor sehr ähnlichen Herausforderungen stehen.
- Fehlende Planungssicherheit.
- Steigender finanzieller Druck.
- Unsichere Zukunftsperspektiven.
- Sorgen um den Fortbestand wichtiger Angebote.
Deshalb haben sich erstmals zahlreiche Menschen, Einrichtungen und Unterstützende stadtteilübergreifend zusammengeschlossen. Nicht, weil nur einzelne Einrichtungen betroffen sind.
Sondern weil deutlich geworden ist, dass es sich um ein bremenweites Problem handelt.
Die erfolgreiche Demonstration am 29. Mai 2026 und die breite Unterstützung dieser Petition haben gezeigt, dass Menschen aus vielen Stadtteilen Bremens dieselben Sorgen teilen.
Kinder- und Jugendarbeit darf nicht zum Verteilungskampf zwischen Stadtteilen, Trägern oder Einrichtungen werden.
Kinder und Jugendliche dürfen nicht davon abhängig sein, in welchem Stadtteil sie leben.
Bereits heute berichten Einrichtungen von spürbaren Folgen finanzieller Unsicherheit:
- eingeschränkten Angeboten,
- reduzierten Öffnungszeiten,
- weggefallenen Projekten,
- Personalengpässen,
- fehlender Planungssicherheit,
- wirtschaftlichem Druck
- und zunehmender Unsicherheit über die eigene Zukunft.
Auch in Presseberichten wurde zuletzt deutlich, dass viele Träger große Sorgen um ihre Zukunft haben. Einrichtungen wie Jugendfarmen, Jugendfreizeitheime und offene Jugendangebote sehen sich durch neue Finanzierungs- und Verteilungsmodelle zunehmend unter Druck gesetzt.
Besonders problematisch ist die fehlende Planungssicherheit.
Kinder- und Jugendeinrichtungen brauchen eine verlässliche institutionelle Förderung, um
- Personal halten zu können,
- Öffnungszeiten abzusichern,
- pädagogische Angebote fortzuführen,
- Schulkooperationen zu ermöglichen,
- Ferienprogramme anzubieten
- und Kindern und Jugendlichen dauerhaft sichere Orte zu bieten.
Wenn diese Strukturen geschwächt werden oder wegbrechen, verlieren Kinder und Jugendliche weit mehr als nur Freizeitangebote.
Sie verlieren
- Ansprechpersonen,
- Gemeinschaft,
- Schutzräume,
- Perspektiven,
- Orientierung
- und wichtige soziale Stabilität.
Aus Sicht vieler Betroffener wird dabei ein zentraler Punkt verkannt:
Die entscheidende Frage lautet nicht, ob insgesamt mehr Geld im System vorhanden ist.
Die entscheidende Frage lautet:
Gibt Bremen für alle Kinder- und Jugendeinrichtungen bedarfsgerecht, verlässlich und ausreichend Geld aus – und kommt dieses Geld tatsächlich auch bei allen Angeboten an?
Denn steigende Gesamtausgaben bedeuten nicht automatisch eine bessere Situation vor Ort.
Personal-, Energie-, Miet- und Sachkosten sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen.
Deshalb stellt sich die berechtigte Frage, ob zusätzliche Mittel tatsächlich zu einer Verbesserung der Angebote führen oder in erster Linie gestiegene Kosten ausgleichen.
Wenn Einrichtungen gleichzeitig von gekürzten Programmen, eingeschränkten Angeboten, unsicheren Stellen und Existenzsorgen berichten, reicht der Verweis auf höhere Gesamtmittel allein nicht aus.
Offene Kinder- und Jugendarbeit bedeutet
- Kinder stärken, bevor Krisen entstehen,
- Jugendlichen Perspektiven geben,
- Familien entlasten,
- Einsamkeit und Ausgrenzung entgegenwirken,
- Integration fördern,
- demokratisches Miteinander stärken
- und Stadtteile lebendig und solidarisch halten.
Wer heute bei Kindern und Jugendlichen spart, spart nicht wirklich.
Er verschiebt Probleme exponentiell in die Zukunft.
Weil verlässliche und/oder dritte Orte für Kinder wichtig sind. Sie stärken Kinder und bauen Resilienz auf