• Interview zur Petition

    16.05.2018 12:48 Uhr

    Wie kamen Sie auf die Milliarde Euros für Ihre Petition?

    Dr. Flemmer: Ich höre mir täglich die Nachrichten an und als ich zum xten Mal erfuhr, dass wieder Steuerüberschüsse in Milliardenhöhe eingingen, dachte ich mir: Wenn schon so viel Geld eingeht, dann kann man doch wenigstens 1 Milliarde für die ganz Armen in unserer Bevölkerung ausgeben. Ich bin Autorin für Gesundheits- und Ernährungsbücher (ca. 30 habe ich schon geschrieben) und weiß welch unsagbares Leid oft hinter verschiedenen Krankheiten steckt. Nehmen wir doch mal die Multiple Sklerose. Eine Bekannte von mir leidet so stark, dass sie nur noch den Wunsch hat einfach einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen. Auch die Blase wollte man ihr schon entfernen und durch irgendwelche Schläuche ersetzen.
    Dann: ich habe an meiner eigenen Mutter erlebt wie schlimm Demenz ist. Sie war zeitlebens eine begeisterte Schwimmerin. Als meine Schwester sie zum Schwimmen brachte, wusste sie nicht mehr, was sie im Wasser soll.
    Auch die Mutter meiner Freundin war dement. Ich möchte meine Erlebnisse mit der ursprünglich hoch intelligenten Frau gar nicht schildern....
    Diese und ähnliche Erlebnisse brachten mich zu meiner Initiative: ich denke, mit 1 Milliarde pro Krankheit könnte man viele davon bessern, wenn nicht gar heilen – und das ist das Ziel meiner Aktion: das Leben auch für diesen Personenkreis schöner machen und das Leid in der Bundesrepublik und in anderen Ländern senken. Denn auf der ganzen Welt würde man davon profitieren, da es die angesprochenen Krankheiten weltweit gibt. Das würde dem Ruf der Bundesrepublik weltweit zu Gute kommen.

    Von wem soll das Geld denn kommen?
    Dr. Flemmer: Das Geld soll vom Bundesfinanzminister kommen. Es wird so viel Geld für – in meinen Augen – unsinnige Maßnahmen ausgegeben. Das Wichtigste ist doch aber die Gesundheit! MS, Demenz, Krebs, Polio etc. kann jeden treffen, ohne dass sie oder er etwas dafür kann.

    Glauben Sie wirklich, dass man einige Krankheiten heilen kann, wenn man 1 Milliarde investiert?
    Dr. Flemmer: Ja, das glaube ich. Wenn ich mir so einige Fälle aus der Medizingeschichte ansehe, so waren Erfolge gepaart von Zufall und einer intensiven Suche. Man denke nur daran, daß ein Arzt entdeckt hat, dass Rattenflöhe die Pest übertragen. Eine geniale Entdeckung.
    Dann die Pockenimpfung: der englische Landarzt Edward Jenner hatte einer Patientin sehr genau zugehört, als sie meinte, sie hätte Kuhpocken gehabt und könne dadurch nicht an den Pocken erkranken, die für Menschen so gefährlich sind.
    Ein letztes Beispiel: Sir Alexander Fleming gilt als Entdecker von Penicillin. Durch ihn und andere hervorragende Mediziner und Naturwissenschaftler wurden Antibiotika entdeckt – eine Wunderwaffe gegen Bakterien, die wir uns derzeit aus Gewinnsucht wieder zerstören.
    An den genannten Beispielen sieht man, wie wichtig es ist Ideen zu haben und intensiv an einem Problem zu arbeiten. Wir haben so viele geniale Menschen in Deutschland. Fördert man sie, wenn sie eine bislang unheilbare Krankheit heilen wollen, wird das hoffentlich vielen Menschen helfen ihre unsagbaren Leiden zu lindern. Dafür benötigt man jedoch Geld, viel Geld, da Forschung teuer ist. Das Geld scheint wirklich da zu sein. Lasst uns also den unheilbar Kranken helfen!

    Glauben Sie dass eine Milliarde für MS etc. reicht?
    Dr. Flemmer: Ich denke schon, dass 1000 Millionen für die Heilung von MS ausreichen. Das Geld würde ja nicht auf einmal abgerufen. Man könnte eventuell gleichzeitig mit einer anderen beginnen. Möglicherweise reichen ja bei einer Krankheit weniger. Das übrige Geld könnte man ja dann für die Heilung der anderen verwenden, für die 1 Milliarde nicht gereicht hat.

    Wer soll denn das Geld erhalten?
    Dr. Flemmer: Nun, die jeweiligen Spitzenforscher auf dem Gebiet, die bislang schon forschen und auch Ärzte oder Naturwissenschaftler (Biologen forschen vielfach in der Medizin), die Ideen haben wie man eine Krankheit heilen kann, aber nicht die Mittel haben Ihre Idee umzusetzen. Ich denke da an einige, die ich für geeignet halte, die Probleme zu lösen.

    Was wäre nun, wenn Sie die Zusage für das Geld erhielten? Wie wäre die weitere Vorgehensweise?
    Dr. Flemmer: Nun, zuerst einmal müsste die Zusage kommen. Dann müßte dafür ein Etatposten zur Verfügung gestellt werden. Dann kann man die Zusage bekannt machen. Es können dann ja Mehrere mithelfen, so die DFG (Deutsche Forschungsgesellschaft), Forscher der integrativen Medizin oder für Naturheilverfahren, alle möglichen Naturwissenschaftler, die Ideen haben, die zur Heilung einer unheilbaren Krankheit führen könnten.
    Dringend nötig wäre zum Beispiel, die Klärung von Fragen wie:
    - hilft die Aufpolsterung der Blasenschleimhaut für MS-Patienten etwas, die ständig unter Blasenentzündung leiden oder ob das körpereigene Antibiotikum LL-37 in diesem Zusammenhang etwas bringt.
    Aber da fällt sicher vielen Wissenschaftlern etwas ein.

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